CPE: “Alles was ich sagte, ist wahr, alles was ich sage, das wird wahr”

hmni cpe

Auch wenn er noch so ziemlich unter dem Radar der Deutsch-Rap-Öffentlichkeit schwebt, ist CPE nicht derjenige, der tiefstapelt. Der simple und doch recht aussagekräftige Satz „Ich bin der beste Rapper der Erde“ ziert mal eben so seine noch keine 1000 Follower zählende Facebook-Seite. Entgegen eines vermeidlich komischen ersten Eindruck, konnte uns der Dortmunder Newcomer mit seiner Autotune-geschwängerten „Wo ich herkomme„-EP sowie einer glücklichen Fügung auf einem einschlägig bekannten Festival in seiner Hood überzeugen. Auch bei der Battle Instanz Don’t Let the Label Label You stellte der Dortmunder sein können unter Beweis. Die aktuelle EP von CPE kann man übrigens bereits auf seiner Facebook-Seite kostenlos herunterladen. Was er sonst noch so zu sagen hat erfahrt ihr hier in unserem neusten „Hi my name is

„HI, MY NAME IS CPE“

THIS IS WHERE I’M FROM…

Gänggäng. Ich komme aus Dortmund Scharnhorst, einem sogenannten Problembezirk im Nordosten von Dortmund. Man kann mich regelmäßig an der Flughafenstraße treffen, dort bin ich mit meinen Jungs und dem ein oder anderen Piwo. Ich liebe diese Gegend und habe sie auch deswegen zusammen mit meinem Designer Mediadreams als Cover für meine EP nachgezeichnet und verewigt.

I KNOW MY ROOTS…

In ganz frühen Jahren hat mein Bruder EkHeaD mir die alten Bassbox-Sachen von Frauenarzt etc. gezeigt. Die provokante und kompromisslose Art hat uns von Anfang an begeistert. Mit der Aggro „Ansage 03“ hatte ich im zarten Alter von sieben meine erste gebrannte Deutschrap-CD, die ich im Discman gehört habe. Meine erste gekaufte CD war die „Toggo Weihnachts-CD 2005„. Meine zweite gekaufte CD war 50 Cent mit „The Massacre“. In der dritten Klasse habe ich zusammen mit einem Kollegen „All 4 One“ von Kool Savas und Azad in der Schule performed. Als ich aufs Gymnasium gekommen bin, habe ich mitbekommen, dass es Rapper auf unserer Schule gab (s/o DLG, Kenika, Cortex, Timez und Burnatip) und habe angefangen deren Musik zu hören. Ein Jahr später rappte mein Bruder ein Weihnachtsgeschenk für seine damalige Freundin in unserem gemeinsamen Kinderzimmer in unser Singstar-Mikrofon, während ich eigentlich schlafen sollte. In einer dieser Nächte habe ich mir vorgenommen, dasselbe für meine beste Freundin zu machen und fing an einen Text zu skizzieren, ohne Beat, ohne Skills, aber mit einer Menge Gefühl. Mit diesen Skizzen bin ich nach zwei bis drei Monaten zu DLG gegangen und habe ihn gefragt, ob man damit etwas anfangen könnte. Wenige Tage später stand mein erster Song “Mein Song für dich” mit Unterstützung DLG und wurde bis heute fast 100.000 mal geklickt. So fing das alles an…

YOU KNOW MY STEEZ…

Ganz früher hörte ich nur Deutschrap, zählte Reimsilben (bevor es Juliensblog gab) und wartete auf den nächsten Vergleich, über den ich Nachdenken musste. Heute höre ich fast ausschließlich Amirap, lege wert auf Vibes und Sounds, wobei die Bars nie zu kurz kommen dürfen! 50 Cent und Drake waren die ersten Amirapper für die ich mich interessierte. Neben den beiden findet man viel Young Thug, Gucci Mane und 6lack in meiner Playlist. Die einzigen Deutschrap-Artists, die ich neben meinen Jungs (s/o Salvito, Felikz, Jalle, Freezy, Tempet, Tenners Klan, Miami Yacine, Krupplyn und Isi-I) verfolge sind Haftbefehl, Manuellsen, Fler, Olexesh, Rin und Cro.

Ich lege mehr Wert auf Reime, als jeder andere Deutsch-Rapper, der den Nerv der heutigen Zeit treffen möchte, habe aber gelernt, dass eine gute Aussage besser ist als jeder Reim auf der Erde. Jeder meiner Songs lebt unter dem Motto “Alles was ich sagte, das war wahr, alles was ich sage, das ist wahr, alles was ich sage, das wird wahr”

THAT’S MY MOTHERF****** NAME…

Ich bin motherf****** CPE, merkt euch den Namen! Den Namen wollte ich seit damals zwar oft ändern, da er nur aus meiner Initialen besteht, aber da sind zu viele Erinnerungen dran, das kann ich nicht einfach so wegschmeißen.

TURN MY MUSIC ON…

Obwohl ich mit zwölf Jahren angefangen habe Songs ins Internet zu stellen, würde ich sagen, dass ich mich erst mit 20 so wirklich festgefahren habe und weiß wo ich mich sehe. Checkt mein Soundcloud, checkt „Payday„, „Payday 2„, „Trapanese“ und meine aktuellen Videos und ihr versteht meine Vision, doch nur unter damaligen Möglichkeiten. Wenn ihr meine aktuelle EP “Wo ich herkomme” checkt, habt ihr die Möglichkeit meinen Fortschritt in Richtung dieser Vision mitzuerleben.

YOU SEE THE DIFFERENCE …

Ich funktioniere ohne Bild, ohne Video und ohne Beefs. Ich mache Musik die ehrlich ist und trotzdem gut klingt. Wenn ich etwas sage und du dich darin widerspiegeln kannst, liegt es daran, dass du wie ich bist und nicht dass ich wie du sein möchte.

MY BRAND NEW ALBUM/MIXTAPE…

Meine neue EP “Wo ich herkomme” ist mein erstes richtiges Release und zeigt einmal in kurzen 17 Minuten wer ich bin, wie ich denke und wo ich herkomme. Jede Aussage spiegelt meine Realität wieder und erzählt Geschichten, die ich miterlebt habe. Produziert wurde das gute Stück von 808 Maniac und DatLine. Neben mir gibt sich noch mein Bruder Ekhead die Ehre am Mic. 

hmni cpe

I KNOW WHAT I WANT…

Ich erwarte keinen Durchbruch mit der EP, aber ich denke dass einige Leute mich hiernach auf dem Schirm haben und Spaß mit der Musik haben werden. Ich hoffe dass sich ein paar Produzenten bei mir melden, da der Großteil meiner Beats aus dem Internet sind. Danach dürfte alles für eine coole Zukunft geklärt sein.

LOOK INTO THE FUTURE…

Ich möchte die Szene verändern! Ich will nie wieder ein selbstironisches  “Sheesh” in einem Song hören. Ich will nicht dass Heads denken ich hätte keine Aussagen in meinen Songs, weil ich Autotune benutze. Ich will weniger Trash. Ich will Deutschland zeigen, dass ein Straßenjunge nicht dumm sein muss und blaue Augen haben kann. Ich will der Welt zeigen wer ich bin und davon leben!

Hier findet ihr CPE auf Facebook!

Hier gibt es seine Soundcloud-Seite. 

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Das Wu-Tang-Pizza-Tattoo auf seinem linken Oberschenkel beschreibt ganz gut seinen Charakter.

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