Scep: „Ich fühle mich verpflichtet Ungerechtigkeiten auf der Welt anzusprechen.“

„Aus großer Macht folgt große Verantwortung“, so hat es einst schon Spiderman gesagt. Und was für Superhelden gilt, das wird für Musiker doch auch gelten können. Denn die eigenen Lieblingsrapper können doch auch zum Superhelden werden, zumindest für den einzelnen Fan. Damit aber wieder zurück zur Verantwortung, denn dafür steht der Rapper Scep, der heute nahe Würzburg wohnt und bereits seit zwölf Jahren Musik macht. Standardisierte Representer Tracks sind bei ihm eher Mangelware, dafür besticht er durch präzise Lyrics, die sicherlich den einen oder anderen zum Nachdenken anregen. Wie er zur Musik kam und sich Battles mit Kindern der US-Soldaten lieferte, all das erfahrt ihr in unserem Interview. Vorhang auf für Scep!

„HI, MY NAME IS SCEP“

This is where I’m from…

Geboren in Thüringen und im Laufe der Zeit circa fünfzehn Mal umgezogen. Heute wohne ich in der Nähe von Würzburg und hier gefällt es mir recht gut.

I know my roots…

Musik begleitet mich schon seit meiner frühsten Kindheit. Meine Mutter spielte früher noch viel Gitarre und mein Großvater war Tenor. Mit circa zehn Jahren habe ich versucht die Texte von amerikanischen Größen wie Eminem oder DMX zu rappen. Ich habe mir hin und wieder mit den Kindern der vor Ort stationierten amerikanischen Soldaten Battles geliefert, was allerdings noch ziemlich lustig klang, da ich nicht einmal richtig Englisch konnte.

You know my steez…

Als ich mit den ersten deutschen Tracks von Kool Savas, Azad und Samy Deluxe in Kontakt kam, war mir sofort klar, dass Rap mein ständiger Begleiter sein wird. Ich fing an eigene Texte zu schreiben und mit zwölf Jahren nahm ich meinen ersten Song auf. Damals noch mit Headset in einem kleinem Dorf irgendwo bei Kitzingen.

That’s my motherf***** name…

Der Name Scep besteht in der Tat nicht einfach nur aus irgendwelchen dahingeworfenen Buchstaben, die Bedeutung lässt sich von meinem aktuellem Albumtitel „Sceptrum“ ableiten, was soviel bedeutet wie Zepter. Das Zepter steht für eine gewisse Autorität und ist in diesem Fall ein Synonym für das Mikrofon, welches auch auf dem Backcover des Albums zu sehen ist.

Turn my music on…

Meine Musik würde ich vor allem als frei bezeichnen. Ich lasse mich in keine Schublade stecken, lege allerdings großen Wert auf authentische Texte. Trends interessieren mich nicht, ich schreibe über Dinge, die mir auf der Seele brennen. Außerdem bin ich mir bewusst, welche Verantwortung ich mit dem Mic in der Hand habe.

Yo see the difference…

Meine Texte regen größtenteils zum Nachdenken an. Ich fühle mich verpflichtet Ungerechtigkeiten auf der Welt anzusprechen. Statt dauernd nur den üblichen Klischees eines Rappers nachzueifern, möchte ich im besten Fall das Bewusstsein meiner Hörer erweitern. Den Durchbruch schaffen möchte sicher jeder, auch wenn er es nicht zugeben will. Wer will schon nicht irgendwann auf den ganz großen Bühnen stehen und miterleben, wie tausende Menschen seine Texte mitrappen? Mir geht es dabei sicher genauso, aber nicht um jeden Preis und immer erhobenen Hauptes.

My brand new album/mixtape…

Am 05. Mai 2017 ist mein bereits erwähntes Debütalbum „Sceptrum“ erschienen. Ende des Sommers gibt es noch ein Free-Mixtape mit mehreren Videoauskopplungen. Die aktuellen Musikvideos produziere ich größtenteils selbst.

I know what I want…

Ich gebe weiterhin Gas und lasse alles weitere auf mich zukommen.

Look into the future…

Ideen habe ich viele und Möglichkeiten gibt es genug, allerdings schlägt mein Herz ganz klar für die Musik!

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1 Comment

  1. Murda Motherfuckin Mike

    3. August 2017 at 20:34

    Also ich kann Scep und seine Musik nur weiter empfehlen, Ich habe mir das Album zugelegt und höre es rauf und runter. Es ist sehr viel musikalisches dabei und insgesamt regt jeder Track in irgendeiner Weise zum nachdenken an. Ich finde er füllt mit seinen Songs eine ganz neue Lücke aus weil die Art und Weise wie er gewisse Themen in die Musik packt so bisher in deutschem Rap noch nicht stattgefunden hat. Zusätzlich zu diesen geilen Themen sind die Lyrics, die Technik und die Flows bei einem hohen Level zu platzieren. Ich freu mich schon auf das kommende Mixtape und hoffe es kommt auch in Zukunft weiterhin noch mehr gute Musik von ihm. Scep persönlich wünsche ich auf alle Fälle mehr Reichweite und stetig steigenen Erfolg mit der Musik, den rein von der Musik her hat er definitiv einen Platz weit oben verdient !

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