Hi, my name is…Gemmi

Wie einmal ist es Zeit, einen Newcomer vorzustellen. Gemmi ist mittlerweile schon seit 14 Jahren Rapper und verarbeitet seine durchaus bewegte Vergangenheit in seiner Musik. Im Interview mit uns spricht er über seine Zeit im Heim, seine musikalischen Anfänge und seine Ziele für die Zukunft.

1. This is where I’m from…
Ich wurde in Landsberg (am Lech) geboren, sehr schöne Stadt übrigens.

2. I know my roots…
Ich bin in einer Baracke aufgewachsen, die selbst ein Rapper mit Worten nicht beschreiben kann. Ich habe sozusagen das gelebt, was Image Rapper erzählen..Gruß an die Jahnstraße in Landsberg, “Jahnbaracke”, danke, dass du mich geformt hast du verkommenes Miststück. Als ich 11 Jahre alt war, kam ich in ein Heim. Dort hatte ich auch das erste Mal mit Rap zu tun, damals noch Snoop Dogg und Wu-Tang. Zu diesem Zeitpunkt war klar, dass ich irgendwann, egal was passiert , anfange Musik zu machen. Das Jugendamt war immer wieder bei uns, hat die Umstände gesehen und das Heim war die Alternative zu einer Pflegefamilie.

3. You know my steez…
Als ich im Heim war, war es Snoop Dogg und Wu-Tang.. Als ich 15 Jahre alt war, kam The Real Slim Shady raus und ich wollte ausflippen wie Eminem. Ab diesem Zeitpunkt war Eminem meine größte Inspiration und mein Vorbild. Er hatte krasse Texte, war aggresiv , hat auf alles geschissen und sich mit jedem angelegt. Seit diesem Release habe ich so ziemlich alles von ihm gefeiert.Diese Mucke hat mir damals auch ein sehr viel geholfen, als es mir immer mies ging. Rap war alles was ich hatte. Ich habe mich eingesperrt und den ganzen Tag seine Texte gerappt. Natürlich habe ich auch deutsche Künstler gehört, etwa Anfang 2000 war es KKS, WBM, MOR, Beatfabrik. Aber auch zu dieser Zeit, hatte ich klar meine Favoriten. Kool Savas, Kid Kobra und Prinz Porno. Gegen 2005 bis heute waren es verstärkt Leute aus eigenen Kreisen, die mich dazu inspiriert haben diese Musik zu machen. Zum einen natürlich Freunde, die immer wieder auf mich eingeredet haben, ich solle weiter machen. Einige sind inzwischen Feinde, zumindest ein paar davon. Und zum anderen natürlich die Leute, die immer gesagt haben, Gemmi? Rap? Das passt doch nicht! Die Leute die mich ausgelacht haben, weil sie schon Kohle verdient haben, als ich noch versucht habe mit Rap etwas zu reißen..

4. That’s my motherf****** name…
Gemmi. Den Namen trage ich seit ich 2 Jahre alt bin. Warum? Keine Ahnung!

5. Turn my music on…
Damals, ich mache diese Musik immerhin seit knapp 14 Jahren, war es sehr sehr Battlerap-lastig. Inzwischen will ich einfach das erzählen, wozu ich zu einem früheren Zeitpunkt noch nicht in der Lage war. Man hört es zum Beispiel in Songs wie “Selbstmord“ oder „Narbe im Herz”, welche auf meiner „Kranke Welt EP“ ihren Platz gefunden haben. Diese EP wird u.a. bei iTunes, Amazon, Google Playstore, Musicload etc. verkauft.

6. You see the difference …
Natürlich gibt es auch bei dieser Frage Leute die sinnlos übertreiben wie zb. „Woah ich bin überkrass, der Rest ist voll scheiße“ oder ähnliche Dinge. Ganz ehrlich gesagt denke ich, dass jeder Artist auf seine Weise anders als andere ist. Letzten Endes ist jeder Artist ein Koch. Die einen treffen den Geschmack, die anderen nicht. Bei mir speziell ist meine Musik, wenn ich sie selbst kategorisieren müsste, ein Mix aus Geschichten und Battle.

7. My brand new album/mixtape…
Mein aktuelles Release, ist die „Kranke Welt EP“, welche es bei iTunes, Amazon, Playstore, Musicload, Spotify etc. gibt. Diese EP ist seit dem 06.11.14 erhältlich. Ich arbeite seit diesem Release schon wieder an meinem neuen Album, eine LP auf welcher ich auch ein paar Leute feature, die man auch kennt. Namen möchte ich aber noch keine verraten, dann ist der Überraschungseffekt größer. Was ich aber sagen kann, Sourze Music, einer der krassesten besten deutschen Produzenten gilt nun als mein Hausproduzent, welcher auch schon mein gesamtes nächstes Album produziert. Ihr könnt ihn gerne mal auf Youtube suchen. Ich kenne wirklich kaum deutsche Produzenten, die so etwas zustande kriegen.

8. I know what I want…
Alles was ich will ist, dass die Leute mich hören und sich mit meiner Musik identifizieren können. Alles was ich will ist, den Leuten den Mittelfinger zeigen, die immer gesagt haben, du wirst nie irgendetwas erreichen. Für mich ist es deutlich mehr wert, dass mir Fremde Leute draußen einen Handshake geben und sagen: „Krass, fette Mucke die du machst“, als Kohle damit zu verdienen, aber jeder spuckt dich draußen an.

9. Look into the future…
Mein Ziel ist es, dass jeder, der Rap Musik hört, meinen Namen kennt und bestenfalls meine Musik feiert. Als nächstes möchte ich mit Sourze Music einfach weiter krasse Sachen machen, weiter gute Musik machen und geile Tracks produzieren. Ein weiteres Ziel ist natürlich, dass ich immer mit meinen Jungs zusammen Musik mache. Mit dem einen oder anderen sind die Wege auseinander gegangen, das ist schade genug. Aber wir blicken nach vorne.

Hier könnt ihr euch die „Kranke Welt EP“ bei Amazon kaufen.

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Daniel absolvierte 2014 ein Praktikum als Redakteur bei der BACKSPIN. Zur Zeit studiert er Kommunikations- und Medienwissenschaften in Bremen und bleibt der BACKSPIN als freier Mitarbeiter erhalten.

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