Yaw Herra: “Ich bin der Meinung, dass sich qualitativ gute Musik immer durchsetzen wird.”

hmni yaw herra

Als Yaw Herra letzten Oktober mit „Dope“ in die Szene einstieg, war sofort klar, dass ab jetzt wieder Battlerap auf der Tagesordnung steht. Vorher hatte der Koblenzer unter dem Namen KnG gerappt, inzwischen hat er den Namen jedoch vollständig hinter sich gelassen und konzentriert sich auf seine neue Persona. Yaw Herra steht für ehrlichen, technisch starken Rap, der sich nicht auf eine feste Schiene begrenzt. Durch viele verschiedene Einflüsse und Interessen ist der Sound auch dementsprechend vielfältig. Gemeinsam mit seinem label Corn Dawg Records veröffentlicht er seine Debüt-EP “Stimme der Unvernunft”, die ab dem 19.05 überall erhältlich sein wird.  Am 19.05. laden Yaw Herra und Corn Dawg Records außerdem  zur Releaseparty in den HHV Store, Grünberger Str. 54, 10245 Berlin ein. Es gibt die neuen Tracks das erste Mal live – Eintritt und Drinks gehen auf Nacken von Heineken, Desperados und Strongbow. Die Veranstaltung dazu findet ihr hier.  Was Yaw Herra selbst über sich sagt, könnt ihr untenstehend nachlesen, wenn er sich den neun Fragen unseres “Hi, my name is…” stellt.

hmni yaw herraThis is where I’m from…

Represent Koblenz! Aktuell aber auch viel in Berlin wegen der Musik.

I know my roots…

In der Realschule hatten wir eine ziemlich coole Musiklehrerin. Die ist mit uns im Unterricht Songs wie „Rapper’sDelight“ und „Gangstas Paradise“ durchgegangen. Wir mussten die Texte erst übersetzen, damit wir verstehen was die uns da überhaupt erzählen, und die danach auswendig lernen.
Einmal haben wir sogar auf der Karnevalsfeier vor der ganzen Schule Songs wie „OK“ von Kool Savas und Samy Deluxe und „Stunt 101“ von G-Unit performt.

You know my steez…

Das so in der Schule zu sehen war schon ganz witzig. Aber das waren halt nie eigene Texte. Dann kam zum Glück der Film 8Mile raus und danach wollte ja gefühlt die ganze Welt nur noch rappen. Ich war auch einer von denen. Die Ersten eigenen Songs habe ich dann mit 14 geschrieben, nicht ganz so geil im Rückblick. Haha.
Zwei Jahre später gab es dann einen RapContest von Hoodflamein Koblenz an dem ich teilgenommen habe. Da hatte ich noch nicht einen Song aufgenommen aber sofort live performt. Seitdem Tag bin ich Rapper.

That’s my motherf****** name…

Call me YAWmotherfucking HERRA!
Meine Eltern stammen beide aus Ghana und da bekommt man so einen Zweitnamen. Je nachdem an was für einem Wochentag du geboren wurdest, ob du Junge oder Mädel bist, gibt es traditionelle Namen. Weil ich an einem Donnerstag geboren wurde, ist mein Zweitname „Nana Yaw“. Da ich „Nana“ aber dann doch ein bisschen feminin fand habe ich mich nur für „Yaw“ entschieden. Dazu „Herra“ als Anlehungan die Grassorte „Jack Herer“ – YAW HERRA!hmni yaw herra

Turn my music on…

Meine Texte sind direkt und authentisch. Die Dinge über die ich schreibe sind aus dem Leben gegriffen und nicht irgendwelche übertrieben krassen Märchengeschichten.
Mir ist es immer wichtig, dass ich mich mit meiner Musik identifizieren kann, dass heißt aber nicht stumpf immer harte Boom Bap Beats zu picken. Dazu hör ich zu viel unterschiedliche Musik abseits von Rap. Daher versuche ich auch immer wieder neue Einflüsse in meinen Sound einzubringen.

You see the difference…

Grundsätzlich: Don’tbelievethehype! Ich springe nicht auf Hypes oder Trends auf. Ich bin der Meinung, dass sich qualitativ gute Musik immer durchsetzen wird. Ich höre manchmal Lieder von mir, die sind sieben Jahre alt und denke: Wow, das ist für seine Zeit immer noch richtig gut.
Ich sehe in der aktuellen Deutschrapszene eine Blase die kurz vor dem platzen ist weil es kaum noch neue Sachen gibt. Jeden Tag ein neuer Rapper der sich genauso anhört wie der von gestern.

My brand new album/mixtape…

Jetzt kommt erstmal meine nächste EP „Stimme der Unvernunft“ raus. Das ist das erste Release was bei CornDawg Records erscheint. Auschecken lohnt sich da.
Über weitere Projekte kann ich noch nicht so viel sagen, aber ich bin fleißig, schreibe viel und hab schon ein paar Songs fertig. In welcher Form die dann rauskommen, wird man sehen.

I know what I want…

Hmmm… Erwartungen sind immer so eine Sache. Ich würde lügen wenn ich sage, dass ich keine Erwartungshaltung im Bezug auf meine Musik habe…aaaber ich schraub die auch nicht so hoch, weil im Nachhinein ist es immer cooler, wenn dann doch mehr geht als gedacht.
Man sieht ja aber auch, dass man wächst. Egal ob es jetzt neue Fans sind, andere Künstler mit denen du auf einmal im Kontakt bist oder irgendwelche anderen neuen Kontakte. Auch wenn ich jetzt noch nicht den großen kommerziellen Erfolg mit meiner Musik gemacht habe, habe ich doch sehr viel mitnehmen können und das ist das was ich in mir in der Zukunft auch weiterhin erhoffe.
Dass das Ganze noch etwas größer wird, dass man mal eine eigene Tour spielt statt einer Support Tour, man möglicherweise damit komplett sein Geld verdient, neue Erfahrungen macht, … Da hätte ich auch nichts gegen.

Look into the future…

Weltherrschaft!!!

Yaw Herra in den Sozialen Medien:

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