Hohe Fünf mit Spox.com

Spox ist ein Internetportal, das sich ausschließlich mit Sport beschäftigt und zur Perform Group gehört. Wer diese nicht kennt, dem helfen wir kurz auf die Sprünge: Diese Firma ist auch Inhaber von Dazn, der kostenpflichtige Streamingdienst, bei dem ihr aber kostenlos zum Beispiel Zusammenfassungen von Bundesligaspielen auf Youtube schauen könnt. Auf dem Kanal von Spox findet ihr hingegen unter anderem Rapbattles. Ja, richtig gelesen. Denn gemeinsam mit den Leuten von Don’t Let The Label Label You haben sie ein Rapbattle unter dem Motto „Sport“ veranstaltet. Unser Gespräch mit Jamie und BigChief von DLTLLY zu diesem Thema konntet ihr bereits letzte Woche lesen. Nun haben wir uns mit Benjamin Wahlen von Spox bezüglich der Zusammenarbeit unterhalten.

Wieso habt ihr euch für Don’t Let The Label Label You und keine andere Platform entschieden? Was ist das Besondere an besagtem Format?

B: Das kann ich dir ganz einfach sagen. Ich bin selbst großer Battlerap-Fan und ich verfolge nicht nur DLTLLY, sondern auch die Brennende Tonne oder Rap am Mittwoch und viele andere Formate. Es ist aber einfach so, dass bei DLTLLY a) der Name Programm ist, was die Zusammenarbeit mit den Jungs sehr angenehm macht und b) ist die Qualität, was die Battles und die MCs angeht, mit Abstand am Besten deutschlandweit. DLTLLY passt einfach sehr gut zu Spox und Dazn. Sowohl von der Marke als solche, von der Plattform, als auch vom Content, den die bisher produziert haben, war es für uns der liebste Partner und auch der Einzige mit dem wir gesprochen haben.

Du hast ja eben schon erwähnt, dass die beiden Lager Sport und Rap beziehungsweise Battlerap gut zusammenpassen. Wo seht ihr da die Verbindung?

B: Ich glaube man kann es auf zwei Ebenen betrachten. Eine Ebene sind die Battles, die bis jetzt schon stattgefunden haben, in denen auch oft wahnsinnig viel Sportbezug drin ist. Man merkt bei vielen MCs, dass sie selbst sportbegeistert sind und immer wieder Sportbars benutzen. Hier kann man auch Lyrico als Beispiel nehmen, der oft irgendwelche Hockeyreferenzen drin hat, für die er auch regelmäßig angegriffen wird. Mars B macht viel mit US-Sport und NBA-Referenzen. Gleichzeitig ist Battlerap ja auch eine Art Sport. Man bereitet sich auf einen Wettkampf vor. Man bereitet sich auf den Gegner individuell vor, muss wirklich üben – sprich seine Texte schreiben, diese auswendig lernen und dann on point performen. Am Ende wird abgestimmt, also ein Sieger festgelegt. Und das ist ja ein sportliches Ereignis. So kann man Battlerap in ’nem gewissen Maße auch als Sportart betrachten.

Habt ihr auch an der Rapperauswahl mitgewirkt? Hattet ihr vielleicht Wunschkandidaten?

B: Wir haben vorher abgestimmt, welche Themenfelder wir gerne abdecken möchten. Dann ist DLTLLY mit ein paar Ideen, welche Battles man machen könnte, auf uns zugekommen, auch schon mit ein paar MCs in der Hinterhand. Generell haben wir da aber Hanno, Chief und Jamie erstmal freie Hand gelassen. Und das Line Up, das sie uns dann vorgestellt haben, war wirklich sehr überzeugend und auch genau die Jungs, die wir für so ein Format haben wollten. Insofern war da die redaktionelle Hoheit bei DLTLLY, in Abstimmung mit uns, und wir waren total glücklich, was dabei entstanden ist.

In unserer Gesellschaft ist es ja „normal“, dass man auf Sportereignisse wetten kann. Was würdet ihr davon halten, wenn man auf Rapbattles wetten könnte?

B: Schwierig. Es ist ja ein riesiges Spektrum, in dem vorher Absprachen getroffen werden können. Wenn du dir zum Beispiel Gimmick-Battles, wie das der vier Münchner anschaust, die quasi in jeder Runde die Seiten gewechselt haben. Ich glaube wenn man jetzt darauf wetten könnte, wie das Battle ausgeht, würde das dem ursprünglichen Sinn von Battlerap den Charakter nehmen. Und das muss nicht sein. Die MCs battlen ja bei unserem Event für ihre Sportart oder ihr Team und letztlich auch ihre persönliche Reputation und MC-Ehre. Darauf sollte man nicht wetten. 

Wird es weitere Kooperationen mit Battlerapformaten oder sonstigen Personen aus der Rapszene geben? Und warum ist das, eurer Meinung nach, eine passende Zielgruppe? 

B: Ja, es sind weitere Projekte geplant. Wir haben in der Vergangenheit auch schon mehrere Dinge gemacht. Vor zwei, drei Jahren haben wir angefangen mit ’nem Interview mit Marteria. Wir hatten vor kurzem zum Fight von Conor McGregor gegen Floyd Mayweather eine Zusammenarbeit mit Azad, sind nach Frankfurt gefahren und haben mit ihm ein Interview gemacht, weil er ein riesen Fan von dem Fight war und wir diesen exklusiv auf DAZN gezeigt haben. Mein Kollege Oliver Mehring ist letzte Woche bei Celo und Abdi gewesen und hat die Beiden interviewt. Uns ist ganz klar, dass Rap und Sport ganz eng beisammen sind. Und wenn wir auf unsere User schauen, worauf die reagieren und womit sie interagieren, dann ist Rap da immer ganz vorne mit dabei. Deshalb ist es für uns auch eine Zielgruppe, in die wir zwingend reinwollen. Wir sprechen auch momentan mit DLTLLY über das nächste Event und wie man das Ganze weiterdenken kann. Die Reichweite die wir mit den ersten Battles erziehlt haben, war wirklich sehr gut und zeigt, dass wir gemeinsam auf dem richtigen Weg sind. Das Feedback ging von „Das ist der größte Scheiß denn ich in meinem Leben je gesehen habe“ bis zu „das ist das Coolste, was ich auf Youtube je gesehen habe“. Und das ist auch gut so: Battlerap soll kontrovers sein. Wir haben einfach Lust, das weiter zu machen und nicht bei einer „Eintagsfliege“ zu belassen.

Hier gelangt ihr zu unserem Gespräch mit DLTLLY

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