Shogoon: „Aus einem kurzen Freestyle zwischen Bier und Kippe wurden dann zwei Jahre, die ich jeden möglichen Abend am Open Mic verbrachte“

Egal was du gerade studierst, Shogoon hat den Bachelor of Bars. Nachdem er vor zwei Jahren sein „Harakiri Tape“ veröffentlichte, setzt der Boy aus Minden jetzt mit der „Skoolyard EP“ ordentlich nach. Der 23 Jährige Oldschool Liebhaber Shogi hört seit seiner Kindheit Rap. Warum er angefangen hat selber zu Rappen und wie seine ersten Erfahrungen mit unserem Lieblingsgenre waren, erzählt er euch in den nächsten Zeilen.
dach

Hi My Name is… Shogoon

This is where I’m from…

Big Minden! Sollte den meisten Rapheads ja ein Begriff sein, oder? Genau. Curse und so weiter.

I know my roots…

Darf ich etwas ausholen? Ja? Cool. Wie das in so einer Kleinstadt so ist, kennt jeder jeden um ein paar Ecken, also hat mein Vater mir damals, so um 2002, eine CD von einem Typen mitgebracht, den er mal auf einem Geburtstag (oder so) getroffen hat. Der gute Mann hieß Curse und hatte grade sein zweites Album draußen.  Obwohl ich den guten Mann nie kennenlernen durfte, hat sein Album mich zum Deutschrap geführt. Vorher habe ich nur US-Rap gehört: Big-L, Eminem, Big L…ach und manchmal auch Big L. Im Jahr 2004 kam dann so ein Kerl mit ’ner silbernen Totenkopfmaske um die Ecke. Ab dem Punkt gab es nur noch Rap für mich. Ich glaube „Maske“ von Sido ist das Album, welches mich vermutlich am stärksten geprägt hat. Selber Musik machen kam aber noch nicht in Frage. Dafür war ich zu schüchtern. Erst im Jahr 2012, also knapp zehn Jahre später, bekam ich in einer Mindener Kellerdisko das Mikro in die Hand. Aus einem kurzen Freestyle zwischen Bier und Kippe wurden dann zwei Jahre, die ich jeden möglichen Abend am Open Mic verbrachte.

You know my steez…

Fresh as f**k, rotziger Stimme, netter Typ mit gemeinen Flows.

Ich war als Kind der größte Fan von dieser ignoranten Attitüde, die ein Big L oder ein Shady an den Tag legte. Die konnten dir auf Albumlänge etwas vom Leben erzählen, ohne dass man einmal gelangweilt war oder irgendetwas zu abgedroschen klang. Ich schätze mal, dass mich „Lifestylez Ov Da Poor & Dangerous“ und die „Marshall Mathers LP“ enorm inspiriert haben. Ich habe die Platten im Alter von sieben oder acht Jahren mal irgendwo entdeckt. Natürlich habe ich nicht sofort alles verstanden, was die netten Herren da von sich gaben, aber trotzdem hatte ich eine unglaublich enge Verbundenheit zu den beiden Alben. Vielleicht grade weil ich in unserer Siedlung das einzige Kind aus der unteren Mittelschicht war, konnte ich mich so gut mit dieser Art von Musik identifizieren. Vom Mindstate her fließt das ganz sicher bis heute noch mit in meine Musik hinein.

That’s my motherf****** name…

Shogoon. Als riesen Fan der alten fernöstlichen Kulturen stand Klein-Fabi damals mit sechs Jahren beim Kampfsport als Neuling auf der Matte. Zwar kannte keiner meinen Namen, aber auf dem Kampfanzug klebte noch der Aufkleber der Marke: “Shogun”. So wurde ich dann gerufen. 16 Jahre später dann “Shogoon” draus gemacht.Fertig.

Turn my music on…

Anmachen. Flashen. Nochmal anmachen.

Am besten du hörst echt mal in meine EP rein. Der Titeltrack „Skoolyard“ dürfte vielleicht dem einen oder anderen aus der Seele sprechen. Der kleine Ausreißer in deinem Kopf wird es dir danken 😉

You see the difference…

Ich lege großen Wert darauf, dass jeder Song in sich geschlossen ist, ohne dass das Ding am Ende langweilig oder erzwungen klingt. Wie vorhin bereits gesagt, hat Sido das damals schon ganz gut vorgemacht. Ich achte einfach darauf, auch die düstersten Themen ungewohnt frisch klingen zu lassen. Denn die wenigstens checken: Nur weil du rappen kannst, kannst du noch lange keine Songs schreiben.

My brand new album/mixtape…

Die „Skoolyard EP“. Das Ding ist am 05.08.2016 erschienen und ich bin stolz wie Oscar: Fünf Tracks aus dem Leben eines Vorstadtkiddies. Geschichten von dem jungen Außenseiter, der irgendwie immer dazu gehören wollte, sich dann aber doch zu cool war.

I know what I want…

Was ich möchte? Immer weiter Mukke machen. Ich sitze grade an meinem Album und möchte den Leuten so ein Gefühl geben, wie ich es damals bei Big L oder Slim Shady und heute bei einem J Cole habe. Das Ganze wird ein Film, in den sich bestimmt jeder ein Stück weit hineinfühlen kann. Kopfhörer auf und mal ’ne Stunde nickend durch die Stadt laufen.

Look into the Future…

Musik machen. Menschen flashen. Nuff said.

Cover

„Skoolyard EP“ bei Amazon bestellen.
„Skoolyard EP“ auf Spotify.
 bei Itunes.
 bei Googleplay.
Shogoon auf Facebook.
Shogoon auf YouTube.
„Immer noch“

The following two tabs change content below.
Razer

1 Comment

Erzähl Digger, erzähl

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.