Hi my name is…Sayf: „Was eine Stimme anrichten kann, kann keine Maschine der Welt.“

Mit gerademal zwei größeren Releases hat SayF noch nicht sehr viel Output vorzuweisen – die Skills des jungen Berliners sprechen allerdings für sich. Beim Label „New Word Order“ gesignt, überzeugt SayF mit einem selbstbewussten Flow und anständiger Stimme. Das qualifiziert ihn für unser Kurzportrait „Hi my name is…“

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This is where I’m from

Aus der Muddastadt Berlin

I know my roots
Meine erste Mukke spielte ich tatsächlich mit einem Kassettenrekorder für Kinder in Berlin
Zehlendorf, wobei ich Kassetten mit dem Mic vom Kassettenrekorder überspielt habe. Der war
immer und überall am Start. Die Kinderlieder von damals waren voll meins, von “König der Löwen” bis hin zu “Oh Tannenbaum”. Ich habe alles hoch und runter gesungen, dieses musikalische Gen habe ich eindeutig von meinem Vater geerbt. Als ich Teenager war, hat mich ein damaliger Freund, der meine Liebe zur Musik kannte, ans Mikrofon gestellt bzw. mir ein Mikrofon, welches an einen Laptop angeschlossen war, in die Hand gegeben und meinte “so jetzt werden wir etwas aufnehmen!”. Damals war ich eher ein Sänger, mein Vater machte auch Musik aber meine Liebe gehörte Anfangs dem Singen. Also begann ich mit dem Singen und habe tatsächlich ein positives Feedback bekommen…Diese ganze Sache wurde aber durch einen Disstrack beendet. Dieser kam in meine damalige Gang geflattert, ging aber nicht an mich und doch stand ich zu meinen Jungs und habe in Form eines Kollabos zurückgedisst. Das erste Mal habe ich gerappt und das Feedback was da zurück kam war noch viel krasser und so begann ich zu rappen.

You know my steez
Aggro Berlin hat mich damals sehr geprägt, ich feierte den Rap so hart dazu gehörte natürlich auch King Kool Savas. Ich habe auch Ami-Rap gehört, sowas wie Tupac, denn mein Vater ist Amerikaner und so hörte ich die Musik von klein auf. Aber wir leben nun mal hier in Deutschland und damit alle mich verstehen wollte ich von den Deutschen lernen und mich auf deren Lyrik konzentrieren. Ich habe alle Texte von Savas und der Aggro Gang rauf und runter gerappt. Was ich damit sagen will ist, dass die Stimme die stärkste Macht ist, die ein Mensch besitzen kann! Nichts trifft so sehr wie gesprochene Worte! Man kann mit Worten / Stimme viel Positives oder Negatives ausüben, was keine Maschine der Welt anrichten kann!

That’s my motherf****** name
SayF: Ich habe aus meinem Vornamen jeweils einen Buchstaben genommen und wieder weggelassen und das F ist der Anfangsbuchstabe von meinem Nachnamen. Ich kann mich damit auch einfach perfekt identifizieren, denn ich bin SAFE im Sinne von sicher, in jedem Move den ich hier kick, egal wie provokant das für den einen oder anderen sein mag.

Turn my music on
Ich muss sagen, im Moment kann ich nur zwei Songs von mir im Netz empfehlen, da ich mein  größter Kritiker bin und das was ich sagen will und mache ist immer gut überlegt! Die Songs sind erstens für meine Mum “Viel zu selten gesagte Worte” und zweitens meine erste Single die über meine Plattenfirma “New Word Order” erschienen ist und auch diesen Namen trägt, dieser ist so zu sagen der Einstieg. Ansonsten exisitieren auf meiner Facebookpage “Generation Next” viele Handyvideos von mir!

Yo see the difference
Mich unterscheidet ganz einfach von den anderen, dass ich keine Hollywoodfilme schiebe! Ich lebe im Hier und Jetzt und will den Leuten da draußen etwas geben, ich will sie daran erinnern was für Werte der Mensch eigentlich in sich tragen sollte. Dabei nehme ich auch kein Blatt vor den Mund, wenn mich was stört sage ich, wie es ist und nenne die Dinge beim Namen. Ansonsten ist mir diese ganze Beefkacke egal…ich bin viel zu intelligent für diesen Scheiß !!!

„Viel zu selten gesagte Worte“ (2015)

My brand new album/mixtape
Aktuelles Release ist wie angesprochen die Single “New Word Order” und es wird noch Einiges folgen, so viel kann ich erstmal sagen

I know what I want
Ich habe nicht mal die Erwartungen an die Masse da draußen, denn wenn es schief geht, dann liegt es nur an mir selbst, das heißt ich erwarte von mir, dass ich dort draußen eine Familie von Brüdern und Schwestern schaffe, die gemeinsam bewegen und verändern aber genaueres hört man aus den zukünftigen Songs heraus. Für mich und meine schon jetzigen Brüdern und Schwestern zählt #allesfürmamaunddiegang!

„New Word Order Exclusive“ (2016)

Look into the future
Ich möchte, dass ich mit meiner Gang Bühnen abreisse, besonders mit meinem Bruder! Ich liebe es mit ihm Musik zu machen, ich denke wir müssen einfach auf der Bühne sein, denn es liegt uns im Blut. Ansonsten hoffe ich, dass das Feature mit Zlyer, welches schon in den Startlöchern steht, genauso positiv oder natürlich noch positiver ankommt, als meine erste Single ! Hierbei handelt es sich eher um etwas Ruhiges zum Nachdenken. Ich werde Gas geben und hoffe auf mehr Brüder und Schwestern ! PEACE #allesfürmamaunddiegang #NewWordOrder #GNext

Für weitere Infos über SayF folgt dem Label „New Word Order“ auf Twitter.

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Er ist nicht "Nordisch by Nature" – kam aber durch Samy und EinsZwo zu Hip-Hop. Abseits davon auch gerne Gespräche über die Rettung der Welt, Tesla oder Alan Watts. "They try to blind our vision, but we all God children, we siblings. You my brother, you my kin, fuck the color of your skin."

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  1. Pingback: SayF im Backspin Interview — New Word Order

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