Die Hohe Fünf zu Beats & Treats: Shuko und The Breed über ihren Job als Produzenten und ihren neuen Podcast für Producernerds

Beats & Treats

Shuko und The Breed haben bereits mit internationalen Künstlern wie Timbaland, Snoop, Lil Wayne, 2 Chainz, MC Eight sowie mit nationalen Größen wie Cro, Xatar, Marteria, Sido, Beginner, Casper und vielen mehr gearbeitet. Beide besitzen jeweils ein eigenes Label und konnten auch als Soloartists ihrer Leidenschaft für Instrumentals bereits sehr erfolgreich nachgehen. Nun haben sie ihren Podcast Beats &Treats gestartet. Nach eigenen Aussagen ist es der nerdigste Producer Podcast, den es zurzeit gibt: Shuko und The Breed sprechen über ihren täglichen Hustle im Studio, die Ups und Downs im Musikbusiness, über alles von Beats, Rhymes bis Lifestyle, und geben Einblick in die manchmal einsame Welt des Beatmachens und Produzierens.  

„Do it for the love and money follows. Cheesy as fuck aber ist so!“ Wir haben den neuen Podcast zum Anlass genommen und den beiden fünf Fragen gestellt, um mehr über die Hintergründe ihres Podcasts und eines Producers zu erfahren. 

Was war der Anreiz, einen Podcast zu starten?

The Breed: „Ach, eigentlich haben wir das bei unserem wöchentlichen Sonntagstelefonat beschlossen. Da haben wir sowieso schon immer stundenlang abgenerdet und irgendwie kam dann die Idee auf, dass einfach aufzunehmen und da einen Podcast daraus zu machen. Das ganze hat dann glaube ich nochmal ein halbes Jahr gedauert, bis wir dann endlich mal aus dem Quark gekommen sind.“

Shuko: „Hatte schon mal vor drei Jahren die Idee, aber mein Zeitmanagement ist leider eine Katastrophe. Außerdem hat sich das nicht gut angefühlt, das alleine zu machen. Und da ich mich mit The Breed eh regelmäßig über alles mögliche update haben wir gedacht: ‚Let’s do it.‘ Wegen Corona wurden bei mir Sessions abgesagt und somit war auch endlich mal etwas Zeit da, das wirklich umzusetzen.“

Ist der Podcast nur für Leute, die selbst produzieren, oder auch für Laien, die sich für die Arbeit eines Producers interessieren?

The Breed: „Mhh… ich denke natürlich werden Produzenten da besser mitkommen, aber wer sich einfach nur für den Lifestyle eines Beatbastlers interessiert, wird da auch seinen Spaß haben. Und wer gar nicht mitkommt, kann ja zur Not das Ganze als Einschlafhilfe benutzen.“

Shuko: „Wir werden da in Zukunft auch ein paar Basics erklären. Das Ziel ist ja hier und da ein paar Inspirationen zu geben und dass man nach 45 Minuten zuhören vielleicht etwas mitnehmen kann und es einen motiviert. Da ist es glaube ich egal, wie weit man schon in der Materie drin steckt.“

Hat sich das Standing von Producern eurer Meinung nach in den letzten Jahren verbessert? Und welchen Einfluss hatten Streamingdienste darauf?

The Breed: „Enorm! Es ist jetzt möglich mit viel mehr Künstlern zu arbeiten, weil du nicht jedesmal ein physisches Produkt (CD oder Vinyl) auf den Markt bringen musst, um damit Geld zu verdienen. Einzeltracks sind viel schneller zu realisieren.“

Shuko: „Auf jeden Fall hat es sich verbessert, man bekommt oftmals auch die Credits und Verlinkungen bei Singles auf Youtube etc.. Das war 2005 nicht so, da mussten wir damals ganz schön für kämpfen. Aber ich denke da geht noch mehr. Streaming ist, glaube ich, für uns beide gerade ein Segen. Wenn wir, mit dem was wir lieben, in diversen Playlisten Millionen Streams machen und wir unsere eigenen Labels aufbauen und neuen Artists durch’s Streamen Möglichkeiten bieten können, ist das schon eine Win-Win Situation. Außerdem können wir unabhängig von Major Labels arbeiten und wirklich Kunst fördern, die wir fühlen und die vielleicht nicht gleich in den Charts landen muss, um gewisse Ausgaben zu decken.“

Glaubt ihr, Produzenten werden in der momentanen Hip-Hop-Landschaft zu wenig thematisiert?

Shuko: „Ich finde man sollte dem schon mehr Aufmerksamkeit geben. Es ist aber auch verständlich, dass sich Mainstream Medien nicht mit Swing, Automation, Komprimierung oder Akustik auseinandersetzen wollen und können. Vielleicht braucht es aber auch da die richtigen Fragen und die richtigen Interview-Partner, denn es passiert natürlich nicht alles nur vor dem Computer.“

The Breed: „Ach, weiß nicht. Ich glaube, wir mögen das ja auch irgendwie nicht, so im Rampenlicht zu stehen.“

Wie läuft eure Arbeit als Produzenten während der Corona Zeit?

The Breed: „Eigentlich wie immer… nur halt noch mehr übers Internet. Ich nutze das gerade, um mal mit ganz anderen Musikern zu arbeiten. Ich hab zum Bespiel gestern einen Track mit dem Weltmeister im Mundharmonika spielen (wie auch immer man das wird, hahaha) aus Hongkong aufgenommen.“

Shuko: „Mehr zu tun als sonst, weil alle zuhause sind und Bock haben, nervt halt wenn man eigentlich Sessions geplant hatte, um diverse Produktionen fertig zubekommen, aber ganz ehrlich wenn ich meine Musiker Kollegen anschaue, die wirklich vom Livegeschäft leben, darf man sich da sehr glücklich schätzen.“

 

 

1 Comment

  1. Timo Jan Knoll

    24. Mai 2020 at 8:44

    Joah fein haben die jetzt schon drei Folgen gemacht. Aber da drüber raus werde ich nicht kommen.
    Der eine unterbricht immer den anderen. #Langweilig.

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