Producer Spotlight: Hudson Mohawke (aus BACKSPIN #117)

Producer Spotlight: Hudson Mohawke

Favourite Break? Boah, das ist ja fast nicht zu beantworten! Ich sage einfach mal ganz unkreativ „Funky Drummer“. Könnte aber von Tag zu Tag wechseln…

Favourite current Hip-Hop Song? Müsste Kanyes „all day“ sein.

Favourite Song you wish you had produced? Müsste ebenfalls Kanyes „all day“ sein. (lacht)

Favourite Producer? Rick Rubin! Der Mann ist ein absolutes Idol, nicht nur für mich.

Hast du denn schon einmal die Chance bekommen, Rick Rubin dieses Lob von Angesicht zu Angesicht mitzuteilen?

Habe ich tatsächlich, ja! Es gab da eine ganz bestimmte Session in der Produktionsphase vom neuen Kanye-Album. Da waren wir in einer Villa auf Hawaii mit integriertem Studio eingemietet. Alles ziemlich fancy. Und neben Kanye, DJ Khaled und Konsorten war tatsächlich auch Rick Rubin mit am Start. Ich glaube, Kim war sogar auch dabei. (allgemeines Gelächter) Da ergab sich dann tatsächlich mal die Gelegenheit für mich, mit Mister Rubin gemeinsam im Studio zu sein und ein wenig zu plauschen. Trotz seiner echt ruhigen, freundlichen Art ist er einfach eine krasse Respektsperson und ein waschechter Boss! Wenn Rick Rubin etwas sagt, dann sind wirklich alle still und schreiben geistig mit. Der Typ kann einfach im Sessel zurückgelehnt etwas ganz leise nebenbei sagen, und trotzdem strahlt er dabei eine wahnsinnige Präsenz und Autorität und extrem viel Fachwissen aus. In der Anwesenheit von so einer Legende zu sein, war wirklich ein verrückter Moment für mich. Manchmal ist es wirklich krank, plötzlich mit den persönlichen Idolen abzuhängen und eventuell sogar arbeiten zu dürfen.

Genauso wie du deine persönlichen Idole triffst, bist du ja trotz deiner Bescheidenheit selbst ein Idol für eine ganze Armee von teilweise recht namhaften SoundCloud-Fricklern und Beat-Liebhabern. Gab es denn auch mal einen Moment in deiner Karriere, an dem einer deiner Helden plötzlich vor dir stand und dein Fan war?

Naja, die SoundCloud-Fraktion ist ja größtenteils etwa in meinem Alter und zählt eher zu meinem Freundeskreis, als dass man sich auf reiner Künstler-Ebene begegnet. Klar findet man sich da gegenseitig gut, aber das ist eher so ein Ding auf Augenhöhe. Aber außerhalb dieses Kreises gab es diese Momente tatsächlich schon. Teilweise sind sie sehr surreal. Mit Q-Tip zum Beispiel war das wirklich ein lustiges Erlebnis. Als ich ihn getroffen habe, habe ich mich ihm sehr kleinlaut vorgestellt: „Hi, ich bin Hudson Mohawke, was geht ab?“ Und er nur so: „Machst du Witze? Ich weiß doch, wer du bist: Hudmo!“ Und ich dachte nur so im stillen Kämmerlein: Du hast als kleiner Junge die Klassiker- Alben von diesem Mann und seiner Gruppe im Kinderzimmer gehört, und jetzt steht der vor dir und kennt sich mit deiner Musik aus. Irreal! Das war schon ein wirklich stolzer Moment für mich. Kann man kaum beschreiben.

 

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