Review: EA SPORTS Rory McIlroy PGA TOUR

cover_pga tourZu aller erst: Ich war und bin immer noch ein riesen Fan der EA SPORTS: PGA-Tour-Serie auf Konsole und habe gerade den Ableger von 2010 mit großer Freude gespielt. Daher war die Erwartungshaltung dementsprechend hoch. Also – Spiel in die PlayStation4 und los geht’s!

Eingeleitet wird in das Spiel mit einem Tutorial bezüglich Steuerung und sonstigen Neuerungen der aktuellen Ablegers. Abgerundet wird das Einstiegsszenario mit einem Duell zwischen Coverheld Rory McIlroy und Martin Kaymer um die Krone bei den US Open. Gewinnt man dieses Spiel werden sämtliche Spielmodi freigeschaltet und es kann richtig losgehen. Insgesamt ein liebevoll gebasteltes Intro, jedoch sehr langatmig und für erfahrene Golfer nichts sonderlich Neues.

Spielerlebnis:
Im Vergleich zu den Vorgängern glänzt „Rory McIlroy PGA TOUR“ durch nahezu keine Warte- bzw. Ladezeiten. Kurse werden vor jeder Runde vollständig geladen und sobald der Putt versenkt ist, steht der Spieler auch schon bereit am nächsten Abschlag. Eine sehr angenehme Sache, da früher immer einige Zeit verstrichen ist, bis man das nächste Loch angreifen konnte. Laut den Entwicklern kann man durch diese Neuerung auf einer 18-Loch-Runde bis zu 15 Minuten sparen.
Des Weiteren wird es mehr und mehr zu einer reinen Simulation. Das fällt besonders auf, wenn man sich die Schwerpunkte ansieht, die sich die Macher gesetzt haben. Beispielsweise zu Beginn des „Tour-Modus“, bei dem man seinen eigenen Golfer erstellt und mit ihm den Kampf um die Weltspitze angeht. Früher war es möglich, sämtliche Dinge an seinem Charakter zu ändern, von Augenbrauen bis zur Länge des Bartes. Nun ist alles sehr viel vorgefertigter – feste Figuren bestehen und können ausgewählt werden, so ist es nicht mehr so gut möglich, ein ziemlich genaues Abbild von dem Spieler vor dem Fernseher zu erschaffen. Selbiges gilt, wenn man die Auswahl der Kurse und der Golfer genauer betrachtet: In beiden Kategorien wurde deutlich aussortiert und das verfügbare Sortiment verkleinert.
Allerdings: EA SPORTS möchte kontinuierlich neue Inhalte kostenlos zum Download bereit stellen. Wenn so nach und nach sämtliche Rubriken aufgefüllt werden, ist dies eine sehr sinnvolle Maßnahme, da Electronic Arts nicht meher jedes Jahr ein neues Spiel auf den Markt bringen will.
In Bezug auf Spielmodi hat man sich auf Basics bezogen. Mit der TOUR PRO-Karriere hat man einen absoluten Klassiker an Bord, mit täglichen und wöchentlichen Online-Turniere viel Berieb für Fans von Onlinegaming und mit der Night Club Challenge ein brandneues Spielerlebnis. Natürlich sind Grundlagen wie Stroke-Plays, etc. weiterhin vertreten und haben besonders im Multiplayer-Modus einen enorm hohen Fun-Faktor.

Grafik:pgatour
Was die Optik und das Design angeht, war die Golfsimulation schon lange ganz vorn mit dabei. Jedoch gibt es dieses Jahr auch einige Aspekte, die nicht so gut gelungen sind. Beispielsweise flimmert der Rasen bei Kamerafahrten zum Teil ziemlich und auch die Golfer sehen nicht so täuschend echt aus, wie man es gewohnt ist. Zumindest scheint es in diesem Bereich kaum Weiterentwicklung zum letzten Ableger gegeben zu haben. In Bezug auf grafische Umsetzung von Wasserhindernissen und Bunkern macht „Rory McIlroy PGA TOUR“ auch in diesem Jahr kaum jemand etwas vor.
Insgesamt fällt die Grafik nicht negativ auf, jedoch ist es im diesjährigen Ableger auch kein absoluter Leckerbissen.

Steuerung:
Bei der Handhabung haben sich die Macher von EA SPORTS vor allem auf Flexibilität konzentriert. Es gibt drei Grundsteuerungsarten: Der „Arcade-Stil“ ist für den Spieler, der noch nicht lange im Besitz seiner Platzreife ist und sich erst noch zurechfinden muss. Die Steuerung ist simpel und verzeiht einige unachtsamkeiten. Der „Classic-Stil“ ist dem alten Hasen vorbehalten, der die klassiche drei-Klick-Handhabung liebt und von dieser auch nicht abweichen möchte – insgesamt eher für Fortgeschrittene. Für die Profis gibt es den „Tour-Stil“ bei dem der Golfer völlig sich selbst überlassen ist und jeder kleiner Fehler direkt mit einem Schlag ins Rough oder in den nächsten Bunker bestraft wird. Jedoch wird bei dieser Einstellung die Komplexität des Spiels sehr deutlich und man merkt, welche Möglichkeiten dem Spieler geboten werden, wenn er jeden Regler selber einstellt. Wer gerne eine Misch-Variante auis den drei Möglichkeiten wählen möchte, kann dies tun, in dem er sich manuel eine Steuerung bastelt.
Alles in allem ist bei der Steuerung für jeden etwas dabei. Vom Pro bis zum Rookie findet jeder einen guten Einstieg ins Spiel und kann sofort losgolfen.

pgatour2Fazit:
Insgesamt eine gelungenes Simulation mit einigen Schwachstellen in Sachen Optik und Umfang. Was die spielerische Komponente angeht, kann sich „EA SPORTS: Rory McIlroy PGA TOUR“ durchaus sehen lassen.
Definitiv loben sollte man außerdem noch den Weg den EA SPORTS geht, in dem man versucht, über downloadbare Inhalte die Aktualität zu wahren, ohne jedes Jahr eine neue CD-Version in die Regale zu stellen. Wenn man sich noch ein wenig geduldet und diese kostenlosen Inhalte verfügbar sind, kann „EA SPORTS Rory McIlroy PGA TOUR“ zu einer sehr kompletten Golfsimulation werden.
Auch in Bezug auf die Steuerrung ist eine sehr positive Entwicklung zu erkennen. In vergangenen Tagen dauerte es lange, bis man den Schläger sicher schwingen konnte. Nun kann man die Steurrung einfach seinen Fähigkeiten anpassen und je nach Entwicklung der eigenen Skills, Hilfen abschalten und somit die Schwierigkeit erhöhen.

Eine Kaufempfehlung spreche ich hiermit aus. Kauft das Game und golft los. Viel Spaß!

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Calvin ist seit 2015 teil des Teams, schafft mehr als 20 Klimmzüge am Stück und verzweifelt jedes Wochenende aufs Neue an seinen Handball-Teamkollegen. Wenn er nicht im Dauerlauf das Treppenviertel auf und ab rattert, schreibt er leidenschaftlich gerne Reviews.

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