Music: Prinz Pi (aus der BACKSPIN MAG #111)

Mit dem Anfang letzten Jahres erschienenen Album „Rebell ohne Grund“ zeigte Prinz Pi eine Veränderung respektive Erweiterung seines Schaffens. In diesem Frühjahr folgt mit „Kompass ohne Norden“ seine nächste LP.

Fragt man Prinz Pi nach dem thematischen Schwerpunkt seines neuen Albums, bekommt man eine klare Antwort: „Es wird von Ziellosigkeit handeln“, verrät er. „Kompass ohne Norden“ beschreibe die Situation vieler Leute der jüngeren Generationen, erklärt er weiter. Die Nadel eines Kompass’ zeigt stets nach oben und bietet seinem Nutzer so Orientierung. „Ich habe das Gefühl, dass diese Nadel bei mir und bei vielen Anderen heutzutage defekt ist“, sagt Pi. Viele brechen die alten Muster auf und haben nun unendlich viele Möglichkeiten. In dieser Welt voller offener Türen könne man aber auch schnell mal die Orientierung verlieren, meint der Berliner.

Die Arbeiten zum Album laufen seit über zwei Jahren. Die Marschrichtung vom Vorgänger „Rebell ohne Grund“ wird also erhalten bleiben. „Es wird wie „Rebell ohne Grund“, nur drei Mal besser!“, frohlockt Pi selbst.

Inspirationsquelle seiner Texte sei nichts als sein eigenes Leben. Prägende Ereignisse und Erfahrungen wie die Geburt seiner Tochter verarbeitet Pi in seiner Musik. Von der musikalischen Umsetzung her wird es eine große Bandbreite geben: Synthesizer kamen genau so zum Einsatz wie diverse Instrumente, es wird Tracks mit 90s-Flavor geben, aber auch Songs, die aufs Minimum reduziert sind. Damit, der LP eine musikalische Überschrift zu geben, tut sich Pi dann auch schwer. „Man sollte das nicht immer so theoretisieren“, sagt er. Seinen Anspruch an das neue Album freilich hat er hoch gehängt: „Es sollte dieses Mal besonders gut klingen“, verrät er.

Während des Produktionsprozesses hatte der Berliner mit seinem Team einige Täler zu durchqueren. Im Studio gab es einen größeren Wasserschaden, so dass es neu aufgebaut werden musste, Daten mussten gerettet oder neu erstellt werden. Umso mehr erfreute er sich, als er merkte, wie die Produktion allmählich so wird, wie er sie sich vorgestellt hat. Schließlich geht es Pi hierbei primär darum, sich zu beweisen, dass er noch besser sein kann als beim Album davor. Ob ihm das gelungen ist, kann dann am 29. März jeder für sich entscheiden.

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