Kollegah kontert Antisemitismusvorwürfe mit einem offenen Brief

Antisemitismus

Momentan liegen seitens des Zentralrats der Juden in Deutschland Vorwürfe des Antisemitismus, der Homophobie und der Frauenfeindlichkeit gegen Kollegah vor. Der Anlass des Hessentags löste die Aufruhr aus, denn der Zentralrat und weitere jüdische Organisationen wollen Kollegahs Auftritt an diesem Tag verboten haben. Als Begründung für diese Forderung wurden in einem offenen Brief an die Stadt Rüsselsheim Song-Zitate des Rappers aufgezählt, die angeblich belegen, dass Kollegah ein Antisemit, Homophobiker und Frauenfeind sei.

„Ich leih‘ dir Geld, doch nie ohne ’nen jüdischen Zinssatz mit Zündsatz“.

Anzumerken ist hier, dass diese Line nicht ein mal von Kollegah selbst, sondern von seinem Featuregast Favorite stammt. Man wolle Kollegah dafür keine Bühne bieten, erst recht nicht auf dem Landesfest, bei dem verschiedene Regionen Hessens repräsentiert werden sollen. Neben Kollegah sollen außerdem noch Farid Bang, Eko Fresh und Azad auftreten. Kolle nimmt, ebenfalls in einem offenen Brief, Stellung zur den Vorwürfen. Er bezeichnet den Vorwurf des Antisemitismus als „aus der Luft gegriffen und haltlos“ und kontert mit einem Zitat aus einem seiner aktuelleren Songs:

„Wir sind Brüder, wir sind Schwestern, Nachkommen von Adam. Ganz egal ob wir nun Jahwe, Gott oder Allah sagen“.

Kollegah legt offen, dass er sogar angeboten habe „eine gemeinsame wohltätige Aktion speziell für hilfsbedürftige Juden zu starten, um zusammen für unsere Jugend ein echtes Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen“. Er reicht die Hand und lädt „zu einer öffentlichen Diskussionsrunde über das Thema im Sinne eines interkulturellen Austauschs ein.“

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Wenn ich meine Kopfhörer aufhabe und Hip-Hop höre, stör mich lieber nicht. Ansonsten bin ich ganz nett.

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