Hi My Name Is… Savage Black: „Ich bin sehr hungrig und lerne sehr schnell, was man noch früh genug merken wird.“

Bei Savage Black, der „wilde Rapper mit dunkler Hautfarbe“ aus dem Norden Berlins, war der Künstlername schon früh Programm. So wurde er vor der Volljährigkeit inhaftiert und musste für geschehene Aktivitäten gerade stehen. Das tat er und wurde dabei stets von Hip-Hop begleitet. In Kreisen von Musikern, beeinflusst von französischem und US-amerikanischem Trap, wuchs der Hunger des Berliners, seinen eigenen Stil zu erschaffen und damit seinen persönlichen Fußbabdruck in der Szene platzieren zu können. Der multilinguale Afrikaner hat mit „Mixed Music Arts“ ein neues Mixtape in der Pipeline und veröffentlichte vor kurzem ein Videotrack mit dem verheißungsvollen Newcomer Chima Ede. Bei uns spricht Savage Black unter anderem über seine persönlichen musikalischen Ursprünge, die genrebezogene Offenheit und seinen Fokus auf die Gegenwart. 

Savage Black 3

This is where I’m from…

„Ich bin ein Berliner“ straight aus dem Barrio Nord im Märkischen Viertel. Ich bin auch hier aufgewachsen, habe zwar nicht immer in Reinickendorf gewohnt, doch habe hier die meisten Sachen erlebt.

I know my roots…

Mit 14 Jahren habe ich mich einmal ans Schreiben gesetzt und einen Song aufgenommen. Da hieß ich noch Lil Fifty. Ich habs aber leider nicht weiter verfolgen können, da ich zu der Zeit keine Anerkennung als Rapper in meinen Kreisen bekommen hätte. Ich war darauf fokussiert, Geld zu machen und hatte wenig Zeit für Musik. Mit 17 wurde ich aufgrund meiner damaligen Aktivitäten für zwei Jahre und acht Monate inhaftiert und hab dann drinnen wieder angefangen ein paar Texte auf der Basis von Liedern, die ich auf CD hatte (keine Instrumentals), zu schreiben. Das machte das Schreiben schwierig, da man im Hintergrund immer die Liedstimme im Nacken hatte. Irgendwann hab ich dann auch in Haft die Motivation verloren, um weiterzumachen. Im letzten Jahr, März 2015, war ich oft mit meinen Jungs zusammen (RedwoodGang) und wir haben viel Trap aus Chicago und Frankreich gehört und uns gedacht, dass sowas auch hier in Deutschland fehlt. Seit diesem Tag hab ich mich persönlich entschlossen, dass ich Musiker sein will und das auch durchziehen werde. Ich hab mich direkt ans Schreiben gesetzt, keine Zeit verloren und schnell gemerkt, dass in meinem Bekanntenkreis mehr Musiker sind, als ich dachte. Auf diese Weise habe ich dann meinen Produzenten mdmx kennengelernt und mein erstes Mixtape mit ihm produziert, worauf ich mächtig stolz bin, da es manche Leute, die schon seit einigen Jahren Musik machen in den Schatten stellt. Ich bin sehr hungrig und lerne sehr schnell, was man noch früh genug merken wird.

You know my steez…

Mich inspiriert zur Zeit viel aus Frankreich, Amerika und Italien. Unter anderem Young Thug, Niska, Kalash Criminel, Siboy, SCH, Ghali und so weiter. Ich bin eigentlich nicht der Typ, der sich nur auf ein Stil beschränkt, sondern hör mir eine bestimmte Zeit was an und wechsel auch mal das Genre. Für mich gibt es eigentlich keine Aufteilung, denn gute Musik ist, was gut in meinen Ohren klingt, egal ob Hip-Hop, R’n’B, Rock oder sonst was. Mein eigener Stil hat dementsprechend auch ein bisschen was von allem und ich hoffe, dass ich schaffe, einen eigenen Stil zu kreieren.

That’s my motherf****** name…

Mein Künstlername Savage Black ist auch im Jahr 2015 entstanden, also zu der Zeit, in der ich viel Chief Keef und die Leute aus Chicago gepumpt habe. Ich hab mich einfach mit dem Wort „Savage“ identifizieren können, da ich mein Leben lang schon immer wild war und verrückte Sachen gemacht habe. Das „Black“ dahinter einfach because I am black deshalb. Ich finde, der Name passt gut zu mir und hoffe, dass er bald in aller Munde ist.

Turn my music on…

Ich hab auf meiner Facebook-Seite unter Savage Black Redwood, auf Soundcloud und auf meinem YouTube-Channel schon einige Sachen veröffentlicht. Paar alte Sachen… und von meinem neuen Mixtape „Mixed Music Arts (M.M.A)“ ist der Opener „Intro SAVAGE“ schon draußen. In den folgenden Wochen werden noch mehr Videos von mir erscheinen, die jeweils immer krasser sind als die Vorgänger, da ich sehr schnell lerne. Man merkt auch innerhalb des Mixtapes eine stetige Steigerung.

Yo see the difference…

Was mich von den meisten unterscheidet, ist, dass ich viele Stile beinhalte. Unter anderem kann ich auch fünf Sprachen, die mir in meiner Vielfältigkeit sehr gut dienen. Ich als Afrikaner bin mit Tanzen aufgewachsen, was ich gut in meinen kommenden Videos präsentieren werde und da ich sehr schnell Sachen lerne, sehe ich mich bald mit großen Musikstars auf guter Bilanz.

My brand new album/mixtape…

Mein Mixtape „Mixed Music Arts“ ist fertig gemixt sowie gemastert und zwei Tracks sowie das Snippet wurden schon auf Facebook und YouTube veröffentlicht. Da es mein erstes Projekt ist, werde ich es als Free-Download zur Verfügung stellen. Ein genaues Datum für das ganze Album gibt es noch nicht. Jedoch werden erstmal die Videos fertig gedreht und dann ein genaues Datum bekannt gegeben.

I know what I want…

Wie schon der Deutschrapper Xatar beschreibt, es heisst „Alles oder Nix“ und ich geh immer auf’s Ganze und gebe mehr als 100%. Das heißt, ich hab das nicht angefangen, um kurz mal dabei gewesen zu sein, sondern werde mein Bestes geben einer der Besten zu werden und alles rasieren.

Look into the future…

Man kann sich ein Plan für die Zukunft machen. Ist schön und gut. Aber woher weiß ich, ob ich nicht morgen sterben werde. Deshalb lebe ich im Hier und Jetzt und was später kommt das weiß nur Gott.

The following two tabs change content below.
Moin, ich bin Freddy aus der besten Vorstadt Berlins: Bernau. Rapliebhaber, Fussballfanatiker, Sneakerfreak. Immer unterwegs durch die weitläufige Medienlandschaft. Jetzt bei BACKSPIN. #WKM$N$HG?

Erzähl Digger, erzähl

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.