Hohe 5 mit Muther Manufaktur (Pierre Sonality & Lena Allgeier)

Pierre Sonality. Muther

Das ist Pierre Sonality

Gerade wurde bekannt, dass in Hamburg ein neues Label an den Start geht mit dem schönen Namen Muther Manufaktur. Gegründet wurde es von Pierre Sonality und Lena Allgeier in Zusammenarbeit mit HHV.deum dem künstlerischen Umfeld rund um das Funkverteidiger-Kollektiv um Sonality eine neue Heimat bieten.

Lena Allgeier. Mutter

Das ist Lena Allgeier

Wenn in der Nachbarschaft solch tollen Dinge passieren wollen wir natürlich mehr wissen und baten die beiden uns mal ein paar Antworten zu geben. Bitteschön. Lets GO!

Woraus entstand die Idee ein Label zu gründen? Welche Motivation steckt dahinter?
Lena:
Die Idee stand schon lange im Raum – es wäre dumm, es nicht zumachen. Wie wir alle sehen können, erlebt Deutschland das, was im Amiland vor 20 Jahren passiert ist. Rap ist aus den Köpfen der Menschen nicht mehr wegzudenken und erfährt Akzeptanz aus allen Gesellschaftsschichten. Das heißt nicht, dass wir mit unserem Label den Geschmack aller treffen. Das mit Sicherheit nicht. Aber es ist nun möglich, auch mit der Musik, die die Jungs machen, eine größere Hörerschaft zu erreichen. Und mehr wollen wir nicht. Rap for those who know.

Pierre:
Der Plan, ein Label aufzumachen, entsprang der Frage, wie lange wir noch so unkoordiniert herumtreiben wollen. Es musste eine richtige Homebase her. Wir wollten irgendwie mehr „da sein“ und Struktur reinbringen. Den Arsch mal an die Wand bekommen.

Wie hat sich euer Alltag verändert? Was fühlt sich anders an, wie vor der Zeit?
Pierre:
Mein Alltag hat sich nicht großartig verändert. Seit fast einem Jahr verbringe ich eh knapp 5 Tage pro Woche im Studio und schraube an Tracks, mache Beats und konzipiere Alben. Grad haben wir MASEs LP durch, sitzen am GALV-Ding, SENDEMAST, DER POLE UND DER TSCHECHE etc. Nur irgendwie fühlt es sich vielleicht mehr nach „Arbeit“ an, da man mit Abgabeterminen und dem ganzen Drumherum rechnen muss. Ich bin mit dem Schritt richtig in die Selbstständigkeit gegangen, aber das macht mir keine Sorgen, da ich weiß, was ich abliefern kann und mein „Geld verdienen“ selbst in der Hand habe. Das wird schon gut gehen!

Lena:
Ich fahre jetzt Mercedes Benz und schmeiß mit Hunnis durch den Club. Das fühlt sich ziemlich gut an. Nein, Spaß. In erster Linie bedeutet es einfach erstmal viel mehr Arbeit. Pierre hat ja den lustigen Teil mit der Musik und Kreativität und ich übernehme den anderen Teil… der mit Zahlen und Terminen. Nebenbei arbeite ich auch noch als Kamerafrau und Cutterin und werde mich in den nächsten Monaten wohl nicht mehr retten können vor Arbeit. Aber das find‘ ich super. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt.


Wie kommt ihr zu euren Künstlern? Befreundete Künstler, eigenes Interesse, andere Motive?
Lena:
Unsere Künstler sind unsere Freunde. Menschlich muss da alles passen, da sie bei uns nicht nur recorden und dann wieder gehen, sondern komplett in unsere Strukturen mit aufgenommen werden, bei uns schlafen, essen, MDR gucken und manchmal trinken wir auch einen kleinen Schnaps zusammen. Das aber eher selten (lacht).

Pierre:
Dem ist nichts hinzuzufügen – wir sind hier alle Freunde!


Was steht in Zukunft an, worauf können wir uns freuen?
Pierre:
Das erste Release wird das MASE-Album. Dazu bald nähere Infos.

Lena:
Unsere Labelrelease-Party steht an. Die findet am 12.06. in der Oberhafenkantine in Hamburg statt. Mit dabei sein werden, Hiob, Doz9 und Torky Tork, Mase, Galv of the 3 Moonz, Sonne Ra, Sendemast, Maulheld, DJ Meta Zwo, DJ Nastea, der Herr Spezial-Gast und unser guter Kleeninski (Geheimtipp-Voice). Im August kommt dann Mase mit seinem langerwartenden Soloalbum. Darauf freuen wir uns alle besonders. Wer danach folgt verraten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht.


Wo seht ihr das Label in 5 Jahren?
Lena:
Hoffentlich nicht in der Insolvenz (lacht). Ich sehe mich mit Mercedes Benz und Hunnis, die ich durch den Club schmeiße. Eventuell habe ich auch einen Affen, der mir meine Sachen hinterher trägt. Und du, Pierre?

Pierre:
Lasst uns erstmal das erste Jahr über die Bühne bekommen. Wir übernehmen uns nicht, machen kleine Schritte und vermeiden dann hoffentlich, dass aus „MUTHER BOOM“ ein „MUTHER PFFFFF“ wird, oder wir nach hochtrabenden Ansagen das Label schrumpfen müssen (lacht). (Herr Sorge Voice)

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