Laruzo: „Mit diesem R’n’Bass Trap Misch Masch habe ich eine Richtung eingeschlagen, die es in dieser Form auf Deutsch noch nicht gibt“.

Es ist schon komisch. Gleich stellen wir euch Laruzo vor, einen aufstrebenden Newcomer aus Dortmund. Schenkt man lediglich Spotify die Aufmerksamkeit auf seine Musik, so könnte man ihn bereits als etablierten Künstler betrachten. Knapp 500.000 monatliche Hörer, dazu Songplays von bis zu 6,5 Millionen. Wirft man einen Blick auf YouTube, kriegt man das Gefühl, es gäbe zwei Laruzos im deutschen Rapgame. Denn dort sind es keine 500 Klicks auf die Videos. Wie es dazu kommen konnte, erfahrt ihr im Interview. Natürlich erfahrt ihr auch, was Laruzo von anderen Rappern unterscheidet. Stichwort „R’n’Bass Trap Misch Masch“. Wie auch immer man es am Ende nennt, die Spotify Zahlen sprechen eine klare Sprache. An Laruzo führt wohl früher oder später kein Weg mehr vorbei. Aber seht selbst!

„HI MY NAME IS LARUZO“

This is where I’m from…

Meine Mum ist aus Ghana, mein Dad aus Deutschland. Eine stabile Mischung würde ich sagen. Geboren und aufgewachsen bin ich in Dortmund City, in der schwarz gelben Stadt.

I know my roots…

Angefangen habe ich in meinem Kinderzimmer mit nem Schrott PC, Magix Music Maker und einem zusammen gehusteltem T-Bone Mikrofon. Später lernte ich Micel O kennen, den ich zu der Zeit als meinen Mentor betrachtet habe. Mit ihm und zwei weiteren Kollegen gründeten wir eine Gruppe mit dem Namen Rising Skills und hatten zusammen einige Auftritte in der lokalen Szene. Irgendwann trennten sich leider unsere Wege aus verschiedenen Gründen, jedoch im Guten. Danach habe ich mich dann dazu entschlossen mein Ding trotzdem alleine weiter zu machen, da ich einfach süchtig nach Mucke machen war und bin. Ich war dann für ein paar Jahre auf der deutschen Pop Akademie um mehr über das Mixen von Beats und das Allgemeinwissen über Tontechnik zu erweitern. Besonders angespornt alles selber zu machen hat mich die Dreistigkeit einiger Produzenten mit übertriebenen Beatpreisen und die nervige Abhängigkeit von anderen Leuten.

You know my steez…

Meine größte Inspiration, wirklich auf Deutsch zu rappen, waren damals Aggro Berlin und diese ganzen Ruhrpott Sachen. Ich stehe auf die Zeit von Manuellsen, Snaga, Pillath, Fard… danach waren es viele verschiedene Einflüsse, ob Rock, Hip-Hop R’n’B, Pop, House – ist alles dabei.

That’s my motherfuckin name…

Mein Künstlername Laruzo hat wirklich einen Sinn und ist nicht von GenetikkKaruzo geklaut, wie es mir manche Internet Rambos damals vorgeworfen haben. Ich habe schon als Kind extrem gerne Karate Kid geschaut. Ich habe alle Teile damals rauf und runter geguckt, förmlich aufgesogen und dachte früher selber, ich wäre Karate Kid (lacht). Und der Charakter von Karate Kid heißt Daniel LaRusso. Mehr brauche ich glaube ich nicht dazu zu sagen.

 

Turn my music on…

Ich höre derzeit viel Holländisches, denn die sind durch, die machen einfach mega Mucke. Künstler wie Boef, Ronnie Flex, SBMG sind mega. Aber natürlich auch viel von den Amis wie beispielsweise Ty Dolla Sign, Travis Scott, G-Eazy und Migos.

Yo see the difference…

Ich denke mit meiner Mucke wie jetzt zum Beispiel meinen Songs „247“ oder „Zombie“ habe ich mit diesem R’n’Bass Trap Misch Masch eine Richtung eingeschlagen, die es in dieser Form auf Deutsch einfach noch nicht gibt. Der Einzige, der es gemacht hat und auch mit mega Erfolg war Shindy und ich mache R’n’Bass schon wesentlich länger. Ich werde vielleicht auch deswegen, weil es halt kein In-Die-Fresse Rap ist, nicht wirklich in der deutschen Rapszene wahrgenommen, was nicht schlimm ist, solange meine Fanbase wächst. Momentan erreiche ich bei Spotify knapp 500.000 monatliche Hörer. Meine aktuellen Singles haben zurzeit drei und sieben Millionen Streams. Die Fanbase bei Spotify wächst. Wie man mir sagte, sind das Zahlen, an die teilweise nicht einmal etablierte Künstler rankommen. Im Juli war ich direkt nach der 187 Strassenbande Cover Artist von der größten deutschen Spotify Playlist. Meine Single „Pate Pate“ mit Akkurat war zudem über mehrere Wochen in den Top 15 der deutschen Urban Charts.

My brand new album/mixtape…

Aktuell ist noch kein neues Album geplant, wir konzentrieren uns momentan darauf, regelmäßig Singles zu veröffentlichen. Außerdem sind wir gerade dabei meinen YouTube Kanal aufzubauen. Durch mehrere unglückliche Umstände sind viele Videos von mir bei YouTube nicht mehr online. Der Channel Filtr, auf dem viele Videos für die breite Masse veröffentlicht werden, hat sich auf einmal entschieden, nur noch eigenen Content zu veröffentlichen. Ein weiterer Kanal von einem befreundeten DJ wurde leider aufgrund einiger Kleinigkeiten von einem Major gesperrt. Dadurch sind gerade sämtliche meiner Videos und somit Millionen von Klicks weg. Aber wie gesagt, wir machen jetzt offizielle Re-Uploads auf meinem neuen Kanal und weiter geht’s.

I know what I want…

Ich hoffe, dass ich als Newcomer schnell ein Standing bekomme, mich beweisen kann und ganz vielen Menschen mit meiner Musik das Leben und die Freizeit versüßen kann.

Look into the future…

Mein Ziel ist es die Musik leben zu können, jeden Tag aufzustehen und das machen zu können, was ich liebe: Vor Menschen zu stehen und performen zu können und so Gott will irgendwann nach Hause zu kommen und an meiner Wand ne Goldene Platte hängen zu sehen. Dann wäre ich mehr als zufrieden.

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