Hohe Fünf mit DJ Vadim

Passend zum heute erschienenen Album „Dubcatcher 2 – Wicked my yout“ haben wir DJ Vadim in unserer BACKSPIN-Rubrik „Hohe Fünf“ zu Besuch. Auf seiner mittlerweile 11. Platte mischt der in Russland geborene, nun in London und Berlin lebende DJ Reggae, Dub & Ska mit HipHop, Soul & Jungle. Schon die erste Single-Auskopplung „Fussin N Fightin“ feat. Demolition Man mit dazugehörigem Video gab uns einen ersten Einblick in das neue Werk des Künstlers. Da er sich schon lange im (HipHop / Musik) Business bewegt, könnte sich  DJ Vadim als interessanter Gesprächspartner entpuppen. Aber lest selbst:

Du hast viele Features auf deinem neuen Album „Dubcatcher 2 – Wicked my yout“. Hast du mit den Albumgästen schon vorher zusammengearbeitet oder wie bist du auf sie aufmerksam geworden?

dj vadim vorschau

Mit einigen Leute arbeite ich zum ersten Mal zusammen, z.B mit Max Romeo und General Levy.  Mit anderen wie z.B. Yt und Junior Williams habe ich schon oft zusammengearbeitet.  Ich suche mir meistens die Leute aus, die ich zufällig auf meinen Reisen treffe. Ob die Songs dann aber auf ein Album kommen hängt davon ab,  ob der Style eines Songs mit dem Style anderer Songs zusammenpasst. Ich sitze hier auf Unmengen an unveröffentlichtem Material, ca. 100 Songs!!!

Du hast mittlerweile dein 11. Album veröffentlicht. Wie schaffst du es so produktiv zu bleiben?

Täglich 10 Redbulls und Yoga…lol.

Auf der neuen Platte sind musikalisch gesehen vor allem jamaikanische Einflüsse zu erkennen. Welche anderen Einflüsse werden aufmerksame Zuhörer noch vorfinden können?

Ich war immer mit Reggae unterwegs, aber sowohl Hip-Hop als auch Soul war meine erste Liebe. Ich versuche die Kombination aller drei Genres in dieses neue Album zu packen. Klar hat die Platte einen Reggae-Schwerpunkt.

Dein vorheriges Album „Dubcatcher“ stand noch bei BBE Records unter Vertrag. Warum bist du für  „Dubcatcher 2“ nun auf einem neuen Label (Soulbeats)?

Manchmal tut Veränderung ganz gut. BBE ist ein super Label. Ich find sie klasse, sie überlassen dir die kreative Kontrolle. Das ist in der Musikindustrie selten geworden. Da gibt es sehr bekannte Indielabels die dir vorschreiben, was du anziehen, wohin du gehen und was du machen sollst. Unglaublich.

Du bist ja schon lange im Hip-Hop-Geschäft. In welche Richtung bewegt sich deiner langjährigen Beobachtung nach das Hip-Hop-Genre bzw. was hältst du von der aktuellen Lage des Hip-Hops?

Es gab Zeiten, da konnte ich Samstags in eine Plattenladen gehen und 5,10, 15 neue Hip-Hop-Alben kaufen. Ich hatte einen riesen „Wachshaufen“…Ich glaube nicht, dass ich das heutzutage im Hip-Hop machen könnte. Ich höre nicht mehr genauso hin wie früher. Vielleicht weil ich keine 18 mehr bin? Vielleicht weil ich keine Some Tribe called Quest-Nachahmer anhören muss?  Ich will keine nachmachenden Ghostface Killah-Rappers. Viele neue Künstler hören sich nunmal so an wie die, die wir in den 90ern und 00ern hatten, nur sind sie nur halb so gut. Werden sie jemals so gute MCs wie Rakim oder KRS sein? Ich bin mir nicht sicher.

Ich mag Kendrick. Er ist dope aber er ist nun mal nicht Rakim, verstehst du?

Ich bin höre nach wie vor Musik und natürlich gibt es gute Alben aber tatsächlich sind es um einfach weniger als früher. Heutzutage gibt es so viel Biten,  Kopien und Ghost Writing. Wieviele Künstler aus den Top-10-Charts in Deutschland schreiben ihre eigenen Lyrics oder produzieren ihren eigenen Beat? Wieviele Beats hat Dr. Dre auf seinem eigenen Album produziert? Unglaublich. Hat er je einen Beat selbst gemacht? Hat er den Rap dazu geschrieben? Also WTF macht Dr. Dre eigentlich, wenn er keine Beats produziert und keine Texte schreibt ? Seine Geldstapel zählen – Das ist sicher…lol.

DJ Vadim – „Dubcatcher 2 – Wicked my yout“ hier bestellen

The following two tabs change content below.
iz da!

Neueste Artikel von Sarah (alle ansehen)

Erzähl Digger, erzähl

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.