Hohe Fünf zum Hip-Hop Film Festival in Hamburg

Hamburg Hip-Hop Film Festival

Unter dem Motto „Hamburg gegen Fremdenhass und Rassismus“ findet am 21. und 22. Juni das zweite Internationale Hip-Hop Film Festival in Hamburg statt. Es werden Hip-Hop-Filme und Musikvideos, unter anderem aus den USA, UK, Palästina und Iran, vorgestellt. Auf den Bühnen finden Podiumsdiskussionen und Konzerte von Künstlern wie Mistah Nice und Kareem Kareeminell (ehemals Reeperbahn Kareem) statt. Wir haben dem Veranstalter Maximilian Spohr fünf Fragen gestellt, um herauszufinden, was hinter der Idee für das Festival steckt.

Nach welchen Kriterien entscheidet ihr welche Filme in das Programm aufgenommen werden?
Unsere Jury, bestehend aus Hip-Hop Künstlern, Beatproduzenten und Filmemachern, hat sich getroffen und in einer langen Nacht alle eingereichten Filme angesehen und entschieden, dass ein gewisser Anspruch und IQ und eine Story vorhanden sein muss, aber natürlich darf auch Humor nicht fehlen. Ein bunte Auswahl also – wie bei einem guten Film Festival eben.

Was hat euch dazu bewegt, das Festival ins Leben zu rufen?
Der Hip-Hop in Deutschland featured so viele verschiedene Gesellschaftsgruppen verschiedener Herkunft, das macht Hip-Hop erst richtig interessant und er entwickelt sich stetig weiter. Die Öffentlichkeit in Deutschland aber sträubt sich auch nach über 40 Jahren immer noch, Hip-Hop als gesellschaftlich wichtiges, generationsübergreifendes Sprachrohr anzuerkennen, sondern betitelt es immer noch als ein vorübergehendes Phänomen.
Entschieden hat sich Maximilian Spohr, selber Dokumentarfilmer, das Hamburger Hip-Hop Film Festival ins Leben zu rufen, nachdem er 2017 in New York zum NYC Hip-Hop Film Festival mit seinem eigenem Film THIRSTY über die Hip-Hop Szene in Vancouver, Kanada, eingeladen war. Zum zweiten Golden Sneakers International Hip-Hop Film Festival in Hamburg hat er sich mit Rooftop Entertainment aus Hamburg zusammengetan, um das Festival noch bekannter zu machen.

 

Ist Rap der neue Punk – Protestmusik gegen soziale Missstände, Hass und Rassismus?
Neuer Punk? Nein, Intelligente Protestmusik gegen sozial herrschende Missstände war Hip-Hop, zumindest für mich, schon immer seit den späten 80ern, siehe Public Enemy, Rakim, Common und viele andere. Gegen Hass und Rassismus ist der Lifestyle, den wir als „True Heads“ vertreten und leben. One world! Keiner ist mehr Wert als irgendjemand anderes.

Was war für euch wichtig bei der Künstlerwahl für euer Festival?
Positive Mucke, Einstellung, Positive Vibes, Intuition, neuer Sound.

 

Wie seht ihr den Status Quo von Hip-Hop? Zurzeit gibt es oft den Vorwurf, es sei inhaltslos.
Der Status Quo wird von jedem von uns gemacht: höre ich Migos, höre ich Migos. Höre ich was Intelligentes, weil es mich mehr stimuliert, unterstütze ich das, was ich mag.
Du hörst inhaltslosen Hip-Hop? Dazu kann ich nur sagen: Ich nicht! Er muss mich berühren und mitreißen in der einen oder anderen Art.

Erzähl Digger, erzähl

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