The Thing: Hohe Fünf mit 12 Finger Dan & Boogiedown Base

The Thing Quer

„The Thing“ ist das neue Format bei BACKSPIN mit Vintagefeeling. Im berüchtigten New Yorker Thrift Shop The Thing haben Niko BACKSPIN, Boogiedown Base und 12 Finger Dan auf die Suche nach zwölf mehr oder weniger obskuren Platten gemacht. Die Challenge: Aus jeder dieser Platten müssen B-Base und Dan einen Beat auf der legendären SP1200 produzieren. Die maximale Sample-Zeit beträgt dabei lediglich zehn Sekunden. Diese Beats wurden dann MCs zur Verfügung gestellt und die besten Einsendungen haben es letztendlich auf das Tape „The Thing“ geschafft. Aus diesem Anlass haben wir B-Base und Dan fünf Fragen rund um das Projekt, den Laden in New York und eine mögliche Fortsetzung gesprochen.

Wie kamt ihr auf die Idee, solch ein Projekt auf die Beine zu stellen? 

Wir wollten mal etwas anderes machen als ein klassisches Album und gleichzeitig etwas für die Rap-Community tun. The Thing ist für uns ein Herzensprojekt und das alles ohne ein finanzielles Interesse zu verfolgen. Wir haben keine Sekunde der vielen Stunden, die wir dafür investiert haben, bereut. 

Hat der Laden The Thing in New York eine spezielle Bedeutung für euch? 

The Thing hat auf jeden Fall seinen Reiz. Man kann es aus Sicht des Plattenjägers als eine Art Goldgraben sehen. Alle LPs und Maxis kosten dort zwei Dollar, die Singles nur einen Dollar. Das Gefühl, eine coole Platte, die man schon länger gesucht hat, zum Schleuderpreis zu bekommen, hat schon was. Dafür muss man bei The Thing aber auch lange genug dafür graben. Wir könnten uns dort tagelang aufhalten und uns die Finger schmutzig machen. Bei jedem Aufenthalt in New York steht neben dem Shoppen in der Bronx auch ein Besuch bei The Thing ganz oben auf unserer To-Do-Liste. 

Wieso habt ihr ausgerechnet die SP1200 als zentrales Produktionsmittel benutzt? 

Die SP1200 ist bei uns seit vielen Jahren im Produktionsprozess eingebunden und sowas wie ein ständiger Wegbegleiter. Bei der Kiste wissen wir genau was wir machen müssen, um den Sound zu generieren, den wir so lieben. Außerdem wollten wir die Challenge aufgrund der technischen Limitierungen, die die SP mit sich bringt, noch etwas interessanter gestalten. Uns standen ja lediglich maximal zehn Sekunden Sample-Zeit für jeden der zwölf Beats zur Verfügung. Da hat man beim Durchhören der Scheiben nach Samples sowie beim Produzieren eine ganz andere Herangehensweise als man es aus der digitalen Welt gewohnt ist. 

Wie habt ihr die ganzen Beiträge der Rapper bewertet und wie habt ihr euch für die finalen Teilnehmer entschieden? 

Zunächst möchten wir uns noch einmal bei allen MCs, die mitgemacht haben, bedanken. Wir freuen uns sehr, dass wir so viele gute Einsendungen bekommen haben. Die Entscheidungen fielen uns nicht immer leicht, meistens haben wir auf unser Bauchgefühl gehört. Nicht nur der Flow spielte dabei eine Rolle, auch der Inhalt sollte möglichst passen. Zudem haben wir versucht, möglichst viele Rapper auf das Tape zu bekommen, denn das war ja die Grundidee. Für viele Nachwuchstalente eine Art Bühne zu schaffen, damit sie sich dort präsentieren können. Wir hoffen, dass es uns geglückt ist.

Wird es eventuell eine Fortsetzung von „The Thing“ geben?

Schauen wir mal.

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