Review: Madden 20 (PS4 & XBox One)

Auch in diesem Jahr wieder das Objekt der Begierde: die Vince LombardyTrophy. Schon vor Saisonstart in der NFL haben Konsolen-Freunde die Chance, die stärkste Football-Liga der Welt auf dem heimischen Sofa hautnah mitzuerleben. Die Macher von EA Sports haben sich auch für den diesjährigen Ableger einige Neuerungen einfallen lassen, um dem Spieler das Beste „Madden“ zu bieten, dass es je gab. 

Das Intro verspricht einiges: Im Startszenario werden wir nach Orlando gebeamt. Pro Bowl. AFC vs. NFC. Wir sind natürlich im Team unseres Cover-Boys Patrick Mahomes und tragen die Uniform der Roten. An Mahomes und den anderen Stars auf dem Rasen wird die größte In-Game-Neuerung des Spiels erklärt: „Superstar X-Factors“. Viele Teams haben ihn, die Anderen vermissen ihn – den Unterschiedsspieler. Den Spieler mit dem gewissen Etwas, dem X-Faktor eben. Das neue Feature ermöglicht einem elitären Kreis an Superstars, Dinge zu tun, die sonst niemand kann. Wenn man durch gute Aktionen in Folge beispielsweise Tom Brady im vierten Quarter heißlaufen lässt und er „in the Zone“ ist, ist eine Interception mit ihm nahezu ausgeschlossen. So kann jeder Spieler durch gutes Game noch mehr Erfolg haben und seine Stars noch effizienter einsetzen. 

Herzstück von „Madden 20“ ist aber auch in diesem Jahr der Story-Modus, der auf den Namen „Face of the Franchise: QB1“ hört und den Protagonisten auf dem Weg vom College auf die große NFL-Bühne begleitet. Dabei muss er mit Rückschlägen umgehen, wichtige Entscheidungen treffen und – wie es nunmal so ist – abliefern, um erfolgreich zu sein. Die Filmsequenzen sind sehr ansprechend gestaltet und muten sehr realistisch an. Auch wenn es zum Ende der Story teilweise etwas konstruiert und langatmig wirkt, macht es total Bock seinen jungen Schützling auf der Reise in den NFL-Olymp zu begleiten. 

Wer es klassischer mag, für den ist der Franchise Mode die beste Option. Man wählt das Team, für das sein Herz schlägt und zockt sich durch die Spielzeiten. Neu hierbei: man kann selbst Saisonziele definieren und ist nicht darauf angewiesen, welche Rolle das Team bisher spielte und vermutlich spielen wird oder soll. Je nachdem wie hoch man seine eigenen Messlatten legt, desto mehr XP gibt es für das Erreichen dieser Ziele.

Ein ebenfalls sehr beliebter Modus ist das Ultimate Team. Seit Jahren das Flaggschiff im FIFA-Kosmos, wird das Sammelkarten-Spiel auch bei „Madden“ mehr und mehr zum Aushängeschild. Karten ziehen, tauschen und alles mit dem Ziel, die bestmögliche Truppe auf den Rasen zu schicken. Das Ganze kombiniert mit kleinen Challenges und Aufgaben, die diesen Modi noch abwechslungsreicher machen. Langweilig wird es mit dem MUT also nie.

Völlig vernachlässigt wurde hingehen der klassische Saison-Modus, bei dem man mit dem bestehenden Kader seines Wunsch-Teams eine Saison zocken konnte, ohne Verträge für die Folgejahre umzuschichten oder Angst haben zu müssen, seine alteingesessenen Fans zu verärgern. Liebhaber dieser Spielvariante müssen in diesem Jahr mit dem Franchise Modus vorlieb nehmen.

Fazit PS 4

Insgesamt überzeugt „Madden 20″ wieder auf ganzer Linie. Man hat die Anpassungen vorgenommen die es braucht, um ein Spiel wie Madden nicht langweilig werden zu lassen, ohne zu versuchen, das Rad neu zu erfinden. Grafisch wurde einen Gang zurückgefahren, was dem Spiel sehr zu Gute kommt. Ansonsten arbeiten die Entwickler aus dem Hause EA SPORTS nach dem Motto „Never Change a Winning Team“ – warum auch nicht. 

 

Fazit XBox One

Ich kann mich meinen Vorschreiber Calvin nur anschließen. „Madden“ ist auch für die XBox One voll gelungen und macht viel Spaß. Ich habe auch keinen schwerwiegenden Kritikpunkt gefunden. Mir persönlich fehlt der Saisonmodus nicht so sehr, aber es ist natürlich verständlich wenn Fans dieser Variante ihm nachtrauern. Doch es gibt ja einige Alternativen. Die „Superstar X-Factors“ finde ich eine gelungene Neuerung die Spaß macht. Sie stellt die Stärken der Superstars heraus, aber verleiht ihnen jetzt auch keinen übermenschlichen Kräfte, die sie unbesiegbar machen. Dort wurde eine schöne Balance gefunden. Also wenn ihr Lust auf ein geiles Football Spiel habt, dann könnt ihr mit „Madden 20“ ,egal auf welcher Konsole,  eigentlich nix verkehrt machen.

 

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Ich hatte irre Visionen, während ich schlief: »Als wären nur noch Dope MCs im Radio aktiv!«. Hip-Hop ist wie Pizza, auch schlecht noch recht beliebt. Aber was auch immer ich anpranger' Ich bleib' doch nur Dein Handlanger, weil, ich lebe diesen Blödsinn und geh' darin auf wie Lötzinn! Du musst Hip-Hop lieben als wärst du immer nur Fan geblieben.

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