Review: WWE 2K Battlegrounds (Xbox One)

Ich muss ja zugeben das ich mich, die 90er hindurch, doch sehr für Wrestling interessiert habe. Es begann wahrscheinlich mit Ring frei, einer Wrestlingsendung die auf Tele 5 lief. Wenn meine Eltern gut drauf waren oder ich Freunde da hatte, durften wir ab und zu Mal angucken wie z.B. der Ultimate Warrior, Hulk Hogan, Bret Hart, Jake “the Snake” Roberts, Rick “the Model” Martel oder, einer meiner Lieblinge, der Macho Men Randy Savage, zusammen mit vielen anderen, den Ring aufmischten.

Ich war sogar Mal live bei einer Veranstaltung in Hamburg und ich bereue nichts;) Diese Vorliebe, wirkte sich natürlich auch auf meine Gaming-Leidenschaft aus und brachte mich dazu diversen Wrestling Spiele doch einiges meiner Zeit zu opfern. Die Hoch-Zeit dafür war definitiv die Zeit des N64, als wir wirklich stundenlange Sessions und Matches hatten. Diese, meiner Meinung nach, Blütezeit von Wrestling-Spielen, endete dann mit dem besten Wrestling-Spiel aller Zeiten, nämlich WWE No Mercy auf dem N64.

Leider hat mich nie wieder ein Spiel aus diesem Kosmos so begeistern und in seinen Bann ziehen können und damit bin ich wahrscheinlich nicht der Einzige. Für viele, die dieses Spiel mitbekommen haben, ist es einfach der ungekrönte König. Auch wenn danach die Grafik besser war, an Spielmechaniken gefeilt wurde usw. kam leider nie wieder ein Spiel in die Nähe. Das kann natürlich auch damit zusammen hängen das meine eigene Wrestling-Begeisterung immer mehr schwand, aber ich glaube ein gutes Wrestling-Spiel hätte ich trotzdem  zu schätzen gewusst.

Die letzten Jahre habe ich mich persönlich auch nicht mehr viel damit auseinandergesetzt, weil mich Wrestling schon länger nicht mehr wirklich anspricht. Aber in Berichten von Leute die jetzt noch Fans sind und sich mit Videospielen auskennen, gab es auch immer mehr den Konsens das die Spiele sie einfach nicht mehr geflashed haben.

2K hat es leider nie wirklich hinbekommen ein wirklich richtig gutes Spiel in diesem Genre zu schaffen. Vielleicht haben sie sich diese Jahr deswegen dazu entschieden den Weg des Realismus zu verlassen und den neusten Teil in feinster NBA Jam-Manier zu präsentieren. Ich war gespannt, ob das meine Begeisterung, wenigstens wieder ein Bißchen, entflammen kann

Fazit

Gibt es eine neuen König? Nein definitiv nicht, ABER es ist doch wieder mehr Spaß in ein sehr trostloses Genre zurückgekehrt. Vielleicht liegt es auch daran das ich mit dem sehr bunten, theatralischen Over-the-Top-Wrestling der 90er angefangen habe, aber das neue Konzept mit dem 2K sich dem Ganzen genähert hat gefällt mir doch sehr gut. Schön übertriebene Arcade-Action mit ausladenden Gesten und übertriebenem TamTam, das macht Spaß. Solo leider eher kurzweilig, aber Gegeneinander schon mit deutlich mehr Spaß und Langzeitmotivation.

WWE 2K Battlegrounds ist seit Jahren auf jeden Fall Mal wieder ein positive Überraschung die deutlich mehr Spaß macht als alles was in den letzten Jahren so rauskam. In die Nähe von No Mercy kommt es allerdings auch nicht, wobei da vielleicht auch viel Nostalgieverklärung im Spiel ist. Aber ich bin ja auch nicht allein mit der Meinung. Vielleicht sollte sich 2K einfach Mal ein paar alte THQ-Veteranen ins Boot holen und das ganze Franchise einer kompletten Neuausrichtung unterziehen. Bis es soweit ist, kann man mit WWE 2K Battlegrounds aber auf jeden Fall ein paar spaßige Stunden verbringen.

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Ich hatte irre Visionen, während ich schlief: »Als wären nur noch Dope MCs im Radio aktiv!«. Hip-Hop ist wie Pizza, auch schlecht noch recht beliebt. Aber was auch immer ich anpranger' Ich bleib' doch nur Dein Handlanger, weil, ich lebe diesen Blödsinn und geh' darin auf wie Lötzinn! Du musst Hip-Hop lieben als wärst du immer nur Fan geblieben.

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