Michal Mekal Bronk: „Es geht uns nicht um Quantität, sondern um Qualität.“

Punkt 17 Uhr am 14. Oktober werden die Türen zum Hip-Hop Festival 3Miasto 2017 geöffnet. Die diesjährige Veranstaltung ist bereits ausverkauft. Die Veranstalter arbeiten noch bis morgen daran, alles bis ins kleinste Detail zu planen, damit jeder Besucher vollkommen zufrieden ist. Ab morgen steht Gdańsk einen kompletten Tag für Hip-Hop. Wir haben mit Veranstalter Michal Mekal Bronk über die Besonderheiten des Festivals und das herausragende Line-up gesprochen.

Die Hohe 5 mit Michal Bronk. 

Tickets bekommt ihr hier. 

17:00 Rap Videos In Years by DJ Serio?
18:00 Gedziula
18:40 Sitek
19:30 Bisz (B.O.K)
20:30 Dwa Sławy
21:30 JWP
22:30 KęKę Radom
23:30 TEDE
00:30 Quebonafide
01:30 After DJ Ike

Worin unterscheidet sich das Hip-Hop Festival 3miasto von anderen Festivals?
Unser Line-up besteht ausschließlich aus Künstlern, die Musik mit hoher Qualität machen. Mittelmäßige Künstler gibt es bei uns nicht. Die acht Artists auf dem Line-up sind gut genug, um das gesamte Festival über für gute Shows zu sorgen. Es geht uns nicht um die Quantität, sondern um die Qualität. 

Worauf legt ihr euren Fokus beim Auswählen der Acts?
Neben dem aktuellen Hype um Künstler, achten wir sehr auf Qualität und Individualität. Wir versuchen sowohl Olschool-Acts, als auch Newschool-Künstler auf des Line-up zu packen. Es gibt auch immer einen Artist, der mit Live-Band auftritt.

Wie würdest du die polnische Hip-Hop Szene beschreiben?
Die Szene befindet sich in einem ständigen Wandel. Es gibt hier viele qualitativ hochwertige Künstler, vor allem was die Produktionen anbelangt. Ein Künstler wie Quebonafide hat das Potential, um auf großen europäischen Festivals zu performen und das in seiner Muttersprache. Ich denke, er wird bald ein großer Name in der Szene sein. Man unterschätzt polnische Künstler häufig und hält sie unter dem Radar. Dabei sind es Künstler wie Quebonafide, PlanBe, Paluch, Kurban und Gedz definitiv wert, ausgecheckt zu werden.

Worin unterscheidet sich die deutsche Rapszene von der polnischen?
Da gibt es mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Vor allem die Sprachbarriere erschwert es uns, in der Mainstream-Rapszene zu existieren. Heutzutage wird der Klang aber immer wichtiger und die Texte rücken häufig in den Hintergrund. Der Hauptunterschied zwischen der polnischen und der deutschen Szene ist das Geld. Wir buchen viele ausländische Rapper für Shows in Polen und sehen große Unterschiede, was die Gagen angeht. Auch was Verkaufszahlen angeht, gibt es große Differenzen. Wenn es einzig und alleine um die Musik geht, haben wir ähnliche Vibes. Viele Leute in Polen feiern Künstler wie Ufo361, Bonez MC, Azet, Samy Deluxe und Sido.

Warum würdest du dazu raten, das 3miasto-Festival zu besuchen?
Einfach weil die Atmosphäre und das Line-up unfassbar sind.

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