Jakarta Records präsentiert: JuJu Rogers „The Life of a Good-for-Nothing“ (Review)

Julian aka JuJu Rogers ist ein junger Wahlberliner und Hip-Hop Künstler. Sein Debütalbum „The Life of a Good-for-Nothing“ erschien am 03.Juli über Jakarta Records – ein kleines, deutsches Indie-Label das sich auf Hip-Hop mit Soul & Jazz-Einflüssen konzentriert.

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Der Sohn eines amerikanischen GI aus New Orleans und einer deutschen Mutter mit österreichischen Wurzeln ist im Süden Deutschlands zweisprachig aufgewachsen – Schweinfurt represent. Als binationales Kind zwischen zwei Kulturen aufzuwachsen bringt sowohl Probleme als auch Chancen mit sich – Juju rappt auf englisch und nimmt uns in seinen Videos abwechselnd in die deutsche U-Bahn oder zum amerikanischen BBQ mit. Das hhv-mag findet, dass dem Album eine „häusliche Ruhe“ innewohnt „die mit detailverliebten Nerd-Hints wie Polizeisirenen-Samples aus GTA oder Querverweisen zu amerikanischen Rap-Klassikern schon nach dem ersten Hördurchgang zu einem Liebhaberkunststück mutiert.“

Früh kramte sich Juju bereits durch die Plattensammlung seines Vaters, nahm später Trompetenunterricht und mit dem Teenie-Alter kam dann auch das Interesse an Hip Hop dazu. Mit 14 entdeckte er seinen eigenen Stil was Musikgeschmack, Gesang und Rap angeht. Ein kurzer Ausflug an die Uni Bamberg endete dann mit einem Umzug nach Berlin wo der Plan Musik zu machen dann Gestalt annahm. Juju traf dort Musikproduzent Figub Brazlevic und Rapper Teknikal Development – wenig später gab’s dann bereits die gemeinsame Hip-Hop Band Man Of Boom.

Observieren und dann produzieren – so ließe sich das Album „The Life of a Good-for-Nothing“ beschreiben. Der Titel ist angelehnt an die Novelle von Joseph von Eichendorff („Aus dem Leben eines Taugenichts“)  aus dem Jahre 1826. Ein Taugenichts wird dort von seinem Vater eines Tages in die weite Welt geschickt, um etwas aus sich zu machen und um sich im „Spiel des Lebens“ zu beweisen. Juju fühlt sich laut eigener Aussage wie der Protagonist des Buches – und sieht in seinem Album Parallelen.

„The album accompanies a young musician who leaves or has to leave his parents house to go and make a living for himself. He is called a dreamer, naive and attributes of that kind but in the end everything works out fine…he travels the world, meets wonderful people and is able to live his dream in the end.“

Juju beobachtet seine Umgebung und lässt den Hörer an eben diesen Beobachtungen und Rückschlüssen teilhaben. Die smoothe und unaufgeregte Produktion des Albums haben beispielsweise Twit One, Tufu, JuSoul und Knowsum übernommen. Feature-Gäste sind Soulsänger Mic Donet aus Bayern, Kidsoul aus Delaware und Oddisee aus Maryland.

Auf „Do It For“ fragt er „can somebody tell me what the hell I do it for/cause‘ I need to know“.

Tracklist

1. Introduction (prod. Twit One)
2. Willy Suxx (prod. Freddy Bracker)
3. Act I
4. The Story Of Warren (prod. JuSoul)
5. Officer (prod. Tufu)
6. Dreams feat. Oddisee (prod. JuSoul)
7. Hungry (prod. Bluestaeb)
8. Act II
9. Rapsuperstar feat. Kidsoul (prod. JuSoul)
10. Do It For (prod. Knowsum)
11. Monkey (prod. JuSoul)
12. FTLOAGN (prod. Tufu)
13. Act III
14. Long Way feat. Mic Donet (prod. Kurdish Jackson)

 

Bestellen und streamen könnt ihr das ganze über die Bandcamp Seite von Jakarta Records.

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