Hi, my name is…Hamed Lo

Hamed Lo ist Teil des neu gegründeten Labels Hypnotix Records aus Köln. Nicht nur das Label will sich in der Deutschrap-Landschaft durchsetzen, sondern auch Hamed Lo selbst mit seinem Debütalbum „18+“, welches am 20.03.2015 erscheint. Bei uns im Interview stellte sich der gebürtige Iraner vor.

This is where I’m from …
Ich bin im Jahr 1987 in Teheran/ Iran geboren worden und bin dann im Alter von fünf Jahren mit der Familie nach Deutschland geflüchtet. Nach verschiedenen Überbrückungsstationen in unterschiedlichen Unterkünften für Asylanten sind wir dann in Bergisch Gladbach in einem Asylantenheim, welches ein  Container war,  gelandet. Zusammen mit meinem großen Bruder haben wir die neue Welt entdeckt, Michael Jackson gehört und mit Udo Lindenberg Kassetten die deutsche Sprache gelernt. Als ich 12 Jahre alt war, sind wir dann in die Kölner Südstadt, in den Bezirk 678 gezogen, wo ich meine Jugend verbracht habe. Hier bin ich aufgewachsen und habe wohl in jedem Bereich meine ersten  Erfahrungen machen dürfen.

I know my roots
Sowohl meine  Anfänge, als auch meinen musikalischen Werdegang habe ich meinen fünf Jahren älteren Bruder zu verdanken. Mit 15 wollte er DJ sein und hat sich neben den zwei Plattenspielern allerlei Hip Hop Platten besorgt. Von NWA, Naughty By Nature bis Ice-T hatten wir alles zuhause. Dazu kamen natürlich auch Filme wie „Menace 2 Society“ oder „Boys in der Hood“, die uns dann vollständig infizierten. Später fing er an Beats zu bauen und irgendwann mit 16-17 Jahren wagte ich meine ersten  Schritte in die Booth. Wir haben damals alle zusammen im Bezirk 678 richtig Welle mit Rap gemacht. Wir waren mehrere Leute, die alle Bock hatten zu rappen. Die Kids verbreiteten die Songs via Bluetooth und Infrarot und ich wusste seit da an, dass mich diese Leidenschaft nicht mehr so schnell loslassen wird.

You know my steez
Ehrlich gesagt habe ich komplett Rap gefressen, ob Amerika, Frankreich oder Deutschland. Ich habe mir schon fast alles und jeden reingezogen und steh auf Hip-Hop jeglicher Art. Meine musikalische Inspiration jedoch kommt ganz klar aus Amerika. Angefangen  hat es bei mir mit der Westcoast, doch je mehr ich mich mit Hip Hop beschäftigt habe, desto mehr habe ich die Eastcoast gefühlt. Das entscheidende ist dabei die Stimmung. Raptechnisch habe ich mich am meisten von Notorious BIG inspirieren lassen. Seine Reimstruktur, Flow und Betonnung sind für mich bis heute ungeschlagen. Allerdings versuche ich nicht etwas zu kopieren was ich selbst gerne höre. Zum Beispiel höre ich Heutzutage auch gerne Rick Ross, doch picke so gut wie nie trappige Beats für meine Songs.

Thats my motherf****** name
Hamed ist mein Vorname, den ich seit der Geburt trage. Und Lo kommt aus dem kurdischen und bedeutet sowas wie „Junge“ oder „Ehhh“. Zu der Zeit meiner Namensgebung haben wir in meinem Freundeskreis immer ein Lo am Ende jeden Satzes gesetzt und damit gescherzt.

Turn my music on …
Mein Rapstil würde ich als offensiv kategorisieren. Er ist machohaft und marschiert nach vorne. In jedem Song, ob Deep, Battle oder Story finden sich diese Merkmale wieder.  Soundtechnisch ist es vielseitig, da ich mich nicht nur auf eine bestimmte Art von Instrumentals festlegen möchte.

Yo’ see the difference …
Ich denke, ich erfinde mit meinem Rap nicht das Rad neu, das möchte ich auch gar nicht. Allerdings erkennt der Hörer sofort, dass es anders klingt als alle anderen. In erster Linie ist es die Stimme, dann folgen Wortwahl und die Reimstruktur. Es ist der „Hamed Lo“ Style, ein eigener Charakter, der sich in jeder Zeile widerspiegelt. Der Hip Hop Hörer muss nur offen sein und ihm eine Chance geben.Kennen er  oder sie sich mit Hip Hop aus, wird der Unterschied zu den anderen Akteuren erkannt.

My brand new album/mixtape …
Mein Album „18+“ erscheint am 20.03.2015 über Hypnotix Records  in allen Märkten und kann bereits vorbestellt werden.

I know what I want
Wir haben uns mit meinem Release ganz realistische Ziele gesetzt. Mein Label, meine Partner und ich wollen mit meinem Album den ersten Schritt In das Musikgeschäft setzen. Dabei lassen wir uns nicht von Verkaufszahlen in die Irre führen. Wir denken langfristig und gehen gemeinsam die neuen Wege um uns zu professionalisieren und im Musikgeschäft zu etablieren.

Look into the future
Ganz klar!! Mit Hypnotix Records zerstören!

 

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Daniel absolvierte 2014 ein Praktikum als Redakteur bei der BACKSPIN. Zur Zeit studiert er Kommunikations- und Medienwissenschaften in Bremen und bleibt der BACKSPIN als freier Mitarbeiter erhalten.

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