Hi My Name Is… Sparky: „Wenn du Musik machst, die künstlich darauf angelegt ist, den Geschmack der breiten Masse zu bedienen, bist du ein schlechter Mensch.“

Der Kölner Sparky unterstellt seinen Altersgenossen einen Hang zur Frühvergreisung. Das rappende Sektorwestbüdchengangmitglied sieht sich als Sprachrohr für die urbanen Jugendlichen, die desillusioniert durch die Städte flanieren. Nun wird sein Album „Leuchtraketen“ am 29.07.2016 bei Heart Working Class erscheinen. Der weltoffene Soundästeht hat eine klare Vorstellung von Kunst, hält viel von Individualität und wenig von Anpassung. Klingt interessant? Ist es auch! Sparky schöpft Inspiration aus genreübergreifenden Quellen und fand auch nicht auf dem typischen Weg zu Rap. Mit wem der Kölner gern zu Abend dinieren würde und in welchem Verhältnis er zu Hunden steht, könnt ihr hier bei uns lesen. Es wird auch längst Zeit!

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This is where I’m from…

Ich bin in Köln geboren und hab nie in einer anderen Stadt gelebt. Die schönste dreckige Stadt der Welt.

I know my roots…

Keine klassische “Ich hab meine Liebe zu Rap entdeckt”-Geschichte. Ich hab eigentlich immer schon alles gehört: von Elektro, Jazz, Punk bis eben hin zu Rap. Da Instrumente aber verdammt teuer waren und ein paar Kumpels von mir ebenfalls gerappt haben, lag es einfach sehr nah, auch damit anzufangen. Musik machen wollte ich ohnehin immer. Ich bin heute sehr froh, dass ich nicht diese Nazi-Nur-HipHop-Sozialisation hatte, weil man später einfach offener ist, was die eigene Sound-Ästhetik angeht. Es geht um verdammte Kunst, alles andere sind nur Schubladen.

You know my steez…

Es gibt so viele Künstler, die mich inspiriert haben, sodass es fast unmöglich ist, da jetzt die Wichtigsten hervorzuheben. Mike Skinner hat mich sehr beeinflusst. Ich finde, er ist einer der stärksten Songwriter der Welt. Aphex Twin fand ich schon immer sehr krass, gerade auch im Bezug auf visuellen Kram, wie Videos und Artwork. “Madvillainy” von Madlib und MF Doom war auch ein sehr wichtiges Album für mich, das mir musikalisch nochmal hart die Augen geöffnet hat. Eigentlich mochte ich immer alles was mutig und weirdo war. Ich mag es, wenn Musiker Kunstfiguren sind, die sich nicht direkt fassen lassen.

That’s my motherf****** name…

Irgendwo im Internet hat mal jemand geschrieben: “Der Name klingt verdammt nach Hund.”. Würde ich so unterschreiben. Echt ein treffendes Kommentar. Ich mag Hunde aber auch. S/O an meinen Hund.

Turn my music on…

Momentan mag ich meinen Song „Zombies“ sehr. Produziert von meinem Bruder Yourz. Außerdem hat der mystische Kurt Prödel dazu ein sehr geiles Video gedreht. Kann man machen. Muss man ahnen.

Yo see the difference…

Fuck your Money, fuck your Fame. Wenn du Musik machst, die künstlich darauf angelegt ist, den Geschmack der breiten Masse zu bedienen, bist du ein schlechter Mensch. Kunst sollte immer roh sein und den Mut haben, einen Fick darauf zu geben was andere Leute wohl über sie denken. Ich will genau das machen, was ich gerade fühle. Wenn ich irgendwann ein angepasster Schlappschwanz werde, begrabt mich.

My brand new album/mixtape…

Ich habe gerade ein Album namens “Leuchtraketen” gemacht, das am 29.07.2016 über Heart Working Class droppt. Produziert hat Yourz und das Album ist wundervoll. Kann man sich kaufen. Sollte man.

I know what I want…

Ich würde gerne mit DJ Khaled oder Manuellsen zu Abend essen. Ich bin großer Fan ihrer Interviews und finde das sind beides mega interessante Persönlichkeiten. Das meine ich vollkommen unironisch.

Look into the future…

Da halte ich es wie Pillath. Ich würde mich freuen wenn ich ein Haus besitze, dessen Hinterhof einen Hinterhof hat.

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Moin, ich bin Freddy aus der besten Vorstadt Berlins: Bernau. Rapliebhaber, Fussballfanatiker, Sneakerfreak. Immer unterwegs durch die weitläufige Medienlandschaft. Jetzt bei BACKSPIN. #WKM$N$HG?

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