Producer Spotlight: Adrian Younge (aus BACKSPIN Mag #113)

Adrian Younge

Alter: 35

Lebt in: Los Angeles
Produziert seit: 1998
Equipment: Fully equipped analog studio
Favorite Breaks: „It‘s Just Begun“ von Jimmy Castor Bunch
Favorite Hip-Hop-Song: Zu viele, um sie alle aufzuzählen, aber hier ein paar meiner absoluten Favoriten: „Make Your Mind Up“ von Souls Of Mischief, „Protect Ya Neck“ von Wu-Tang Clan.
Favorite Non-Hip-Hop-Song: „La La Means I Love You“ von The Delfonics
Favorite Hip-Hop-Producers: RZA, DJ Premier, Ali Shaheed Muhammed, A-Plus Favorite

NonHip-Hop-Producers: Thom Bell, Barry White
Aktuelle Produktionen: „12 Reasons To Die“ featuring Ghostface Killah, Adrian Younge Presents The Delfonics, „There is Only Now“ featuring Souls Of Mischief

Adrian, wie bist du zum Produzieren gekommen?
Ich habe 1996 mit dem Produzieren angefangen, nachdem mir meine Eltern eine MPC 2000 und eine Tascam Portastudio 8-Spur-Bandmaschine geschenkt hatten. Also musste ich mich auf die Suche nach Samples begeben, womit ich unweigerlich auch ein Plattensammler wurde. Ich beschäftigte mich also mit Platten und suchte nach den Samples, die die anderen, bekannteren Produzenten verwendeten. Diese Samplequellen inspirierten mich dann dazu, Instrumente spielen zu lernen und die Samples selbst nachzuspielen.

Deine Produktionen mit ihren klassischen B-Boy-Breaks sind ziemlich ungewöhnlich für die Westküste. Würdest du dem zustimmen?

Ich bin mir gar nicht mal so sicher, ob mein Stil von Haus aus ungewöhnlich für die Westküste ist. Ich würde eher behaupten, mein Stil ist auf internationaler Ebene ungewöhnlich. Die meisten der neueren und modernen Hip-Hop-Produktionen basieren doch entweder auf Computern, Samplern oder modernen elektronischen Instrumenten. Aber lange Rede, kurzer Sinn: Meine Art zu produzieren basiert schon ganz stark auf den klassischen B-Boy-Breaks. Dabei handelt es sich allerdings nicht nur um die Breaks welche von der Ostküste kamen. Ich sammle Platten von überall und beschäftige mich mit denen dann Stück für Stück sehr intensiv.

Du hast das Selene entwickelt, das auf einem Mellotron basiert. Dann hast du erwähnt, dass du die Musik von Air magst. Zusammengenommen sind das europäische Einflüsse. Was verbindest du mit Europa?

Mit Europa verbinden mich vor allem die europäischen, psychedelischen Filmmusiken der Jahre von 1968 bis etwa 1973. Ich liebe darüber hinaus die klassischen europäischen Kinoproduktionen. Beides zusammen bildet eine Art von Rahmen, eine Sichtweise auf die Kompositionen, welche ich herausbringen möchte.

 

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Razer

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