Review: „Hitman 2“ (PS4)

Eigentlich ist 42 ja die Antwort auf alles. Wenn es allerdings darum geht, dass man den einen oder anderen Gegner, Ex-Freund(in), Geschäftspartner o.ä., um sein Leben erleichtern möchte, dann ist 47 auf jeden Fall auch eine Option. Agent 47 um genauer zu sein, der Vorzeigekiller ohne Gedächtnis, der jedem mit allem umbringen kann und den ihr auch schon in Teil Eins verkörpern durftet. Nun meldet er sich mit „Hitman 2“ zurück und ihr dürft euch wieder nach Herzenslust verkleiden und die kreativsten Meuchelmöglichkeiten auslooten.

Story

„Hitman 2“ schließt nahtlos an die Geschichte vom ersten Teil an, nur dass ihr diesmal die Seiten wechselt. Habt ihr im Vorgänger noch Mitglieder der mächtigen Organisation Providence  zu einem Date mit Hades verholfen, so ist ein sehr ranghohes Mitglied eben dieser Organisation, deren sympathie- und moralwerte eher so zwischen Nestlé und Black Rock angesiedelt sind, diesmal euer Auftraggeber. Ihr sollt den sogenannten Schattenklienten ausfindig machen, der einen Krieg gegen Providence führt und ihn zu einer kleine Spritztour mit Charon überreden. Die Story ist durchaus spannend, wenn auch z.T. etwas unübersichtlich aufgrund diverser Wirrungen, Decknamen usw. Was schon ein größeres Manko darstellt ist die Präsentation. Denn es gibt keine animierten Sequenzen mehr zwischen den Level, sondern nur noch leicht bewegte Standbilder, die als Kind wohl in einen Topf voller Pathos gefallen sind.

Meinung

47 ist definitiv keine 42, aber es macht auf jeden Fall Spaß. Was die leicht hölzernen Animationen der Protagonisten angeht ist „Hitman 2“ jetzt nicht gerade up to date, aber, wie auch im ersten Teil, sind die ausufernden Welten mit ihren vielen Möglichkeiten, der Star des Spiels. Ihr bekommt eine Zielperson und fangt dann an herauszufinden wie man sie am Besten über den Jordan schickt. Ihr spioniert Plätze, Möglichkeiten, Verhalten usw. aus und schmiedet dann euren tödlichen Plan. Da es jedesmal unzählige Möglichkeiten gibt seinen Feinden einen Lebensabbruch zu offerieren, ist die Motivation alle Level mehrmals zu spielen schon sehr hoch. Auch weil die NPCs sich, je nach der gewählten Todesdarbringung, verschieden verhalten. Die Intelligenz der Gegner bzw. derer Wachen, Begleiter o.ä. lässt leider etwas zu wünschen übrig. Wenn es euch gelingt getarnt zu eurem Opfer vorzudringen, dann werden diese gerne Mal weggeschickt oder sind eher so semiaufmerksam. Einen Mehrspielermodus gibt es auch noch. Hierbei werden ihr und euer Gegner auf eine Zielperson angesetzt und wer ihn zuerst einen Termin beim Leichenbeschauer vermittelt gewinnt. „Hitman 2“ ist ein unterhaltsames Spiel, das für spaßigen Stunden sorgen kann. Der Mehspielermodus macht auch einen guten Eindruck. Alle die „Hitman 1“ schon mochten werden auf ihre Kosten kommen. Alle anderen, die Spaß am kreativen morden haben, können auch ruhig einen Blick riskieren.

 

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Ich hatte irre Visionen, während ich schlief: »Als wären nur noch Dope MCs im Radio aktiv!«. Hip-Hop ist wie Pizza, auch schlecht noch recht beliebt. Aber was auch immer ich anpranger' Ich bleib' doch nur Dein Handlanger, weil, ich lebe diesen Blödsinn und geh' darin auf wie Lötzinn! Du musst Hip-Hop lieben als wärst du immer nur Fan geblieben.

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