Hohe Fünf mit Dame

Foto: Wimmer Frank

Foto: Wimmer FrankVon der Einkaufspassage zur ausverkauften Tournee: Der Österreicher Dame ist genau diesen Weg gegangen. Früher wurde er für seine Songs über Computerspiele gefeiert, heute setzt Dame auf musikalische Vielfalt und es scheint sich auszuzahlen. Sein 2016 erschienenes, sechstes Album „Straßenmusikant“ stieg in Österreich nicht nur auf Platz eins der Charts ein, sondern zog auch eine ausverkaufte Tour mit sich. Wir sprachen mit Dame über die Relevanz von Charts, über unplugged Konzerte und über Authentizität.

Bevor du mit deiner Musik erfolgreich wurdest, hast du sie auf der Straße vorgetragen. Danach folgte unter anderem ein Platz 1 Album und eine ausverkaufte Tour. Kannst du diesen Weg in eigenen Worten kurz rekapitulieren?

Dame: Ich habe nie darüber nachgedacht, was da eigentlich so passiert. Anfangs habe ich neben der Lehre noch in der Stadt gespielt, um mir ein paar Münzen dazuzuverdienen. Damit konnte ich mir irgendwann die ersten Aufnahmen im Studio leisten. Später kamen Videos dazu und so ging das Schritt für Schritt weiter.

Hättest du jemals damit gerechnet, dass deine Musik solche einen Anklang finden würde und was ist es, was sie so erfolgreich macht?

Dame: Ich bin jedesmal sprachlos, wenn ich die vielen Besucher auf den Konzerten sehe. Ich hätte mir nie erträumt, dass meine Musik so gut ankommt und natürlich freut es mich, wenn es den Fans gefällt. Ich schätze, es liegt einfach daran, dass ich authentisch bin und mich nicht verstelle. Ich glaube, sie wissen auch, dass ich immer mein bestes gebe, aber ein genaues Erfolgsrezept gibt es nicht.

Gibt es dennoch Dinge, die du als Straßenmusikant dem typischen Konzert vorziehst?

Dame: Ich könnte mir gut vorstellen, mal eine Reihe an Unplugged Konzerten zu spielen, da es mir sehr viel Spaß macht, mit anderen Musikern zusammenzuarbeiten. Generell verbringe ich gerne Zeit im Studio, auch wenn es nur zum Rumblödeln ist.

Welche waren für dich die prägendsten Momente und die wichtigen Lektionen, die du aus der Zeit vor dem Erfolg für dich mitgenommen hast?

Dame: Es gab viel negatives und positives auf dem Weg, aber das wichtigste war, immer auf sein Bauchgefühl zu hören. Gute Musik entsteht nur, wenn man Spaß an der Sache hat auch wenn es oft anstrengend ist oder mal was daneben geht – solange man sich gut versteht und Freude daran hat, findet sich für jedes Problem eine Lösung.

Besonders im deutschen Rap finden Chart-Platzierungen gern Erwähnung. Wie wichtig ist dir ein Platz in den Charts, welche Rolle spielt Erfolg für dich als Künstler und was macht für dich Erfolg in Bezug auf Musik aus?

Dame: Natürlich habe ich mich gefreut, als mein letztes Album auf Platz fünf in Deutschland eingestiegen ist und in Österreich war es sogar zum zweiten Mal Platz eins. Aber auch ohne die Platzierungen wäre ich mehr als zufrieden gewesen, da mir das direkte Feedback der Fans immer wichtiger ist. Ich finde generell, dass das mit den Charts nur eine Glücksache ist, wer gerade released und wer nicht, aber die Bewertung auf Amazon und iTunes und die Kommentare und Nachrichten der Fans zeigen mir immer genau, ob ich auf dem richtigen Kurs bin und ob es ihnen gefallen hat.

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Ist mittlerweile seit 3 Jahren bei BACKSPIN und hat die Leitung der Online-Redaktion inne. All ihre Fans sind maskuline Jungs, jaja.

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