HI MY NAME IS… Rafro: „Ein Leben reicht nicht aus um das zu tun, was sich in unseren Köpfen abspielt“

Rafro

Rafro

Raffael mit einem Afro ist gleich Rafro, ist ja klar und dass der Rapper aus Ingolstadt den Namen direkt als Künstlernamen übernahm, eine logische Schlussfolgerung. Dann wurde das Karaoke-Mic gegen anständiges Equipment ersetzt, dazu kamen noch Produzent Semillian und Co-Produzent Cestro, schon war die erste Platte fertig. Mit dieser Leichtigkeit kommt Rafro auch auf seinem Debütalbum „Bonshigh“ rüber, dahinter steckt aber jahrelange Arbeit und eine Vielzahl an Trainingseinheiten, wie er selbst sagt.

 

HI MY NAME IS RAFRO

THIS IS WHERE IM FROM:
Geboren und aufgewachsen bin ich in Ingolstadt. Die Stadt habe ich tief ins Herz geschlossen, ich kenne hier jeden Winkel, jeden Block, jedes umkreisende Dorf. Hier gibt es alles was es in Großstädten auch gibt, mit all ihren Lichtern und Schattenseiten, nur etwas kleiner. Ich bin also ein Klein-Stadt-Junge der von Großem träumt.

I KNOW MY ROOTS:
Meine erste Berührung mit Rap hatte damals eigentlich nichts mit Hip-Hop zu tun. Der große Bruder eines Freundes gab mir mit Elf Jahren das erste Linkin Park Album in die Hand. Ich war einfach nur geflashed von der Energie die in diesen Songs steckte. Vor allem aber faszinierten mich die Rap-Parts die zwischen den harten Riffs, Drums und dem Gesang hervor traten. Ich wollte mehr über Rap erfahren und bat einen Klassenkameraden mir eine CD zu brennen. Auf der war dann eine bunte Mischung verschiedenster Ami und Deutsch-Rapper. Alben wie „Westberlin Maskulin“ von Taktloss und Kool Savas erweiterten mein Repertoire an Beleidigungen für die ersten Diss-Tracks und Mobb Deep brachte mir bei wie man Hip-Hop wirklich fühlt. Wenn ich zurück denke, hat sich alles gefügt wie es sein sollte. Bis ich 14 war sammelte ich Hip-Hop-Knowledge und habe unendlich viele Rap Alben verschlungen. Dann kam eins zum anderen. Ein Freund hatte ein Karaoke Mikrofon und Cool Edit Pro. Dann weiter zu Hip-Hop Music Maker bis zu den ersten 100 Songs. Und Zehn Jahre später … sind wir im Hier und Jetzt.

YOU KNOW MY STEEZ:
Woher ich meine Inspiration nehme? Davon habe ich oben schon ein wenig erzählt. Dabei inspirierte mich nie nur ausschließlich Musik. Ich bin ein Schwamm, ich sauge alles in meiner Umgebung auf, von Menschen die mir begegnen, ihren Geschichten, zu banalen Dingen wie Comics, Serien, Filme, Bilder u.v.m., also alles was mich in irgendeiner Weiße berührt, beeinflusste auch meine Musik. Ich habe immer schon unterschiedlichste Genres gehört, dabei waren und bleiben meine Top drei immer Rap, Reggae und Rock. Dadurch denke ich auch, habe ich mit der Zeit einen eigenen Stil und Blickwinkel auf Musik bekommen.

THATS MY MOF*** NAME:
Der Künstlername Rafro ist mir schon bevor ich als Fünfzehnjähriger mit dem rappen anfing gegeben worden. Ein sehr guter Freund machte sehr flache, dumme Wortwitze wie:
Mensch + Kugel = Mugel, dabei war er meist der Einzige, der lachte. Als wir in einer Runde saßen, im Alter von 13 Jahren, meinte er zu allen, aufgrund meiner Frisur, Raffael + Afro = Rafro. Das fand mein Freundeskreis so cool, dass ich ab dem Tag nur noch mit Rafro angesprochen worden bin, bis sogar die Mütter, alter und neuer Freunde, diesen Namen für mich verwendeten. Als ich dann meine ersten Songs aufnahm, übernahm ich also nur meinen Spitznamen.

TURN MY MUSIC ON:
Obwohl ich schon unzählige Tracks aufgenommen habe, war ich nie so weit, die auch der Öffentlichkeit zu präsentieren. Ein Shaolin muss auch erst eine Vielzahl an Trainingseinheiten und Jahre der Übung vollziehen bevor er in den Kampf ziehen kann. Also freestylte ich mich durch Battles und schrieb auf Internet-Beats, bis ich endlich meinen Produzenten Semillian vor ca. 5 Jahren kennen lernte und konnte so die Gun laden und los schießen.
Bis jetzt findet man im Internet unsere erste EP „Freitag bis Sonntag“ und unser erstes Album „Bonshigh“, welches wir vor kurzem veröffentlicht haben. Dabei half mir auch mein CO-Produzent Cestro, ein wahnsinniger Typ genau wie Semillian. Zwei Musik-Fanatiker wie ich. Also wer heute meine Musik findet und sie aufdreht, der sollte das laut tun!

 

YOU SEE THE DIFFERENCE:
Der Unterschied zu anderen Rappern? Nimm dir ein wenig Zeit und hör dir unsere Musik genauer an und du wirst es sicherlich merken. Das Einzige was ich darüber vielleicht noch sagen will, ist dass wir Rap/Hip-Hop lieben. Von Oldschool bis zum neusten Shit. Wir versuchen also altes mit neuem zu kombinieren und unseren ganz eigenen Sound zu erschaffen.

MY BRANDNEW ALBUM:
Das Aktuelle Album nennt sich „Bonshigh“. Warum? Eine traditionelle Japanische Pflanze, die man klein hält, der Bonsai, ist hier eine Parabel zu unserer Gesellschaft, die dir nur begrenzte Möglichkeiten aufzeigt, doch mit unserer Kunst brechen wir diese Grenzen und beginnen zu Fliegen, high zu sein. Zwölf Titel, für manch einen etwas wenig. Jedoch gibt es Kaviar auch nur in kleinen Dosen.

 

I KNOW WHAT I WANT:
Meine Erwartungen sind hoch. Nicht was den Erfolg verspricht, sondern vielmehr, noch bessere Musik zu machen und noch mehr Songs mit Semillian und Cestro zu produzieren. Wir haben mit „Bonshigh“ gerade einmal den ersten Schritt in die richtige Richtung gemacht. Ich will mich immer weiter entwickeln, verbessern, in allen Facetten, in der Musik und im Leben selbst. Ein Leben reicht nicht aus um das zu tun, was sich in unseren Köpfen abspielt.

LOOK INTO THE FUTURE:
In der Zukunft wird deshalb auch noch viel passieren. Während momentan immer wieder Videoauskopplungen für das derzeitige Album veröffentlicht werden, arbeiten wir bereits an der zweiten Pflanze, also dem Folgealbum „Lowtus“. Ich verbringe jeden zweiten Tag mit Schreiben und die Jungs basteln Beats. Unser Ziel ist es uns mit jeder weiteren Arbeit zu übertreffen und die Latte immer höher zu legen. Wir erfinden uns ständig neu und experimentieren mit Musik.
Wir wollen alles erreichen, am wichtigsten aber ist es uns selbst zu verwirklichen.
Wir würden uns freuen, wenn ihr uns auf diesem Weg begleitet und mit uns den Highscore holt. Es liegt noch ein langer Weg vor uns, aber eins ist sicher, diese Straße, sie wird GEIL!

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Aus Regensburg dem Ruf der Hamburger Rapper gefolgt und in die derbste Stadt der Welt gezogen.

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