MHD: „Natürlich ist das Leben jetzt anders.“

MHD

Vor rund 17 Monaten droppte Mohamed Sylla a.k.a. MHD den ersten Teil seiner Afro Trap Serie, die ihn binnen kürzester Zeit an die Spitze der französischen Rapszene katapultieren sollte. Das Musikvideo zum siebten Teil der Serie „La Puissance“ erschien vor zwei Monaten und wurde bis heute bereits über 50 Millionen Mal geklickt. Mit „Never“ präsentierte MHD am Freitag den „Afro Trap Part.8″. Sein besonderer Sound, eine Mischung aus westafrikanischen Beats und aktuellen amerikanischem Trap, begeistert die Hip-Hop-Fans auch über die Grenzen Frankreichs hinaus. Zum Jahresende 2016 spielte er sechs Konzerte in Deutschland. Dies haben wir zum Anlass genommen dem Rapper einige Fragen zu stellen. Was er von seinen deutschen Fans hält, ob er deutschen Rap feiert und wie er sich durch den Hype verändert hat verrät MHD in unserem kurzen Interview. 

Die Hohe Fünf mit MHD

1. Ende letzten Jahres warst du auf Afrotrap Deutschlandtour. Was ist das besondere an deinen deutschen Fans?

Die Deutschen sind ein tolles und sehr aufnahmefähiges Publikum. Ich war sehr froh über den Empfang, der mir während der Tour bereitet wurde. Ich habe Videos gesehen, in denen die deutsche Fußballmannschaft zu meinen Liedern tanzt. Beim Konzert in München habe ich sogar Franck Ribery, David Alaba und Renato Sanchez auf die Bühne geholt. Es war super!

2. Viele deiner deutschen Fans verstehen deine Texte nicht und feiern einfach den Sound. Wie wichtig ist die inhaltliche Komponente bei deiner Musik?

Ich denke nicht, dass es unbedingt nötig ist meine Texte zu verstehen, um meine Musik zu feiern. Ich achte immer sehr stark auf die musikalische Komponente meiner Lieder, so dass man auf sie tanzen kann. Natürlich ist es besser, wenn man die Texte versteht. Aber ich denke, dass einige Refrains wie „Champions League“oder „Ngatie Abedi“ unabhängig von der Sprache verständlich sind. 

3. Kennst du deutschen Hip-Hop? 

Ich habe einiges gehört, aber ich könnte keine Künstler nennen. Bei all dem, was in Frankreich, England, den USA und Afrika veröffentlicht wird, ist es schwer alles mitzubekommen. Aber ich weiß, dass es in Deutschland eine interessante Rapszene gibt.

4. Mit welchem Künstler würdest du in Zukunft gerne zusammenarbeiten?

Drake.

5. Nach über neun Monaten hast du Ende Dezember einen weiteren Afro Trap Part veröffentlicht. Im Video zeigst du deine Platinschallplatten. Wie gehst du mit dem großen Erfolg um? Hast du dich durch den Hype verändert?

Natürlich ist das Leben jetzt anders. Vor 18 Monaten war ich noch Pizzabote. Vor allem bin ich jetzt ständig unterwegs. Tour, Promo, Studio… Aber ich bin immer noch den ganzen Tag mit meinen Freunden zusammen, sie begleiten mich sogar während der Tour. Was das angeht hat sich also nichts verändert. 

Hier kannst du den neusten Teil der Afro Trap Reihe von MHD „Never“ ansehen:

Übersetzung aus dem Französischen: Anna Gürth

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Aus der südlichsten Ecke in den hohen Norden gezogen um über Hip-Hop zu schreiben. I'm all the way up.

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