Musik: Raekwon (aus BACKSPIN Mag #117)

Der Ansatz zeigt sich schon in der Auswahl deiner Feature-Gäste. Du hast alte Weggefährten wie Ghostface Killah und Busta Rhymes drauf. Gleichzeitig sind mit French Montana und 2 Chainz Rapper der New School vertreten …

Genau darum ging es mir. „F.I.L.A.“ ist ein Meisterwerk in meiner Diskografie und ich glaube, die Fans werden das ähnlich sehen. Denn einerseits bin ich mir selbst treu geblieben, gleichzeitig habe ich mich aber zu einem Künstler gewandelt, der verschiedene Stile beherrscht. Und durch die Kontakte, die ich mir über all die Zeit aufgebaut habe, bin ich in der Lage, mit vielen coolen MCs zu rappen.

Mit welchen Musikern würdest du gerne ins Studio gehen?

Es gibt viele Produzenten, mit denen ich gerne Projekte starten möchte. Wenn ich an die krassesten Produzenten zurzeit denke, dann muss ich weltweit schauen. Denn auf der ganzen Welt gibt es junge Talente, die neue Dinge ausprobieren, vor allem in Großbritannien. Ich versuche, in Zukunft noch mehr mit Newcomern zu machen und ihnen eine Plattform zu geben. Mal sehen, was da so geht. Im Moment habe ich aber ein sehr gutes Team um mich.

Was hältst du von Rappern wie Joey Badass oder Action Bronson, die den klassischen New-York- Sound zurückbringen?

Ich denke, es ist so ähnlich wie bei mir damals. Ich habe ja anfangs gesagt, dass Slick Rick und Rakim die Vorväter waren, zu denen ich aufgeschaut habe. Genauso hat die neue Rap-Generation den Wu-Tang Clan studiert. Es ist ein Trend, der sich wiederholt. Die Jungs können sich damit identifizieren und versuchen, es auf ihre Weise noch besser zu machen. Sie haben erkannt, dass es nicht darum geht, wer am meisten Geld macht. Die Skills sind das Entscheidende.

„F.I.L.A.“ kam am 27. April raus. Wie geht es jetzt weiter, hast du schon Pläne? Vielleicht ein Kollabo-Album mit Ghostface?

Ghostface und ich haben schon darüber gesprochen. Wir planen den dritten Teil von „Cuban Linx“. Aktuell arbeite ich aber gerade an „The Purple Tape Files“, einer Dokumentation über meinen Klassiker „Only Built 4 Cuban Linx…“. Ich erkläre, wie das Album entstanden ist und was zu der Zeit in mir vorging. Es gab damals einige Kontroversen um die Platte. Anlässlich des

20-jährigen Jubiläums will ich den Leuten meinen Werdegang erklären. Das Projekt steckt noch in den Kinderschuhen, aber mein Team und ich arbeiten hart daran, dass es noch dieses Jahr erscheint. Es kostet eine Menge Arbeit, Zeit und Geld. Daher haben wir eine Crowdfunding-Seite eingerichtet. Fans können sich so daran beteiligen und direkt mit mir in Kontakt treten.

Interview: René Gröger

 

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