Hohe 5 mit Ghanaian Stallion

In der Vergangenheit reisten bereits Marteria, Maeckes und Paul Ripke nach Uganda um vor Ort das “WASH”-Projekt von Viva con Aqua zu unterstützen, dessen Ziel die Verbesserung der “Wasser, Sanitäre Versorgung, Hygiene” – Situation in der Region ist. Nun taten es Megaloh und Ghanaian Stallion den dreien nach und reisten nach Uganda um auf ihrer Reise Projekte und Workshops vor Ort zu besuchen, Live-Auftritte zu geben und an einer internationalen Hip-Hop-Kollaboration zu arbeiten. Herausgekommen ist der Song “SEMA – Say it!” , zu dem auch gleich ein Video abgedreht wurde. Wir haben mit Ghanaian Stallion über die Hintergründe der Reise und den Entstehungsprozess des Songs “SEMA – Say it!” gesprochen.

Marteria und Maeckes waren letztes Jahr auch in Uganda um dort das Brunnenwasser und sanitäre Einrichtungen vor Ort zu testen. Habt ihr davon mitbekommen und war das auch eine Motivation für euch?

Wir haben natürlich davon mitbekommen und dachten uns, dass das auch was für uns wäre. Gerade auch auf Grund der Tatsache, dass wir beide Halbafrikaner sind, ist es natürlich nochmal was Besonderes.

Ist Viva con Agua auf euch zugekommen oder wie ist der Kontakt zustande gekommen?

Viva con Agua ist auf uns zugekommen. In der Regel läuft das glaube ich auch immer so ab, dass man quasi auserkoren wird ein Teil davon zu sein. Wir sind schon eine Weile mit Michael Fritz in Kontakt, der auch schon länger Fan unserer Musik ist.Mit einer Reise nach Afrika hätte es früher fast schon einmal geklappt, war dann jedoch zu spontan, sodass sie nicht zustande kam. Umso schöner, dass es dann jetzt geklappt hat. Wir haben auch schon einige Shows im Rahmen von Viva con Agua-Veranstaltungen gespielt und waren bei einem der Benefiz-Fußballspiele mit dabei.

Auf dem entstandenen Song sind Künstler aus verschiedenen Ländern. Viva con Agua hat euch ja zusammen gebracht. Wie war die Produktionsphase?

Die Chemie in der Gruppe war einfach Hammer! Alle haben sich super verstanden, sowohl menschlich als auch musikalisch. Der Song bzw die Idee zu dem Song ist in Moroto entstanden, an einem der Viva con Agua Projektstandorte nähe der kenianischen Grenze. Da haben wir dann den Beat (den ich schon eine Weile hatte) unter der Prämisse ausgewählt, dass es was sein musste, was sowohl in Afrika als auch in Europa funktionieren kann. Der Beat lief ein paar Sekunden und alle waren sich einig, dass es der richtige ist. Im Beat war ein Vocal-Sample auf Swahili, was ich vorher gar nicht wusste. Octopizzo hat das dann rausgehört und lustigerweise war die Aussage des Samples so viel wie “ich hab Euch was zu sagen”…somit hatte man direkt auch eine Art Songkonzept, welches perfekt zu dem ganzen Viva con Agua-Rahmen gepasst hat. Danach haben dann alle, bis auf Bobi Wine, ihre Parts geschrieben, der seinen ein paar Tage später im Studio (in dem wir dann auch alle Vocals aufgenommen haben) mehr oder weniger gefreestyled hat. Ich habe dann, als wir wieder zurück in Deutschland waren, den Song noch etwas ausproduziert. Dann wurde er von BenBENDMABurgwinkel gemischt und von HP gemastert. Das Video habe die krassen Jungs von Klabautermannimages gedreht, die auch für das “Oyoyo“-Video von Megaloh verantwortlich sind.

Ihr habt auch live gespielt. Das Publikum hat die Texte ja sicherlich nicht verstanden. Wie war das Feedback?

Das Feedback war super. Die Leute haben die Musik auf jeden Fall “gefühlt”. Wir haben ja auch bewusst die Songs ausgewählt die afrikanische Elemente enthalten oder Reggae Einflüsse haben. Dadurch konnten die Leute natürlich auch was mit der Musik anfangen. Die Texte haben sie zwar nicht verstanden, aber die Delivery von Megaloh ist ja jetzt auch nicht typisch deutsch oder europäisch. Selbst wenn man ihn nicht versteht weiß man sofort, dass der Kerl was von seinem Handwerk versteht. Beim Auftritt in Kampala (wir hatten ja zwei Auftritte) waren sogar einige Deutsche im Publikum…die haben dann natürlich nochmal extra Alarm gemacht.

In Hinblick auf weitere Viva con Agua-Projekte in Uganda: Wen würdet ihr euch als eure Nachfolger wünschen?

Das soll jetzt nicht egoistisch klingen, aber wir haben jetzt nicht das Gefühl, dass das schon unsere letzte Reise mit Viva con Agua war. Wenn es nach uns geht, brauchen wir erst mal keine Nachfolger. Man sollte ja auch die entstandene Chemie in der Truppe für weitere Projekte nutzen. Alle Musiker und Künstler sind nach wie vor in Kontakt. Es ist fast so als hätte man neue Freunde durch die Reise und die gemeinsame Arbeit gewonnen. Da wird auf jeden Fall auch noch einiges passieren, was die Zusammenarbeit betrifft – auch unabhängig von Viva con Agua. Dennoch sind wir natürlich jederzeit gerne wieder dabei wenn Michi anruft.

 

The following two tabs change content below.
Seit April 2016 ist ein echtes Nordlicht in der Redaktion gestrandet. Nun wird die Republik mit den aktuellsten News geflutet!

Erzähl Digger, erzähl

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.