Blassfuchs: „Wir sind irgendwie Punk, irgendwie Techno und ein bisschen Goldchain.“

Wie kann man sich gegen Genre-Schubladen wehren? Man greift einfach in alle dieser Schubladen hinein und wirft zusammen was da hängen bleibt. Ungefähr so lässt sich wohl der Sound von Blassfuchs, das sind Dennis, Janis, Julian und Nikolai, beschreiben. Kurz nach ihrer Gründung 2014 angetreten um mit der ersten EP den „Soundtrack of your Dorfjugend“ zu liefern, hat sich mittlerweile einiges bei den vier Jungs aus NRW getan. Für die Produktion der zweiten Platte treibt es sie nach Berlin, die fluffigen Indie-Gitarren weichen eiskalten Trap-Drums, Post-Rock Flächen, Sprechgesang und einer inneren Ziellosigkeit. Vor knapp einer Woche erschien die neue EP schließlich unter dem Titel „Zwischen Rausch und Gift“, ebenso, wie die erste Hälfte ihres gleichnamigen Films. In einem der Videos soll auf bedrückende Weise auf sexuellen Missbrauch aufmerksam gemacht werden. Und in der Summe seiner Teile Grund genug, die vier Jungs zu bitten,  sich vorzustellen. 

 

Hi, our Name is… Blassfuchs!

 

This is where we from…

In jedem Fall kommen wir aus Nordrheinwestfalen. Die eigentliche Herkunft jedoch dürfte ein kleines Kaff namens Brockhausen sein. Auf Grund extremen Proberaummangels in unseren Dörfern mussten wir ausweichen, sodass die Gruppe dort mehr oder weniger geboren wurde. Mittlerweile proben wir aber wegen Studium & co in Paderborn und produzieren in Dortmund.

We know our roots…

Gegründet haben wir uns im Kinderzimmer von Dennis, so ungefähr Anfang 2014. Ein Jahr später durften wir dann unsere erste EP releasen. Sie nannte sich ‚Schwarz Sehen‘ und war gar nicht mal so geil. Nachdem wir aber wieder etwa ein Jahr später den Produzenten Simon Wangemann kennenlernten, wussten wir, was mit Blassfuchs möglich sein kann. Jetzt, im Februar 2018 erscheinen genau diese Songs, die wir gemeinsam mit Simon geschrieben und produziert haben. Die EP heißt: „Zwischen Rausch und Gift“.

You know our steez…

Inspiration war für uns immer ein schwieriges Thema, da wir alle aus so vielen verschiedenen Bereichen der Musik kommen. Das reicht von Kanye West’s „Yeezus“, über die Local Natives, bis hin zu Caspian. Das spiegelt sich vor allem auf unserer neuen EP wieder, auf der wir versucht haben, viele Einflüsse zu kombinieren.

 

That’s our motherf****** name…

Safe unsere Lieblingsfrage. Wir würden an dieser Stelle gerne eine total deepe Story erzählen, wie es zu dem Namen kam. Leider aber bloß so: wir sind irgendwie mit unseren Herzen im ‚Indie von 2006‘ hängen geblieben und wollten irgendwas mit Tieren machen. Blassfuchs war dann recht einprägsam, sodass wir uns dafür entschieden haben.

Turn our music on…

Wie eben schon angerissen, versuchen wir viele Elemente zu vereinen, die man auf den ersten Blick gar nicht vereinen würde. Als wir im Studio waren im Jahr 2016, hatten wir auf der Flipchart irgendwie sowas stehen wie: Limp Bizkit x Asap Rocky x Caspian, oder so. So wollten wir klingen. Dass sich das jetzt etwas verschoben hat, ist ganz normal. Aber es war immer unser Anpruch, irgendwas zu machen, das es so noch nicht gibt – auch wenn es nur eine ganz kleine Nische ist.

Yo see the difference…

Es wird ein Mix aus allem sein. Die Musik (Trap meets Post-Rock), die ehrlichen und authentischen Texte mit Wiedererkennungswert, unser Zusammenhalt, der einer Patchworkfamilie gleicht. Aber allen voran die Attitüde – irgendwie Punk. Irgendwie Techno und ein bisschen Goldchain. Hauptsache wasted youth.

 

Our brand new EP…

Wir haben die letzten Jahre immer darauf gewartet, dass Künstler sowas wie das erwachsenwerden, die Quarterlifecrisis, thematisieren. Was es heißt sich selbst zu finden und was es bedeutet zu fallen.Was bringt überhaupt noch ein kreatives Studium? Wie zahle ich meine Miete? Und bitte nicht Mama und Papa enttäuschen. Viele wollten uns da etwas erklären, was uns nicht zufriedengestellt hat. Dann haben wir angefangen darüber zu reden, einfach auch weil wir mitten drin stehen und genau wissen wovon wir reden.

We know what we want…

In erster Linie wollen wir gehört werden. Denn wenn das passiert, sind wir überzeugt, dass der Weg noch lange nicht zu Ende ist. Wir sind ja irgendwie eine Band, die noch in den Kinderschuhen steckt. Wir haben also keine Panik und freuen uns jetzt erstmal über den Release unserer zweiten EP. Das hat erstmal Priorität. Alles andere gehen wir entspannt an und denken von Schritt zu Schritt.

Look into the future…

Nachdem nun die ersten beiden Videos unseres Kurzfilms „Zwischen Rausch und Gift“ erschienen sind, wird die Serie natürlich in den nächsten Monaten fortgesetzt. Darauf freuen wir uns. Sonst schreiben wir wieder viel an neuen Songs und produzieren fleissig an einer dritten Veröffentlichung, die zumindest zum Sommer hin fertig sein soll. No rest und stay tuned!

 

Blassfuchs – „Zwischen Rausch und Gift“ kaufen

 

 

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Yannick ist seit August 2015 Teil der BACKSPIN-Redaktion. Er kümmert sich um alles was mit Reviews und Kritik zu tun hat und studiert nebenbei noch Populäre Musik. Für Hip-Hop verzichtet er also auch mal auf seinen Schlaf - 'cause sleep is the cousin of death.

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