Mosh 36 – “Lucky No. 7”

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Rund sieben Monate nach seinem Albumdebüt meldet sich Mosh 36 mit „Lucky No.7“ zurück. Die EP stieg in der ersten Woche auf Platz 28 der Albumcharts und ist seit Ende August im Handel erhältlich.

Mosh kündigte bereits im Voraus an, dass sein neuester Streich ihm den Weg zurück zu den Wurzeln ebnen wird. „Boss-Hemd plus Sox-Cap umgedreht, unterwegs, bunker Haze-Knospen“ (aus „Jeder weiss“) – die Inspiration generiert der Berliner vorwiegend aus dem Straßenalltag. Wie gewohnt verbindet MO straighten Flow mit soliden Reimkombos; vor allem Fans der ersten Stunde werden „Lucky No.7“ zu schätzen wissen. Die zahlreichen Featuregäste Olexesh, Milonair, Silla, Kalaw und Hanybal sorgen für eine abwechslungsreiche Platte. Besonders die humoristische Darbietung Hanybals auf „Hells Kitchen“ zaubert dem Hörer ein Schmunzeln ins Gesicht. Auf musikalischer Ebene zeichnen sich die Klangbretter allesamt durch ihre Eingängigkeit aus („Irrenhaus Rap“). Dennoch findet sich vom beinharten Step-foward („Intro LN7“) bis zu melancholischen Biggie-Cuts auf „Wer ich bin“ eine breite Palette an verschiedenen emotionalen Ausrichtungen der Beats.

Laut Moshs eigener Aussage ist die EP ein kleines Dankeschön an die Fans für die 7. Platzierung der Charts von „Unikat“. Dies ist dem Kurzspieler gut gelungen, der den Rapper andererseits nach einem halben Jahr Abstinenz wieder ins Gespräch bringt, aber auch keine neuen Maßstäbe setzt.

 

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Seit 2014 Album-Kritiker an Bord der BACKSPIN, angeheuert als Reinkarnation Marcel Reich-Ranickis: „Ich kann nicht anders, ich muss einfach nörgeln“.
Hanfosan

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