Review: NBA Live 16

Eines Vorweg: Ich bin ein riesen Basketball- und vor allem NBA-Fan. Jedoch was Basketball-Simulationen angeht, schon länger im Team-2K. Warum? Sie haben einfach Jahr für Jahr das bessere Spiel abgeliefert – gut, fairerweise muss man sagen, droppte EA 2013 gar nicht erst einen Ableger und auch Ausflüge inklusive Namensänderung („NBA Elite“) scheiterten kläglich. Wie auch immer, im Bereich der BBall-Konsolenspiele ist EA SPORTS ausnahmsweise in der Rolle des Underdogs. Auch in diesem Jahr. Kann NBA Live 16 jedoch für die Zukunft den Konkurrenzkampf entfachen?

Auf den ersten Blick haben die Kreativköpfe aus dem Hause EA schon mal ganze Arbeit geleistet. Die Oberfläche, sprich Menüführung, wirkt hochwertig, gut zu bedienen und sieht top aus. Nach überragender Performance in Sachen Optik bin ich nun gespannt auf das Herzstück: Das Gameplay.

Auch hier kann man in Sachen Optik nichts sagen. Die Spieler sehen realitätsnah aus, und auch Stadionatmosphäre wird geschaffen. Das war’s dann aber leider auch schon. Das Spiel wirkt hölzern. Die Spieler bewegen sich unrealistisch, zu geradlinig.

Und das größte Manko: Man ist als Spieler unfassbar limitiert in seinen Möglichkeiten. Man muss die Optionen nutzen, die einem der CPU darbietet, kann wenig selber kreieren und ist limitiert. Zwar gibt es unterschiedliche Passvarianten und auch ein paar coole Dribble-Moves sind möglich, aber welcher echte Basketball-Fan gibt sich schon mit ein paar Spins und Crossovers zufrieden? Das ist zu wenig.

An der Steuerung gibt es nichts auszusetzen. Westbrook, LeBron und Co. lassen sich steuern, wie man es erwartet. Das ermöglicht einen leichten Einstieg ins Spiel, auch für Rookies.

In puncto Spielmodi fährt EA auch nicht die großen Geschütze auf und passt sich dem Klassenprimus von 2K weitestgehend an. Keine Überraschungen, aber genau die Varianten die man erwartet, wenn man sich zum Kauf eines NBA-Spiels entschließt.

Insgesamt hat EA SPORTS aber endlich mal wieder ein Spiel präsentiert, welches man guten Gewissens in die Regale der Elektrofachgeschäfte legen kann. Es ist eine einigermaßen runde Sache. Was die Optik angeht, ist es sogar sehr stark. Beim Gameplay muss man jedoch Abstriche machen.

Und wenn da die Jungs von 2K nicht wären, die jedes Jahr aufs Neue so amtlich abliefern, dass ich gar nicht lange überlegen muss, welches Spiel ich kaufe, würde ich sogar mal eine Saison in NBA Live 16 zocken und gucken, ob ich den orangenen Spalding besser bewegt bekomme, als in den ersten paar Testläufen.

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Calvin ist seit 2015 teil des Teams, schafft mehr als 20 Klimmzüge am Stück und verzweifelt jedes Wochenende aufs Neue an seinen Handball-Teamkollegen. Wenn er nicht im Dauerlauf das Treppenviertel auf und ab rattert, schreibt er leidenschaftlich gerne Reviews.

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