#Waterisahumanright: Hohe Fünf mit Michael Fritz und Sync Floyd

Die Non-Profit-Organisation Viva con Agua de St. Pauli e.V. setzt sich bereits seit ihrer Gründung 2006 für einen weltweiten Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitärer Grundversorgung ein. Unter dem Motto #WaterIsAHumanRight werben sie mit der Unterstützung von Artists auf der ganzen Welt für ihre Spendekampagnen. In letzter Zeit waren das unter anderem Billie Eilish, Ina Müller und Clemens Schick. Neben den Einnahmen durch Spenden vertreibt Viva con Agua seit einigen Jahren auch eigenes Mineralwasser und Klopapier. So konnte die Organisation im Jahr 2017 allein durch den Erlös des Mineralwassers 500.000 Euro zusätzlich erwirtschaften.

Musik war schon immer ein Kernpunkt des Vereins. Einen großen Teil der Spenden sammeln sie auf Festivals und Konzerten, auf denen allein im Jahr 2018 stolze 476.000 Euro zusammengekommen sind. Support bekommen sie aber auch direkt von Künstler*Innen. In den letzten 13 Jahren erschienen insgesamt 18 Song von Maeckes, Marteria, Irie Révolté, Abramz, Lady Slyke und vielen Weiteren. Nun erschien unter dem Motto #WaterIsAHumanRight der gleichnamige Song mit Sängerin Leona Berlin, New Yorker Rapper Craig G und der neuen außerirdischen Gruppe Sync Floyd. Anlässlich des Releases haben wir dem VcA Gründer Michael Fritz und den Sync Floyd Mitgliedern Danny Motion und Buzztean fünf Fragen gestellt, um mehr über die Hintergründe des Songs zu erfahren.

Woher kam nach fast 15 Jahren Viva con Agua-Geschichte der Impact jetzt einen Song herauszubringen?

Michael Fritz: Seit Beginn von Viva con Agua war Musik immer die universelle Sprache, die uns geholfen hat das globale Thema sauberes Trinkwasser zu kommunizieren. Der erste Song entstand schon 2007 aus einer Schnapsidee.

Sync Floyd: Für uns als Sync Floyd war klar, dass man dieses Thema gerne aufgreift und VcA unterstützt. Speziell jetzt Anfang diesen Jahres als in Kalifornien ein weiterer VCA Standort aufgebaut wurde.

Wie kam die Verbindung zwischen Berlin und New York zustande?

Buzztean: Die Verbindung Berlin-Zürich-New York hat sich ganz natürlich ergeben. Wir sind als intergalaktisch reisende Künstler und Band generell viel unterwegs und arbeiten über Genre-Grenzen hinweg parallel an verschiedenen Projekten, u.a. eben mit Leona Berlin im Bereich Urban Pop, aber auch mit Craig G aus Queens/NYC im Hip-Hop-Segment. Craig G kann man übrigens auch auf unserer nächsten Single „The Virus“ hören, die am 10. April veröffentlicht wird. Mit beiden Künstlern verbindet uns eine enge Freundschaft und wir halten uns immer mal wieder gerne in Berlin oder New York auf, auch wenn unser Raumgleiter derzeit in Zürich geparkt ist.

Die Künstler*innen stehen alle für Offenheit und Gleichberechtigung. Ist die Zusammenarbeit organisch entstanden oder wurden die Artists gezielt hierfür ausgesucht?

Danny Motion: Als die Idee aufkam, für den ersten offiziellen Song von Sync Floyd das Thema #WaterIsAHumanRight aufzugreifen, haben wir uns natürlich überlegt wer da am Mikrofon stehen soll. Es war uns einfach wichtig, dass die Message des Songs aus dem Herzen kommt und man das auch fühlen und hören kann. Daher war uns recht schnell klar, dass wir hier Leona und Craig G ins Boot nehmen. Beide stehen für gewisse Werte und Überzeugungen und treten dafür ein, und das schon seit vielen Jahren. Zudem haben wir nicht den Drang selbst im Vordergrund zu stehen sondern verstehen was wir tun als Vehikel für eine Frequenz oder ein Gefühl welches wir mit den Menschen teilen wollen. Daher hat nicht wie sonst Buzztean den Gesang bei Sync Floyd Songs übernommen, sondern eben Leona.

Sync Floyd

Sync Floyd

Die Künstlerfiguren Sync Floyd scheinen als außerirdische Wesen einen guten Blick von Außen auf die Welt zu haben. War das ein Grundgedanke des Projekts?

Buzztean: Gute Frage, und tatsächlich ist der Blick von außen auf die Welt ein wichtiger Punkt. Ab einer gewissen Flughöhe nimmt man Dinge anders war, kann vielleicht auch besser differenzieren was wichtig und unwichtig ist. Alle Menschen sollten einmal die Welt aus dem Orbit gesehen haben um zu verstehen, wie fragil und unwahrscheinlich schon alleine die Existenz dieses wundervollen Planeten ist. Durch den Blick von außen bleiben wir zudem offen für neue Inhalte, müssen uns nicht mit einem speziellen Genre identifizieren oder unseren Output mit unseren Persönlichkeiten in Verbindung bringen lassen. Deshalb sind wir auch froh, dass wir mit Tina Ovalle den perfekten Creative Director am Start haben. Sie übersetzt zunächst mal uns selbst als auch unsere Vorstellungen und Frequenzen in eine ganz eigene Bildsprache, so können die Menschen unsere Welt auf Planet Floydo etwas besser kennenlernen und mit uns nach Sync City reisen; wo dann auch die kommenden Musikvideos spielen werden.

Auf der Homepage von Sync Floyd sagen sie, sie wollen ihr Zeit hier auf der Erde sinnvoll nutzen. Ist dieser Song also erst der Anfang?

Danny Motion: Absolut, wir bleiben noch eine Weile hier. Die Corona-bedingten Reisebeschränkungen betreffen uns zwar nicht direkt, wir hatten aber ohnehin vor noch ein paar Projekte umzusetzen bevor wir uns wieder in eine andere Galaxie verabschieden. Deswegen haben wir uns mit vielen Künstlern hier auf der Erde getroffen und versucht, unsere Wahrnehmung gemeinsam in Ton und Bild zu übersetzen. Wenn die Hörer sich während eines Songs auch mal für drei bis vier Minuten in eine andere mentale Galaxie verabschieden, haben wir doch schon viel erreicht – gerade jetzt im Moment wo die Menschheit sich wohl alles andere als frei und wohl fühlen kann, scheint Musik wichtiger denn je. Für die nächsten Songs haben wir unter anderem mit Cee Lo Green, Young Thug, Snoop Dogg, Pharrell, Hus Kingpin und anderen zusammen gearbeitet. Eine EP namens „artIQlate“ kommt wohl Ende 2020, bis dahin veröffentlichen wir aber noch ein paar nette Singles und Videos. Wer Interesse an Details hat oder Kontakt aufnehmen will kann gerne unsere Homepage www.sync-floyd.com besuchen.

Ist für die Zukunft noch mehr Musik von Viva con Agua in Planung?

Michael Fritz: Musik wird immer eine zentraler Bestandteil von Viva con Agua sein egal ob in Sankt Pauli, Kampala, Addis Abeba, NY oder LA.

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