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Hohe Fünf mit Block Opera: Labelgründung aus der Not heraus

Das Künstler-Kollektiv/Label Block Opera hat jüngst sein erstes Projekt veröffentlicht. Auf dem als Playlist veröffentlichten Producer-Album „Cosmic Void“ finden sich viel bekannte Namen. Neben Kuso Gvki und Enaka finden sich noch viele weitere bekannte Künstler im näheren Umfeld von Block Opera und damit auch auf dem Album wieder. Das noch junge Label möchte vor allem gute Musik machen und plant noch in diesem Jahr einige Releases. Das Mastermind dahinter: Sickless, selbst Rapper und erfahrener Labelgründer. Beim Label wirscheissengold ist er ebenfalls Strippenzieher. Wir haben ihm fünf Fragen gestellt und uns unter anderem nach der Zusammenarbeit mit so vielen Künstlern und ihrer kosmischen Ästhetik erkundigt.

Ihr habt gerade ganz frisch euer neues Label „Block Opera“ gegründet. Wie kam es dazu?

Im Grunde ist Block Opera aus der Not heraus entstanden. Viele der Produzenten aus unserer wirscheissengold-Bubble (7apes, Drum Quixote, Cap Kendricks, KUSO GVKI, Enaka, the intern, Mortis u.v.m.) sehen sich nicht nur als Beatmaker, sondern haben eine klare Vision, wo es mit ihrer eigenen Musik als Produzent hingehen soll. Dafür waren unsere „Deutschrap“-Strukturen mit wirscheissengold schlichtweg nicht vorgesehen, vor allem wenn man den Aspekt der internationalen Konkurrenzfähigkeit miteinbezieht. Hier gab es strukturell einiges an Nachholbedarf.

Wichtig ist uns zu erwähnen, dass wir zwar ein Musiklabel sind, aber wir ausschließlich zusammen als Kollektiv entscheiden und die Beatszene aktiv mitgestalten möchten. Das erfordert viel Arbeit und Abstimmung, hilft der ganzen Plattform auf langer Sicht aber enorm. Mittlerweile führen wir mit vielen Produzenten positive Gespräche und hoffen, noch einige schöne Projekte umsetzen zu können. Mit Caroline / Corn Dawg (Universal) haben wir außerdem einen Vertriebspartner gefunden, der für uns wichtige Wege in der Vertriebsarbeit geht.

Wofür wollt Ihr in der Szene als Label stehen?

Im Prinzip machen wir nichts anderes als alle anderen Labels auch: Wir möchten gute Musik veröffentlichen und dabei maximale Kontrolle über unser Schaffen wahren. Dazu gehört eine enge Zusammenarbeit mit unserem Mutterverlag Motor Songs sowie die Selbstverständlichkeit, unseren Artists auch in Management-Anliegen bestmöglich weiterzuhelfen. Wenn unsere Detailversessenheit in der Produktion beim Endkonsumenten Anklang findet und dieser Block Opera als Qualitätssiegel im Kopf behält, dann haben wir schon alles richtig gemacht.

Woher kam die Inspiration für euer erstes Projekt mit den besonderen „Cosmos“-Visuals?

Vor etwa zwei Jahren habe ich gegenüber Marz und Funky Notes den Wunsch geäußert, eine eigene Instrumental-Platte zu kuratieren. Mir war allerdings wichtig, dass diese Compilation einen roten Faden bzw. Konzept mitbringen muss. Da ich schon immer ein Kind des Universums war (Space Night ftw!) und meine eigenen Songs beispielsweise über „Astronauten“ handeln, lag der Kosmos-Bezug mehr oder weniger auf der Hand.

Zum Thema Visuals ist zu erwähnen, dass wir in Sachen Artwork mit den befreundeten Grafikern Christian Nicolaus und Felix Bareis und in Belangen Animation mit den Buddies Drum Quixote und Bewegtbildgrafik zusammenarbeiten, letztere haben erst die Live-Visuals für Trettmann und Cro umgesetzt. Checkt unseren superschönen Instagram-Feed – das Auge isst ja bekanntlich mit.

Wie seid Ihr auf die beteiligten Künstler gekommen und wie war die Zusammenarbeit?

Der Großteil der Künstler sind Produzenten aus unserer unmittelbaren wirscheissengold-Bubble (Drum Quixote, 7apes, Dexter, Enaka, Cap Kendricks, Mortis alias NiteNite, Funky Notes & the intern), die restlichen Produzenten wurden kontaktiert, aber zu fast allen bestand bereits ein persönlicher Kontakt, was das Ganze ziemlich vereinfacht hat. Glücklicherweise kam das Space-Konzept bei allen Produzenten sehr gut an, weshalb die Zusammenarbeit mit allen 16 Künstlern zwar sehr zeitintensiv, aber auch sehr fruchtbar und lehrreich war. Alles in allem saßen wir locker über 18 Monate an diesem Projekt – ich würde es aber jederzeit wieder tun!

 

 Was können wir in Zukunft noch von euch erwarten?

Cosmic Void“ war das perfekte Pilotprojekt für unser Label, da der erste Fokus nicht auf einen einzelnen Künstler gelegt wird, sondern das ganze Kollektiv und Umfeld vorgestellt wird. Für 2019 darf man außerdem noch auf Solo-Geschichten von KUSO GVKI, Enaka, 7apes und Cap Kendricks gespannt sein. Generell schwirren in unserem Dunstkreis sehr viele spannende Projekte und Ideen umher – da darf man gespannt sein, was aus der Block Opera-Schmiede noch so kommt.

Erzähl Digger, erzähl

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