Hi my name is… Satán: „Wenn nichts Echtes dahinter steckt, kann ich mir auch nichts für mein Leben daraus ziehen.“

Geboren und aufgewachsen in Bonn als Sohn eines Diplomaten aus Ecuador und einer deutschen Krankenschwester. Nach 3 EPs („Feuer“, „Auf Teufel Komm Raus“ und „Eremiten“) sowie unzähligen Songs, die  zum kostenlosen Download bereitgestellt wurden, veröffentlichte Satán sein Solo-Album „Parabellum“ über ein kleines Indie-Label namens Urban Mindstate. Auf seinem ersten Album hatte er bereits die Gelegenheit mit Größen wie Roe Beardie, Roc Raida und AG (DITC) zusammenzuarbeiten. Sein erstes Video „Geb kein Fick“ wurde damals über den Youtube-Channel von hiphop.de veröffentlicht. Weitere Musikvideos feierten bei BACKSPIN Premiere oder wurden in die „Schnall die Message“-Reihe aufgenommen. Neben den bereits genannten Künstlern durfte er weiterhin schon mit Sticky Fingaz und Fredro Starr (ONYX), DJ Chestnut, Professor Te (Creme De La Creme) und vor Kurzem auch OC (DITC) zusammenarbeiten. Live stand Satán u.a. als Vorgruppe für Olli Banjo oder Favorite und Kollegah (“Mittelfinger hoch” Tour) auf der Bühne. Die größte Crowd, die er bisher gerockt hat, war die der letzten Rheinkultur. Das Festival wurde vor seiner Einstellung von durchschnittlich etwa 170.000 Menschen besucht. Neben seinem Dasein als MC ist er ausgebildete Bestattungsfachkraft. Sein aktuelles Release ist die Single mit OC namens “The Recipe”. 

This is where I’m from… 

B-O-Doppel N oder Bobinn, wie die jüngere Generation wohl sagen würde. Da bin ich geboren und aufgewachsen. Noch bevor Alles oder Nix ein bekannter Name wurde, habe ich zusammen mit Big Lip (heute Ben DMA von Green Berlin) den ersten Bonner Rapsampler “Smoking Machines” an den Start gebracht. Ein gemeinsamer Freund machte uns damals miteinander bekannt (Shout an Chris). Damals war ich durch und durch MC und nur auf meine Rap-Technik fokussiert. Durch Ben gewann ich dann aber auch einen Einblick ins Beat-Producing. Zusammen haben wir den Soundteppich für den Sampler entworfen und mit den ganzen Jungs aus Bonn berappt. Wir fanden einfach, dass es höchste Zeit für so ein Projekt war. Zurzeit ist Hamburg meine Wahlheimat.

I know my roots…

Zuerst bin ich durch Freunde und Schulkameraden mit Rapmusik in Kontakt gekommen. Das muss so mit 14 gewesen sein. Am Anfang hatte ich natürlich wenig Ahnung und hörte Busta Rhymes und Redman genau so wie Down Low oder Nana… Mir gefiel einfach das, was gut klang. Das waren natürlich meist die Hits, mit R&B-Feature und Musikvideo auf Viva und MTV. Was echte Hip-Hop Mucke von Popmusik unterscheidet oder was einen MC dope macht, wusste ich damals noch nicht. Es war eine Mode zu der Zeit und ich war erstmal auf das kommerzielle Zeug gehookt. Durch einen Ticker, den ich kannte und der ein paar Jahre älter war als ich (er hatte schon seinen Führerschein und ein Auto), kam ich mit DJ Premier und Gang Starr in Berührung. Er hatte Turntables zu Hause stehen und das ganze Zeug auf Vinyl. Außerdem pumpte er immer diese übertriebenen Mixtapes im Auto, auf der Fahrt nach Venlo oder Maastricht und zurück. Da fing ich natürlich an zu diggen. Ich fand heraus, dass die Mixtapes von einer Crew namens Beat Junkies stammten und machte mich daran herauszufinden, wer die ganzen Interpreten waren, deren Songs mich so flashten. Über solche Wege eröffnete sich mir damals diese für mich neue Welt. Nach der Schule stand ich meistens stundenlang bei Mr. Music oder Musicland (letzteren Laden gibt es heute leider nicht mehr) und hörte in die Alben von allen möglichen Rappern und Crews hinein, deren Namen ich mir gemerkt hatte.

Der erste Stiefvater, nach der Scheidung meiner Eltern und der Rückkehr meines Vaters nach Ecuador, war gerade schon wieder Geschichte. Zu der Zeit war meine Mom in Kur. Man vermutete eine Form von Muskelschwund (was sich später zum Glück als unzutreffend herausstellte). Meine Mutter kommt aus der Krankenpflege und ich hatte als Kind immer das Gefühl, dass sie sich ständig für das Wohl anderer aufopferte. Trotzdem hatten wir nie sehr viel. Ich hing die meiste Zeit mit Freunden auf der Straße rum. Wir gingen den Interessen nach, die sich so bei uns entwickelten. Meine Mom lernte während der Kur dann jemanden kennen, den ich zu Beginn auch ganz sympathisch fand. Er wohnte in Mainz, weshalb wir dann später dorthin zogen. Das war schon hart für mich. Ich hatte alle meine Leute in Bonn, war quasi zum ersten Mal richtig verliebt und meine schulischen Leistungen ließen sowieso schon zu wünschen übrig. Nachdem meine Mutter im Anschluss an die Kur jede freie Minute in Mainz verbrachte und ich mich in Bonn vernachlässigt fühlte, hatten wir auch nicht gerade das beste Verhältnis. Auf einmal waren dann alle meine Freunde weg und ich war gezwungen, mich in einem ganz neuen Leben in einer neuen Stadt zurecht zu finden. Kurz nach unserem Umzug stellte sich dann auch noch heraus, dass der Typ Alkoholiker war, die Sorte mit Waffenschein und diversen Handfeuerwaffen im Stahlschrank. Zu Hause gab es also nur noch Stress, wobei meine Mutter trotz Allem an der Beziehung festhalten wollte und ich die Rolle des Störfaktors aufgezwungen bekam. Also zog ich mich noch mehr in eine Welt zurück in der ich das Gefühl hatte, verstanden zu werden. Damals wurde Hip-Hop ein Teil meiner Identität. Ich fühlte mich als Jugendlicher durch die Rap-Lyrics einfach angesprochen und verstanden. Ich hatte das Gefühl, es gibt noch mehr junge Leute da draußen, die genau so eine Scheiße oder noch Schlimmeres durchmachen und sie lassen sich nicht unterkriegen, sondern verarbeiten alles in ihren Songtexten und nutzen so das, was ihnen zu schaffen macht, zu ihrem Vorteil. Die direkte unverblümte Art mit der sie ihrer Wut Luft machten und die Probleme benannten, beeindruckte mich.
Nachdem ich die Record-Stores und Headshops in Mainz ausgemacht hatte, kaufte ich mir “Wu-Tang Forever”. Damit fing es bei mir an. Zunächst konnte ich mit den dreckigen Beats, den schrägen Produktionen und dem gerne auch mal schiefen Gesang nicht viel anfangen. Nach einiger Zeit wurden “Bells of War” und “Little Ghetto Boys” aber meine ständigen Begleiter auf den Kopfhörern, wenn ich die Schule schwänzte und durch die Stadt streifte. Danach kaufte ich mir jedes Solo-Album von jedem Mitglied und lernte die verschiedenen Styles schätzen. Über Features und Kollabotracks kam ich irgendwann zum Rap aus Queensbridge, der für mich bis heute durch nichts übertroffen wird. Ich schaute mir Filme wie “187”, “Fresh”, “Belly”, “Clockers” oder “Kids” an und fing an Baggies zu tragen. Zu der Zeit trugen viele der Figuren die heute auf Hip-Hop machen noch enge Jeans und Buffalo Schuhe und ordneten mich wegen der Klamotten fälschlicherweise als “scheiß Skater” ein.
Nachdem klar war, dass das Zusammenleben in Mainz so nicht funktionierte und ich erstmal alleine zurück nach Bonn gekommen war, ging es mit den Freestyle-Sessions los. Das war mehr so ein Party-Gag. Wir hingen zu zehn oder manchmal mehr Leuten draußen oder in der Bude von demjenigen ab, der gerade sturmfrei hatte, rauchten Weed, tranken Alk (manche schmissen auch Teile oder zogen Pep usw. aber das war nie mein Ding) und kickten irgendwelches lustiges Zeug, bis wir lachend zu Boden gingen oder battelten uns gegenseitig. Für die Meisten ging es nie über ein bisschen Spaß-Rap hinaus, aber für mich wurde dadurch das Verlangen nach mehr geweckt. Ich wollte Sessions mit DJ und Beatwechseln während wir kickten, Tapes aufnehmen etc. Das kam dann auch alles nach und nach. Ernsthaft Texte zu schreiben, begann ich dann nach meinem zweiten Besuch in New York. Ich muss so um die 18 gewesen sein. Während meines gesamten Aufenthalts dort lief Nas‚ “Illmatic” auf meinem Discman und ich sog den Spirit förmlich auf. Kurz vor dem Abflug zurück nach Hause kaufte ich mir am Flughafen “Kiss Tha Game Goodbye” von Jadakiss und kritzelte noch am Flughafen meine ersten geschriebenen Lines auf einen Zettel. Später lernte ich bei einem Workshop in Köln Ade Bantu kennen, der mir damals geholfen hat an meiner Live-Performance zu feilen. Er unterstützte uns mit seinen Kontakten auch bei der Fertigstellung des Samplers. Bevor die erste Veröffentlichung in Angriff genommen werden konnte, brauchte ich aber wohl nochmal einen ganz besonderen Motivationsschub. Mit 21 wurde ich schwer krank und eine Zeit lang war unklar, ob ich lebend aus der Sache herauskommen würde. Damals legte ich so eine Art Checkliste an, auf der ich mir all die Dinge notierte, die ich noch tun und erleben wollte. Heute habe ich wirklich jeden Punkt auf dieser Liste abgehakt. Darunter war auch, ein Solo-Album zu veröffentlichen. So ist “Parabellum” entstanden. Auf “Keine halben Sachen” sind viele der Lines (in überarbeiteter Form) zu hören, die ich in New York aufgeschrieben hatte. Das war mein erster richtiger Rap-Song.

You know my steez… 

Mein Stil ist realer underground Rapshit. “I don’t want no fruitcake ass, Milli Vanilli n****s bouncin to this shit right here!

Ich finde es in Ordnung, eine Single zu machen, die kommerziell funktioniert um damit ein Album zu pushen, das ansonsten zu 100% Hardcore ist. So wie Eminem es z.B. früher gemacht hat, war es dope. Jemand bezeichnete diese Vorgehensweise mal als “trojanisches Pferd”. Ich finde das trifft es sehr gut.
Darüber hinaus habe ich als Künstler aber das Bedürfnis mich durch meine Musik auszudrücken und meine Gedanken und Gefühle zu vermitteln. Das ist der Hauptantrieb. Besonders im Rap sollten die Texte den Charakter des Künstlers widerspiegeln. Das bedeutet nicht, dass man nicht auch Storytelling betreiben kann oder für einen bestimmten Song mal in eine Rolle schlüpft. Wenn man aber die Quersumme der Nummern eines MCs bildet, sollte sich dabei ein Bild ergeben, dass einen Einblick in die wahre Persönlichkeit zulässt. Mit allem Anderen kann ich nichts anfangen, denn es gibt mir nichts. Wenn nichts Echtes dahinter steckt, kann ich mir auch nichts für mein Leben daraus ziehen.
Technisch und stilistisch habe ich von Künstlern wie Prodigy (Mobb Deep), Styles (The LOX), Jay-Z, Nas, Cormega, Tragedy Khadafi, Kool G Rap, Wu-Tang Clan, DITC, Canibus, Immortal Technique, Eminem, ONYX, MF Doom, Jedi Mind Tricks und anderen gelernt. Nachdem ich ihre Sachen zuerst als Fan gefeiert habe, lag der nächste Schritt darin, ihre Raptechniken und Stärken zu studieren und zu verstehen. Wie bei jedem Lernprozess beginnt man damit bestimmte Techniken nachzuahmen, bevor man irgendwann sein eigenes Ding daraus entwickelt und auf dem, was man gelernt hat aufbaut. Dass ich später Props von Fredro Starr für meinen Flow auf “Schocktherapie” bekam, als wir mit Best.e und Sticky Fingaz bei Chestnut im Studio hingen, war auf jeden Fall so ein Moment der Bestätigung für mich. Raptechnik ist bei mir das A und O. Zu einem guten Song gehören zwar auch noch mehr Faktoren, aber nichts flasht mich mehr als unvorhersehbare Reimstrukturen mit vielen sich reimenden Silben. Wenn du in meinen Texten darauf achtest, wirst du fündig werden. Ich rappe „Jeder Versuch wäre vergebens und verschwendet, wie ein Leben im Gefängnis.” und “während sie noch nach diesem unglaublichen Artist suchen, lass ich mir schon von meinem Mädel den Staub von der Nadel pusten” oder „Doch Neider hassen mich, wütend, nur weil ich alles vereine. Ernst gemeinte Lyrics, ausgezeichnete Reime sowie den Background, den sie so gern erwähnen. Rap-Clowns.. ich kann sie nur schwer verstehen.„. Also bitte komm mir nicht mit ein- oder zweisilbigen Reimen, die immer auf dem Ende des Takts liegen, wo du dann auch noch deine Sätze beendest. Das ist wie ein Sport, bei dem immer wieder mal ein Genie wie Nas oder Doom etwas macht, von dem du als MC denkst “What the fuck?!”. Ich brauche diese Momente. Sie pushen mich, immer noch besser zu werden. Das hat übrigens nichts mit Geschwindigkeit zu tun. Hohe Geschwindigkeit lenkt oft nur von technischem Unvermögen ab.

That’s my motherf****** name… 

Mein Name ist Satán. Real name, no gimmicks! Das ist mein Familienname väterlicherseits. Ich trage ihn mit Stolz und mache etwas daraus. Nachdem ich herausfand, dass einer meiner Lieblings MCs, Styles, im wahren Leben David Styles heißt, beschloss ich auch meinen echten Familiennamen als Künstlernamen zu nutzen. Satán ist also kein Image. Trotzdem lege ich Feuer auf Beats! Alternativ nenne ich mich auch Rebel SAT (nach Rebel INS aka. Inspectah Deck), MF Satan (nach MF Doom) oder Satán Anunnaki (mit dem Zusatz repräsentiere ich das internationale Künstler-Kollektiv, das ich 2013 mit MCs aus Deutschland, Österreich und den USA ins Leben gerufen habe).

Turn my music on… 

Abgesehen von Hip-Hop gebe ich mir auch gerne mal Jazz, Funk, Soul, Rock oder Reggae. Was ich mir nicht geben kann sind ganz harte Elektro-Geschichten ohne Inhalt und dann noch unentspannt anzuhören. Durch das Diggen von Samples kommt man automatisch mit Musik aus unterschiedlichen Genres in Berührung und man kann fast überall etwas Gutes finden. Als Beispiel für so eine Entdeckung fällt mir da spontan The Alan Parsons Project ein. Super atmosphärische Musik! Mittlerweile feier ich auch den ein oder anderen Song aus den 80ern, obwohl ich den Sound aus der Zeit im Allgemeinen als zu synthetisch empfinde.

Yo see the difference… 

Ich denke, meine Musik unterscheidet sich relativ stark vom Trend in der Deutschrap-Szene. Meiner Meinung nach bauen heute viele auf dem auf, was zu der Zeit von Aggro auf den deutschen Markt geworfen wurde. Dabei gab es meiner Ansicht nach auch damals schon bessere deutschsprachige Vorbilder wie z.B. Creutzfeld & Jakob oder Freundeskreis (die Produktionen auf „Esperanto“ sind immer noch der Hammer für mich!). Ich hatte das Glück, fit genug im Englischen zu sein, um direkt von den Originators lernen zu können, nicht von einer Kopie einer deutschsprachigen Interpretation dessen, was sie drüben Hip-Hop nennen. Inhaltlich spielt natürlich meine eigene Persönlichkeit mit hinein. Und ich denke, erst dadurch wird die Musik wirklich zu etwas Eigenem. Wenn du deine persönlichen Gefühle und Erfahrungen in die Texte einbeziehst und bereit bist, auch mal Schwächen zu zeigen, dann wird es zu etwas Besonderem. Schließlich ist jeder Mensch anders und hat sein ganz persönliches Kreuz zu tragen. Die Menschen fühlen es, wenn du ehrlich zu ihnen bist und respektieren das. Im besten Fall lieben sie dich dafür. Für das nötige Selbstbewusstsein, um auch Schwächen in meinen Texten zeigen zu können, musste ich aber erst die ignoranten und arroganten Battle-Raps so gut drauf haben, dass ich sicher war, meinen Gegner jederzeit auseinandernehmen zu können, falls er Bezug auf etwas nehmen würde, das ich von mir preisgegeben hatte.
Ich versuche inhaltlich die Waage zwischen meinem ganz persönlichen Struggle, meinen Gedanken und dem Competition-Ding zu halten, das für mich auf jeden Fall ein Fundament im Rap darstellt und in meiner Musik wohl immer präsent bleiben wird.

My brand new album/mixtape… 

Gerade habe ich eine Single namens “The Recipe” veröffentlicht. Der Titelsong mit OC ist etwas ganz Besonderes! Wir benutzen das Thema “Kochen” als Metapher. Der erste Part von OC beginnt mit: “Pay attention to the chefs in the kitchen, serving this hot dish to the fans.” So beschreiben wir quasi, wie wir in der Küche stehen und mit welchen Zutaten wir dort etwas leckeres für unsere Gäste zubereiten, wobei es in Wirklichkeit darum geht, wie ein Song entsteht. “Ich hab frische Kräuter, junges Gemüse, Appenzeller… zauber dir was, du kriegst es frisch serviert auf deinen Plattenteller.OC gab das Thema vor und ich hab mich geflasht und bin darauf eingestiegen. Den Beat habe ich selbst produziert. Ich war damals so stolz, dass er sich diesen Beat von mir für den Song gepickt hat. Für die Scratches bin ich extra zu DJ Chestnut nach Mönchengladbach gefahren, damit wir unsere Ideen austauschen konnten. Mittlerweile hat er sein Studio ja in Köln. Ich weiß noch, wie ich auf der Rückfahrt nach einem langen Tag an der Tankstelle gehalten habe und gleich von einem Polizisten in die Mangel genommen wurde. Er fragte, wo ich herkäme und was ich dort gemacht habe. Ich hatte nur an der Zapfsäule gehalten um Sprit zu tanken. Mönchengladbach liegt ja an der Grenze zu Holland. Trotz Hip-Hop Outfit und roter Augen hat er sich aber mit meiner Antwort zufriedengegeben und meine Rückfahrt nicht weiter verzögert. NRW ist da eben doch relativ entspannt.
Die Connection zu OC kam durch einen Gig, den er zusammen mit Lord Finesse und Large Professor in Köln gespielt hatte. Nach dem Auftritt hatte ich die Gelegenheit im Mc Donalds um die Ecke noch etwas mit ihm zu quatschen (sicher die unpassendste Location um ausgerechnet diesen Song zu planen). Dort erfuhr ich auch, dass sein Lieblingsalbum von ihm selbst passenderweise “Bon Appetit” ist, was ich natürlich in meine Lyrics auf unserem Song einfließen ließ.

I know what I want… 

Ich lebe für die Musik. Das Ziel ist auch von der Musik leben zu können. Ich bin eigentlich ein bescheidener Mensch. Wenn ich mein Mädel und ein paar Freunde in meinem Leben habe, auf die ich mich verlassen kann, die Möglichkeit meine Musik und genug Sport zu machen, einen Platz zum Schlafen und was gutes zu essen habe, dann bin ich zufrieden. Ich könnte mir aber auch ein Nomadenleben vorstellen. Zum Glück habe ich eine Freundin, die da ganz ähnlich drauf ist. Vielleicht setzen wir das noch in die Realität um. Das Musikequipment ist ja heute zum Großteil portabel. Ich möchte an einen Punkt kommen, an dem ich es mir leisten kann, mich voll und ganz auf die Musik zu konzentrieren.

Look into the future… 

Als nächstes kommt eine Remix-EP von mir, die ich “Natas” nenne. Darauf werden einige meiner besten Songs von unglaublich dopen Produzenten geremixt, denen ich wirklich sehr Dankbar für ihr Engagement bin. Es werden u.a. Phil Da Beat, Soulbrotha, AG, DJ Soulclap, Sticky Fingaz, Fredro Starr und Debonair P mit an Bord sein. Im Anschluss möchte ich mein zweites Album veröffentlichen. Das ist zwar auch schon recht weit, um Genaueres zu verraten ist es aber noch etwas zu früh. Wer mir aber auf Facebook (facebook.com/satananunnaki) oder Twitter (twitter.com/mfsatan) folgt, wird über alle anstehenden Releases auf dem Laufenden gehalten.

 

The following two tabs change content below.
Seit April 2016 ist ein echtes Nordlicht in der Redaktion gestrandet. Nun wird die Republik mit den aktuellsten News geflutet!

0 Comments

  1. Pingback: Satán feat. C.O.L. - “Mundraub” (Videopremiere)

Erzähl Digger, erzähl

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.