Rookiie: “Ich stehe einfach unnormal auf den Bounce und die Energie in dem Genre.”

Rookiie war in den vergangenen Jahren als erfolgreicher Beatboxer unterwegs. Berliner Meister und Deutscher Vizemeister im Jahr 2012 sowie ein Jahr später unter den besten acht Beatboxern europaweit. Er besuchte sowohl deutsche Shows wie TV total und The Voice of Germany, als auch Formate in Frankreich, Österreich und der Schweiz. Auf Festivals wie dem Splash!, Helene Beach und der Graffitibox Summerjam sammelte Rookiie zusätzliche Live-Erfahrung. Die Beatbox-Kunst führte ihn schließlich zur Beatproduktion. Nachdem das Instrumentalalbum “Quite Nice” mit HawkOne über HHV.de releast wurde, folgte nun die auf Grime fokussierte, UK inspirierte Remix-EP “Gunfingers” for free. Seine Begeisterung für das immer mehr ins Spotlight rückende Subgenre reicht zeitlich weit zurück. Nun arbeitet der Berliner daran, seinen Stil zu finden und stellt der deutschen Musikszene sein fünf Track starkes, energiegeladenes Remix-Projekt vor.

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Wie kommt ein erstklassiger Beatboxer zur Beatproduktion? Was ist deine Inspiration und Motivation?

Es ist der Reiz. Trotz der Zeit mit vielen Erfolgen und Shows, war Beatbox für mich irgendwann „durchgespielt“. Logische Konsequenz für mich war es dann mich mal an Produktionen zu versuchen und dann habe ich einfach mal angefangen loszubasteln. Ich habe schnell auch wieder die Lust an der Musik gefunden, da ich mich einfach mehr entfalten und meine Ideen vollständig ausarbeiten kann. Meine Produktionen sind meinem Beatboxstil sehr ähnlich, nur ausgefeilter und unlimitierter. Macht Bock!

“Meine Produktionen sind meinem Beatboxstil sehr ähnlich.”

Wie kamst du auf die Idee eine Remix-EP zu machen und wieso mit Konzentration auf Grime?

Ich denke, dass ich das ehrlich, kurz und knapp beantworten kann. Grime ist einfach seit… immer.. meine Mukke. Da mir die Rapper fehlen und ich nicht einfach ein paar Instrumentals in die Soundwolke schießen wollte, erschien es mir als sinnvollstes Konzept einfach eine Remix EP zu produzieren, um auf mich aufmerksam zu machen.

Wonach hast du die Songs bzw. Artists ausgewählt und wie sind die einzelnen Remixes entstanden?

Das war ein bisschen wie puzzlen. Ich habe nach Songs gesucht, auf die ich Lust hatte, von denen die A capellas zu beschaffen waren und die auf fünf Songs ein rundes Gesamtbild ergeben. Ich habe zu jedem Song erstmal nach irgendetwas gesucht, was das Ganze tragen soll. Zwei haben sich von alleine produziert und zwei haben meine Nervenstränge zum Kollabieren gebracht, weil ich nicht gegen die Originale abschmieren wollte… welche behalte ich für mich! Der vierte Track auf der EP ist spontan mit Pero von Highnicken entstanden. Das war der erste Song und eher ein Zufall, der das Ganze ins Rollen gebracht hat.

“Ich stehe einfach unnormal auf den Bounce und die Energie in dem Genre.”

Was bedeutet Grime für dich und funktioniert das Subgenre auch in Deutschland deiner Meinung nach? 

Grime ist für mich die Musik mit der ich musikalisch „aufgewachsen“ bin. Ich stehe einfach unnormal auf den Bounce und die Energie in dem Genre. Und ob das Genre auch in Deutschland funktioniert? Pfff, na klar! Noch geht verhältnismäßig nicht viel, aber das kommt! Der Zulauf bei Festivals und Konzerten spricht, denke ich, für sich. Wer mal ernsthaft Bock hat sein Feierabendbier zu genießen oder sich bei Liveshows auszupowern oder… oder… oder…, ist da, denke ich, sehr gut aufgehoben. Zugegebenermaßen bin ich aber selbst überrascht wie viel positives Feedback aus dem deutschsprachigen Raum bei mir ankommt, obwohl die EP bis jetzt fast nur über UK-Verteiler gelaufen ist.

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Moin, ich bin Freddy aus der besten Vorstadt Berlins: Bernau. Rapliebhaber, Fussballfanatiker, Sneakerfreak. Immer unterwegs durch die weitläufige Medienlandschaft. Jetzt bei BACKSPIN. #WKM$N$HG?

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