Das Monumenta Kunstfestival – Intelligence of Many

Am 1. September startet auf rund 6000 Quadratmetern In- und Outdoor-Galeriefläche das Monumenta Kunstfestival. Dabei trifft auf dem Gelände der ehemaligen Pittlerwerke Leipzigs Zeitgenössisches auf Streetart, Gesellschaft auf Graffiti, Kunst auf Stadt. Über 100 Künstler sind Teil der Ausstellung zur „Iconic City“ – eine Stadt, welche Zukunftsvisionen und Utopien auf einem Stück Beton entstehen lassen, Bewusstsein schaffen, und der kulturellen Lethargie einen Mittelfinger ins Gesicht zeigen soll. Contemporary Art, vermischt mit urbanen Einflüssen, finden neben diversen Talks, Live-Acts und Art-Raves statt. Darunter sind namenhafte Künstler wie Martha Cooper, 1 UP, oder Hans Peter Adamski. Die Mischung macht’s und soll die Basis für die sechs-wöchige Veranstaltung werden. Wir haben den Veranstaltern fünf Fragen gestellt.

Was macht die Monumenta so besonders?

Die Intelligence-of-Many. Auf der Monumenta werden viele individuelle Ideen gefeiert. Anders als im klassischen Verständnis eines „Monumentes“, das eine singuläre Position betont, und anders, als in der „Kunstszene“, wo in der Regel ein Megaloman seinen Namen in Neonbuchstaben über alles anbringt, bringt die Monumenta verschiedene Kunstrichtungen, Künstler*innen und Publiken zusammen.

Was sind die Höhepunkte der Monumenta?

Die Höhepunkte der Monumenta, auch Braingasmen genannt, rufen ganz unterschiedliche Reaktionen hervor. Von Begeisterung und Freudenschrei hin zum Schock und Abneigung. Denn niemand braucht noch eine weitere Kunstausstellung, in der auf ein paar weißen Stellwänden Kunst aufgehangen und mit PR-gewaschenen Vokabular um ein bisschen Interesse in den Medien gebettelt wird. Die Höhepunkte der Monumenta heißen: Die Kirche, Die Vampirhalle, Die Goldgerahmten. Herausfinden kannst du das am 1. September.

Es sind viele namenhafte Künstler in eurem Line-Up vertreten, darunter 1UP und Martha Cooper. Wieso möchten Künstler bei euch mitwirken? Gab es direkt einen Andrang an Bewerbungen oder Künstlern, die mitmachen wollten?

Es sind auch weitere geile Namen wie Hans Peter Adamski, Georg Korner, Kai Bornhöft und Jan Kuck dabei – um ein paar Genossen zu nennen, die aus der Welt der feinen Künste kommen. Diese Bi-Polarität ist u.a. das, was sowohl Künstler*innen, als auch Publiken neugierig macht und zusammenbringt. Übrigens: ein Tryptichon von 1UP sieht neben Adamski ziemlich geil aus.

Ein Thema der Veranstaltung ist „Iconic City“, also die Erstellung einer gemeinsamen Utopie und der perfekten Vision einer Stadt. Wie sieht eurer Meinung nach die perfekte Monumenta aus? Welche Ziele habt ihr?

Die perfekte Monumenta ist dann erreicht, wenn wir ein einziges Kind mit Kunst erreicht haben und ihm das Gefühl gegeben haben, dass die Zukunft nicht dunkel und apokalyptisch ist. Das reicht.

Plant ihr schon zukünftige Projekte? Wenn ja, wie sehen diese aus?

Natürlich. Auf der Monumenta geht es fast ausschließlich um Zukunft und zukünftige Utopien. Die Veranstaltung machen wir eigentlich nur deswegen, um unseren verlorenen Gegenwarten den Sinn einer Zukunft zu geben. Auf jeden Fall wollen wir einen Baum pflanzen.

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