Hi my Name is…Kalash Dadash Musik

Kalash Dadash Musik, das sind die beiden Rap-Künstler KDM Shey aus New Jersey und KDM Karat aus München. Die beiden 25-jährigen Iraner machen Deutschrap im modernen Trap-Gewand. Als Vorgeschmack auf ihr für Herbst angekündigtes Debütalbum „Kalash Dadash Musik“ erscheint diesen Freitag, den 31. Juli 2015, das kostenlose Mixtape „KDM Shey: Rrrrah!“.

This is where I’m from …
KDM Karat: Wir sind beide Iraner, die in München aufgewachsen sind.
KDM Shey: Mit 16 bin ich dann nach New Jersey gezogen, wo ich heute noch lebe – eine halbe Stunde von Harlem entfernt.
KDM Karat: (grinst) Ich bin in München geblieben.

I know my roots …
KDM Shey: Ich habe mit zwölf angefangen zu rappen, beeinflusst von der Berliner Untergrundszene um Bassboxxx.
KDM Karat: Bei mir war es Ende der 90er der Wu-Tang Clan und dann die Goldene Ära mit DMX, The LOX, Jigga und die ganzen Eastcoast-Rapper. Und Pac natürlich: „Nigga, we hit ‚em up!“
KDM Shey: Eminem nicht zu vergessen.
KDM Karat: Ja, man: „The Marshall Mathers LP“ – zu krass! Und dann kam Bushido
KDM Shey: „Vom Bordstein bis zur Skyline“! Dadash, das war das erste Mal, dass ich mich als Ausländer in der deutschen Rapmusik vertreten gefühlt habe.
KDM Karat: Alter, er war der Erste, der von schwarzen Haaren und braunen Augen gerappt hat. Aber, Dadash, weißt du noch: „Icy“ von Gucci Mane und Young Jeezy vom „Trap House“-Album?
KDM Shey: Das waren definitiv harte Einflüsse. Das kam mit dem Umzug nach Jersey. Da habe ich erst angefangen, mich mit Ami-Rap zu beschäftigen und dann bin ich schnell beim Dirty South gelandet und geblieben. Bei mir in New Jersey hat das damals keiner gefeiert und heute drehen wir durch auf Fetty Wap.

You know my steez …
KDM Shey: (lacht) Alter!
KDM Karat: (grinst) Dadash, das Wort ist doch hundert Jahre alt! Also, unser Swagger ist auf jeden Fall modern.
KDM Shey: (singt) Ich kann weder reimen wie Eko noch flowen so wie Savas, deshalb brauch‘ ich Autotune, OG Kush und eine Kalash.
KDM Karat: Ich glaube, das bringt es auf den Punkt, wobei ich eher selten Autotune benutze.

That’s my motherfucking name …
KDM Shey: Kalash Dadash Musik! RRRRAH!
KDM Karat: KARAAAAAT!
KDM Shey: Mittlerweile heiße ich Shey, früher hieß ich ja Sheytan, als ich noch bei Horrorkore Entertainment war. Das KDM tragen wir beide in unserem Namen, weil wir beide das Produkt eines Boygroup-Castings sind.
KDM Karat: Ich soll der Schönling mit Maske sein, damit die Haut auch immer glatt und der Bart rasiert ist wie Celos Glatze. Ich heiße Karat, weil ich einfach feiere, dass es sowohl der Reinheitsgrad von Gold und Silber ist und gleichzeitig eine Maßeinheit für Diamanten.
KDM Shey: Und Kalash Dadash ist einfach der Lifestyle. „Kalash“ für Kalaschnikow und „Dadash“ ist das persiche Wort für „Bruder“.

Turn my music on …
KDM Shey: CHIIIIIRAQQQ BAAAAANG!
KDM Karat: ATLANTA, RRRRAH!

You see the difference …
KDM Karat: Es fängt schon bei der Beatauswahl an. Sobald ein Beat nur annähernd nach einer deutschen Produktion klingt, kriege ich mittlerweile Absturz. Deswegen picken wir nur Instrumentals aus dem Ausland.
KDM Shey: Alter, Bushido-Snare und Chor-Beats auf neunzig BPM – war ja geil in 2004, aber spricht uns heutzutage nicht mehr an.
KDM Karat: Das Klangbild hat sich einfach verändert. Die Melodien, die Bässe, einfach die Produktionen. Abgesehen davon haben sich Flow und Reimtechnik verändert. Früher hat sich Technik durch Technik definiert. Natürlich gibt es auch nach wie vor Künstler, die auf dieser Schiene fahren, aber ich finde einfach, dass das Gefühl wichtiger ist.
KDM Shey: Ähnlich wie Karat hatte ich mich in der Vergangenheit primär auf die Skills fokussiert, heute weiß ich nicht mal mehr, ob ich ein Rapper oder ein Sänger bin. Auf jeden Fall würde ich meinen Style als sehr stark beeinflusst von orientalischen, klassischen und Jugo-Melodien bezeichnen. Wobei, inhaltlich geht’s um die harte Realität und das Leben in der Küche. (grinst)
KDM Karat: Lustigerweise beinhalten die Texte im selben Atemzug Werte, die vermittelt werden sollen. Das Dadash-Ding ist immer ein zentraler Aspekt in unseren Liedern: Freundschaft, Loyalität und Zusammenhalt.
KDM Shey: Aber auch diese Werte haben ihre Schattenseiten, Verrat zum Beispiel.

My brand new album/mixtape …
KDM Shey: „KDM Shey: Rrrrah!“ – zuerst kommt das Mixtape am 31. Juli 2015 zum kostenlosen Download über unsere Website kalashdadash.de
KDM Karat: … und dann kommt das Album „Kalash Dadash Musik“ am 2. Oktober.
KDM Shey: Das Album ist bereits im Vorverkauf – in unserem eigenen Shop, bei Amazon und einigen anderen Internetplattformen.
KDM Karat: Das Bundle kann man auch in unserem Shop vorbestellen: dadash-shop.de.

I know what I want …
KDM Shey: An erster Stelle steht der Spaß, aber natürlich muss sich die Musik auf Dauer finanziell lohnen. Ich bin bei Weitem nicht darauf angewiesen, aber es gibt nichts Schöneres, als von einem Beruf leben zu können, der zugleich eine Leidenschaft ist.
KDM Karat: Ich möchte Anerkennung für die Arbeit und das Herzblut, das wir in die Sache reingesteckt haben. Natürlich sehe ich das wie Shey und es sollte am Ende des Tages was bei unseren Sachen rumkommen.

Look into the future …
KDM Karat: Wie gesagt, erst mal kommt Sheys Mixtape und dann unser Album und dann geht’s bestimmt weiter. Ich werde mein Ding machen. Und hoffentlich werden meine Fam und meine Dadashs nach wie vor an meiner Seite sein!
KDM Shey: Da wir in den nächsten Wochen mit etlichen Videodrehs beschäftigt sind, werde ich nur Premiere Pro, Kush und Amphe sehen.
KDM Karat: Wenn wir schon bei Amphe sind: Grüße an Moneymaxxx!

Hier könnt ihr euch das aktuelle Video „Räuber oder Koch“ von KDM ansehen:

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Calvin ist seit 2015 teil des Teams, schafft mehr als 20 Klimmzüge am Stück und verzweifelt jedes Wochenende aufs Neue an seinen Handball-Teamkollegen. Wenn er nicht im Dauerlauf das Treppenviertel auf und ab rattert, schreibt er leidenschaftlich gerne Reviews.

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