Die neuen Tracks von BSMG bis Bonez MC. Der News Überblick am Freitag

news überblick 02 august

5. Prinz Pi – „Nichts war umsonst

Im Gegensatz zu Wiz Khalifa kann man sich aktuell nicht über mangelnden Output Prinz Pis beklagen. Das Video zu „Hellrot“ mit Sänger-Kollegen Bosse ist gerade erst zwei Tage alt, schon ziert des Herren Kautz Song-Bibliothek bereits ein neues Exemplar. Der Titeltrack aus seinem kommenden Album „Nichts war umsonst“ kommt mit ikonischem Bläser-Sample-Beat und gewohnt poppiger Hook. Wie so häufig thematisiert der Berliner sein Außenseitertum und solidarisiert sich mit Ebenjenen. Denn: Prinz Pis Rebellentum hat nun einen Grund. Das Album „Nichts war umsonst“ erscheint am 3. November. 

6. Jay-Z – „Moonlight“ (Prod. No I.D.)

Munter weiter geht es auch bei Jay-Z. Fleißig werkelt der New Yorker Rap-Mogul am Gesamtkunstwerk „4:44″. Das sechste Video aus gerade mal zehn Album Tracks bekommt „Moonlight„. Nach seinem Vater auf „Adnis“ und seiner Beziehung zu Beyonce in Titeltrack „4:44“ nimmt sich Jay-Z nun die gesamte westliche Medienwelt vor. Wie bereits der Song thematisiert das Video die Ungerechtigkeiten in Hollywood. Dazu geht es im Video ganz schön weit in die Meta-Ebenen. Zunächst ist auf den fast acht Minuten Film eine Nachstellung der legendären amerikanischen Sitcom „Friends“ zu sehen. Die Szene wird mit Originalkulisse, -Schnitten und -Dialogen von schwarzen Schauspielern nachgespielt. Diese noch recht flache Kritik wird dann durch ein Handyklingeln unterbrochen und in einem Off-Set-Dialog ausserhalb der Szene als Müll dargestellt. Niemand wolle so eine Serie mit schwarzen Schauspielern sehen. Die Szene geht weiter und eine neue Ebene öffnet sich: Der Hauptdarsteller verlässt das Set und gelangt in einen Garten mit Vollmond-Kulisse. Woran diese erinnert? Ganz genau: An das Titelbild von „La La Land„. An die Diskussion und den Eklat zwischen diesem, sehr weißen Film und dem afroamerikanischen Sklaven-Drama „Moonlight“ bei den diesjährigen Oscars braucht man wohl nicht mehr erinnern. 

7. Bonez MC – „Glaub mir“ (Prod. Raf Camora)

Bonez MC, ebenfalls Mitglied der Output-Höher-als-Neymars-Ablöse-Franktion, hat auch noch eine neue Nummer für uns. „Glaub mir“ heißt der Song, der quasi über Nacht auf dem YouTube-Kanal der 187 Straßenbande landete. Auf einem zuckersüßen Afrotrap-Brett von Kumpel Raf erzählt Bonez eine eher ungewöhnliche Geschichte für das neue Leben des Straßenrap-Chefs. Der Dancehall-MC will über sein privates Facebook-Profil mit Tupac-Profilbild einer Anhängerin seine Liebe gestehen. Diese nimmt dem 187er seine Identität leider nicht ab und blockiert Bonez kurzerhand. Auf interessante Weise funktioniert so ein balladenähnlicher Song von Bonez MC sehr gut. Seien wir gespannt ob noch mehr in die Richtung folgt. 

8. 1UP – „Wholecar – Rope Escape

Um etwas Abwechslung in diese die Musik in den Mittelpunkt stellende Berichterstattung über Hip-Hop zu bringen, kommt hier nun das neue Video der Berliner Graffiti-Legenden 1UP. Zum Start ihrer vor Kurzem auf Instagram angekündigten „1UP Online Series 2017“ haut die mittlerweile weltweit agierende Crew direkt ein fettes Ausrufezeichen raus. Auf einem Berliner Bahnsteig malen sie unter Einsatz von Türsperren schnell mal ein Wholecar. Danach geht es logischerweise nicht über die normalen Aufgänge oder die Bahn zurück nach Hause. Stattdessen wird sich spiderman-ähnlich von einer Brücke abgeseilt. Das I-Tüfelchen setzt schließlich die überaus fette Dronen-Aufnahme des bemalten Zuges auf Berlins bekannter Oberbaumbrücke, welche die Stadtteile Kreuzberg und Friedrichshain verbindet. 

9. Capital Bra feat. Raf Camora und Joshi Mizu – „Olé Olé“ (Prod. The Cratez)

Nach diesem kurzen Ausriss in die Grafitti-Welt Berlins, geht es weiter mit einem Rapper, der ebenfalls am Spreeufer angesiedelt ist. Capital Bra gibt einen weiteren Song von seinem kommenden Album „Blyat“ zum Besten. „Olé Olé“ kommt mit Raf Camora und Joshi Mizu Featureparts sowie Beat von The Cratez daher. Wie auch schon bei den bisherigen Einblicken in das neue Album des in Russland geborenen MC, merkt man deutlich den Einfluss aus französischen Afrotrap-Rhythmen, der aktuell wie eine lila Wolke über der hiesigen Raplandschaft hängt. Seine Wurzeln im Battlerap scheint der Bratan allerdings nicht vergessen zu haben. Das Album „Blyat“ erscheint am 29. September. 

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Das Wu-Tang-Pizza-Tattoo auf seinem linken Oberschenkel beschreibt ganz gut seinen Charakter.

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