Kollegah – „Hardcore“

Hardcore

Kollegah präsentiert mit „Hardcore“ die zweite Videoauskopplung aus seinem kommenden Album „Imperator“ und knüpft dabei nahtlos an die erste Single „Nero“ an. Während der ehemalige Selfmade Records-Artist sich auf „Nero“ noch mit dem letzten Kaiser der julisch-claudischen Dynastie des alten Roms vergleicht, der wie kaum ein anderer jener Zeit für Größenwahn und brutale Willkür, zugleich aber als Volksliebling heraussticht, wählt Kolle den Begriff des Imperators auf der aktuellen Single, um seine metaphorische Position im Rap-Business zu demonstrieren.

„Imperator, Diktator – fick’ das Game hardcore.
Mach’ die Szene zum Tatort, ich bin hardcore, ich rapp’ hardcore.“ 

Das Video, welches im gleichen schwarz-weiß und historisch angelehnten Stil des Vorgängers gehalten ist, zeigt Kollegah als erhabenen Imperator. Nicht nur durch seine Platzierung auf einem Felsvorsprung steht er über den versklavten Männer, sondern auch durch seine hierarchische Position. Sklaverei, die auch im Römischen Reich von Willkür und Brutalität gezeichnet war, wird hier schemenhaft dargestellt, indem attraktive, bewaffnete Frauen die Menschen im Zaun halten. In dem Bildmaterial tauchen vermehrt Elemente auf, die an die Symbolik faschistischen Kults angelehnt sind, wie die Banner, die von dem Buchstaben „K“ geziert werden. Jener Diktatoren-Kult des 20. Jahrhunderts, der angesichts einiger Elemente zurecht präsent sein mag,  wurde zum Großteil aus dem Kult um die jeweiligen Oberhäupter im alten Rom geschöpft und modifiziert.

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Meine Mehr- oder Wenigkeit heißt Anna. Ich bin hier, um straight aus dem Gangstarap-Richterstuhl mein Urteil fällen zu können.
Razer

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