Review: „Gods Remastered“ (Xbox One)

Ich bin ja schon ein paar Tage dabei und würde mich durchaus als Spieleveteran bezeichnen. Seit dem C64 leiste ich meinen Dienst an Computern und Konsolen und hab dabei schon diverse Titel gespielt, sei es nun ausführlich oder auch nur Mal fünf Minuten. So um 1991 herum war ich eigentlich auch voll im Epizentrum der Spielewelt, das Problem war nur, dass ich halt ausschließlich den C64 und keinen Atari oder Amiga besaß. Hätte ich natürlich gerne gehabt, aber meine Eltern ließen sich da leider nicht überzeugen. Ein paar meiner Kumpels durften zwar Amigas ihr Eigen nennen, sogar den 2000, aber „Gods“ ist mir damals trotzdem nie unter die Finger gekommen. Warum ich euch diese semi-spannende Geschichte überhaupt an die Backe nagel?
Weil von eben besagten „Gods“ nun ein Remake oder Remaster erschienen ist. Das Ganze führt wieder unwillkürlich zu der Frage, wie viel Sinn machen solche Remakes/Remasters/Reboots, ob nun im Spielebereich oder auch bei Filmen, Serien etc. Ist es reine Geldmacherei, die Fortführung oder Wiederbelebung von Legenden,ein zum Scheitern verurteilter Versuch verklärt durch das nostalgische Auge welches die ruhmreichen Tage wiederzuholen gedenkt oder, oder, oder.
Es ist sicherlich schwer da einen Konsens zu finden oder die eine, große Wahrheit, denn im Endeffekt ist wahrscheinlich alles dabei. Es ist natürlich auch immer ein riesen Unterschied ob man das Original kennt, damit aufgewachsen ist und es heiß und innig geliebt hat, oder ob man nur die neue Version begutachtet. Bei „Gods“ gehe ich, wie gesagt, komplett ohne nostalgieverklärung ran und bin gespannt ob mich der Klassiker heutzutage auch ohne die, das war Mal DER Shit-Brille, in seinen Bann ziehen kann.

Story

Ist vorhanden, wenn auch in durchaus übersichtlicher Form. Euer namenloser Held wird von den Göttern beauftragt gestohlene Heiligtümer zurückzuholen. Schafft er dies, dann darf er sein Handtuch auf einen der Olympliegestühle ausbreiten und Gott für irgendwas werden, was halt noch frei ist, wie z.B. Gott der Mülltrennung oder Gott deiner Mudder.

Meinung

Man bekommt halt das was draufsteht, ein fast dreißig Jahre altes Spiel in neuer Grafik. Das kann man mögen, aber ohne Nostalgieeffekt oder einer Vorliebe für Retrogames, wird das wahrscheinlich eher nicht passieren. Ich fand es auf jeden Fall unterhaltsam. Ich kannte das Spiel ja, wie gesagt, nicht von früher, aber die Spielemechanik dafür um so besser. Ich habe mit Jump´n´Runs meine Spielerkarriere begonnen und die alten Klassiker haben sich damals halt genau so gespielt wie es „Gods“ jetzt auch noch tut. Dadurch kam für mich dann doch der, Ach weißt du noch früher-Effekt, dazu, aber das funktioniert halt nicht bei allen. Ein cooles Gimmick ist es auf jeden Fall das man jederzeit per Knopfdruck zwischen der alten und neuen Grafik hin- und herschalten kann. Aber ansonsten kann ich nicht behaupten das „Gods“ mich wirklich überzeugt hat. Es ist ein lustiger Spaß für zwischendurch, aber ob einem das die 20 Euro wert ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. 1991 war es ja ein tolles Spiel, Heute ist halt ein Spiel das 1991 super war und optisch aufgefrischt wurde.

 

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Ich hatte irre Visionen, während ich schlief: »Als wären nur noch Dope MCs im Radio aktiv!«. Hip-Hop ist wie Pizza, auch schlecht noch recht beliebt. Aber was auch immer ich anpranger' Ich bleib' doch nur Dein Handlanger, weil, ich lebe diesen Blödsinn und geh' darin auf wie Lötzinn! Du musst Hip-Hop lieben als wärst du immer nur Fan geblieben.

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