Recap: Wie der Beef mit Fler und Kollegah anfing

Das Kollegah und Fler nicht allzu gut aufeinander zu sprechen sind, dürfte mittlerweile ganz Deutschland mitbekommen haben. Der Ex-Aggro-Berliner und der selbsternannte Boss der Bosse befinden sich seit nun mehr über sieben Jahren im Dauerklinsch und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht. Erst letzes Wochenende kam es zu einem weiteren Höhepunkt in dem Beef der beiden Platz-1-Rapper, als Kollegah in Berlin, der Mutterstadt von Flizzy, im Rahmen seiner „Redlight Tour“ Halt machte. Wie der Tag ablief, könnt ihr hier lesen.

Heute will Fler mit seinem Blog „Felix Exposed“ zeigen, dass er im Recht und Kollegah „fake“ ist. „Fake“ geistert spätestens seit unserem „epischen Interview“ als geflügeltes Wort durch sämtliche Rap-Medien.

Grund genug die ganze Geschichte zu rekapitulieren: wie fing der Beef an, was ist seitdem passiert und wie könnte es weiter gehen?!

Begeben wir uns zurück ins Jahr 2009. Genauer gesagt zum 12.03.2009.

Bis jetzt ist es nicht offiziell, aber Aggro Berlin steht kurz vor der Schließung. Diese wird wenige Tage später, am 01.04.09, bekannt gegeben werden. Selfmade Records hingegen, dieser Zeit Labelheimat von Kollegah, Favorite, Casper und Shiml, stehen kurz vor der Veröffentlichung des zweiten Labelsamplers „Chronik II“. Mit dem Signing von Casper hat das Independent-Label einen großen Fang gemacht und vor allem eines: Hype! Auf diesem Hype soll weiter aufgebaut werden und noch vor der Veröffentlichung der ersten großen Single, „Mittelfinger hoch“, wird „Westdeutschlands Kings“ von Kolle, Fav und Farid Bang ausgekoppelt. Auf eben diesem Song geht es quasi nur um die lyrische Denunziation von Fler, Sido und Kitty Kat.

Eine Antwort lässt, in Form eines Gegentracks, nicht lange auf sich warten. Wenige Tage später erscheint „Früher wart ihr Fans“ von Fler, Kitty Kat und Silla, der sich damals noch Godsilla nennt. Daraufhin wiederum schreibt Kollegah „Fanpost“ an die drei Berliner und veröffentlicht diese eine Woche später als sieben Minuten langen Disstrack. Flizzy reagiert prompt mit „Schrei nach Liebe“ und lehnt sich damit an einen alten Die Ärzte-Hit an.

Gegenseitige Vorwürfe folgen einander. In Interviews ist der jeweils anderer oft Thema, es gibt Beef auf sämtlichen Social-Media-Profilen und Gerüchte aller Art. Mal geht es um den Photoshop-Bizeps von Kollegah, mal darum, dass Fler nicht die Eier besitzt vor die Tür zu kommen und und und.

2014 fahren Kollegah, Majoe und Farid Bang, im Zuge von dessen „Killa“-Promo zu Fler und warten vor dessen Haustür. Fler tut dieses später als Klingelstreich ab und es passiert, wie bis jetzt immer, nichts. Zwischenzeitlich soll es auch Telefonate der Streitparteien gegeben haben und irgendwie sah es zeitweise sogar so aus, als hätte man sich irgendwie vertragen und würde auf den Beef künftig verzichten. Fehlanzeige.

Auch musikalisch gehen alle Beteiligten, inklusive der jeweiligen Camps, seit 2009 immer wieder, mal mehr mal weniger, aufeinander los. Hier gibt es mal einen kompletten 16er, da ein bis zwei Lines für den jeweils anderen. Es gibt Anschuldigungen aller Art und wo genau die Wahrheit liegt, weiß mittlerweile keiner mehr so richtig – wahrscheinlich irgendwo dazwischen.

Auf jeden Fall hat wohl keiner dem anderen so sehr schaden können, dass es sich auf den Verdienst des jeweils anderen ausgewirkt hätte. Im Gegenteil hat der Beef immer wieder für Gesptächsstoff in Interviews, Präsenz in den Medien und Kontroverse gesorgt. Fler steht mit einem starken Output, seinem Maskulin-Camp, der Modemarke und seinem bald erscheinendem Album „Carlo Escobar“sehr gut dar und auch Kollegah, der in der Vergangenheit sämtliche Edelmetallauszeichnungen einheimsen konnte und ebenfalls Modemarke und Fitnessprogramm erfolgreich vertreibt, kann sich überhaupt nicht beschweren. Mit mit „Alpha Music Empire“ ist nun auch das eigene Label gegründet, über das Erst-Signing Seyed am 03.06. sein Debüt „Engel mit der AK“ veröffentlichen wird.

Heute will Fler Kollegah mit einem Beweis-Blog endgültig bloßstellen, ihm damit seine Realness absprechen und die eigene damit bestärken. Wie das ganze aussehen soll, sehen wir wohl später auf sämtlichen Social-Media und/oder Deutschrap-Kanälen. Dann geht es wohl heute noch in die nächste Runde…

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Hallo Deutschrap, ich bin ab jetzt fest bei BACKSPIN. Gewöhn dich an mein Gesicht - ich bin gekommen um zu bleiben.

2 Comments

  1. Pingback: Fler veröffentlicht "Felix Exposed Pt. 1" zu Kollegahs Besuch in Berlin

  2. T

    29. März 2016 at 12:53

    Alter, liest bei euch keiner korrektur? Grausam zu lesen.

    • Marius

      29. März 2016 at 15:56

      Dachte ich mir auch gerade… „darstehen“. Singing…

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