Palais der Kolchose: 25 Jahre Hip-Hop in Stuttgart

In Stuttgart feiert man seit dem 23. November in den nächsten drei Wochen das 25-Jährige Bestehen der Kolchose und Stuttgarts Status als „Mutterstadt“ des deutschen Hip-Hops. Was es damit auf sich hat und wieso Stuttgart so wichtig für die Entwicklung war, erfahrt ihr hier.

1992 gründeten Stuttgarter Hip-Hop-Kids im Jugendhaus Mitte die Kolchose, ein freies Künstlerkollektiv aus Rappern, B-Boys und Graffiti-Künstlern. Der Kolchose zugehörig sind unter anderem Max Herre (stellvertretend für Freundeskreis), Schowi und Ju (stellvertretend für Massive Töne), Afrob, die DJs 5ter TonDJ Emilio und DJ Friction. Seitdem zählt Stuttgart zu einer der deutschen Rap-Hauptstädte neben Frankfurt, Berlin oder Hamburg.

Über die Jahre entsprangen der Kolchose viele Projekte, Alben und Strukturen, die heute nicht mehr wegzudenken sind. Prominente Beispiele sind etwa Freundeskreis’ Klassiker „Quadratur des Kreises“ etwa oder „Kopfnicker“ von den Massiven Tönen. 1999 lieferten Afrob und Ferris MC mit „Reimemonster“ einen der größten Deutschraphits jemals.

Doch nicht nur musikalisch hatte die Kolchose großen Einfluss auf die Szene. Durch das 1996 gegründete 0711 Büro, aus dem letzten Endes die Firma 0711 Entertainment resultierte, agierten Stuttgarts Hip-Hopper der ersten Stunde auch im Hintergrund. 

0711 ist unter anderem für das „Hip-Hop Open“ verantwortlich, bei dem 2012 die gesamte Kolchose eine Reunion feierte. Das Festival bescherte seit 2000 dem deutschen Hip-Hop-Publikum regelmäßig große Auftritte nationaler und internationaler Topstars. 

Nicht nur die bereits genannten Veteranen, auch die aktuell gefragtesten Künstler stammen aus der Stadt im Kessel. Cro, Rin, Bausa, Shindy, Dardan und Nimo – sie alle kommen aus dem Stuttgarter Raum. Grund und Geschichtsstoff genug, die Hip-Hop-Geschichte der Stadt einmal aufzuarbeiten und zur Schau zu stellen. Genau das macht das Stadtmuseum Stuttgart seit dem 23. November bis zum 12. Dezember. Was euch dort erwartet, erfahrt ihr auf der nächsten Seite.

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