Fünf Songs von Nipsey Hussle, die man kennen sollte

Nipsey Hussle

LA Rapper Nipsey Hussle wurde Sonntag Nachmittag vor seinem Geschäft in Los Angeles angeschossen und verstarb wenig später im Krankenhaus. Der Rapper wurde gerade einmal 33 Jahre alt. Nipsey wurde vor allem durch seine Mixtapes und seinen starken Bezug zum Untergrund bekannt. Sein Debutalbum „Victory Lap“ erschien am 16. Februar 2018 und wurde im selben Jahr für ein Grammy in der Kategorie „Best Rap Album“ nominiert. Künstlerkollegen wie Dr. Dre, Drake und Diddy trauern um den Entrepreneur. Der Rapper hinterlässt seinen zweijährigen Sohn und seine Freundin Lauren London. 

Im Laufe seiner Karriere brachte Nipsey Hussle insgesamt zwölf Mixtapes und ein Album heraus. In Crenshaw, South Los Angeles verkaufte er sie aus seinem Kofferraum heraus an Passanten („If it’s whack throw it out the window.“) und legte Wert darauf, dass man als Künstler die Rechte an seiner Musik behält. Die „Bullets Ain’t Got No Name“– und „The Marathon“– Serie, mit jeweils zwei Nachfolgern, sind hier besonders hervorzuheben. Über sein Independent-Label All Money In (No Money Out) erschien das Mixtape „Crenshaw“, welches für 100$ pro CD verkauft wurde. In weniger als 24 Stunden schaffte er es 1.000 Exemplare zu verkaufen. Jay Z zählt zu den prominenten Käufern und erwarb 100 CDs. Als ein Künstler, der sich auch bei politischen Themen nicht zurückhielt, erreichte er zusätzlich Bekanntheit für seinen Track „FDT (F*ck Donald Trump)“ mit YG. Der Secret Service wollte das Erscheinen der Single verhindern, schaffte es allerdings nicht den Song zu verbieten und so wurde aus „FDT“ eines der wichtigsten Protestlieder gegen die damalige Kandidatur des heutigen US-Präsidenten.

Nipsey Hussle war in seiner Community als Hustler geschätzt und war der Inbegriff eines Home-Town-Heroes. In der Rapszene wurde er für sein Geschäftssinn respektiert. Wir haben für euch fünf Tracks von Nipsey Hussle zusammengestellt, die euch dabei helfen sollen, diesen Mann und seinen Spirit zu verstehen.

Forever on Some Fly Shit“ (2012)

„Its way more profit in these clothes so I give away this music and make double back in shows“ 

In „Forever on Some Fly Shit“ von „The Marathon Continues“ gibt Nipsey Hussle uns Einblicke in seine Gedankenwelt. Dabei präsentiert er uns das Geschäftsmodell, was heutzutage aus Rap nicht mehr wegzudenken ist: Verschenke deine Musik, dein Geld machst du eh mit Merch und Liveshows.

„Status Symbol“ feat. Buddy (2014)

„So I kicked the door down getting more now; N*gga need at least like 30 for the show now“

Status Symbol“ ist der Start einer Songreihe, die sich bis zu seinem Debutalbum „Victory Lap“ fortsetzte. In diesen Songs fasst Nip seine Erfolge zusammen und in welchem Mindstate er sich aktuell befindet.

„FDT (F*ck Donald Trump)“ feat. YG (2016)

„N*gga am I trippin‘? Let me know; I thought all that Donald Trump bullshit was a joke“

Für „FDT“ vereinten YG und Nipsey ihre Farben und zeigten was man erreichen kann, wenn man beschließt zusammenzuarbeiten. „FDT“ etablierte sich schnell zu dem Protestsong gegen die Kandidatur von Donald Trump und gilt auch nach seiner Wahl weiterhin als Sprachrohr der Minderheiten gegen die Regierung.

„Rap N*ggas“ (2017)

„I own all the rights to all my raps, n*gga“

Hussle zeigt nochmal, wohin das ganze Geld aus seiner Musik geht: nämlich zu Nipsey. „All Money In, No Money Out“ lautet das Motto.

„Last Time That I Checc’d“ feat. YG (2018)

„Aye Nip, I remember all that game you taught me; Don’t fuck around and get played by these label owners“ – YG

Nipsey wollte bei „Last Time That I Checc’d“ eine Hymne für die West Coast machen. In Anlehnung an Jeezys berühmte Line „Last time I checked I was the man on these streets“ tritt der Rapper gemeinsam mit YG für mehr Zusammenhalt in der Community auf.

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