AOB: “Wir sind keine musikalische Zweckgemeinschaft.”

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Nachdem wir euch Ende Januar die ersten drei Rapper von AOB – der Army Of Brothers, vorgestellt haben, ist nun der zweite Teil der Neuköllner Gang dran. Auf Bangs, Haki und Tarit folgen nun Abiad, Almani und Chapo. Den ersten Teil des HMNI gibt es hier. 

Abiad, Almani, Chapo (von links)

HI, MY NAME IS ABIAD, ALMANI, CHAPO (AOB)

This is where I’m from…

Abiad: Ein typischer Araber aus der Sonnenallee, der jetzt im tiefen Süden Neuköllns lebt.

Almani: Berlin Neukölln 44er Blocks.

Chapo: Geboren in motherfuckin Berlin City, Neukölln 44 und meine Wurzeln liegen in der Türkei!

I know my roots…

Abiad: Bei mir fing es mit 14 an. Mein älterer Bruder brachte mich dazu mal aus Spaß einen Song in seinem Homestudio aufzunehmen. Ich war eher der Ami-Rap Hörer (Tupac, Biggie, N.W.A., Wu-Tang), lernte durch meinen Bruder aber viele Untergrund Rapper kennen, unter anderem auch Mc Bogy. Meine Freunde haben mich dazu gebracht immer mehr Lieder aufzunehmen, weil sie es gefeiert haben. Einige Jahre später bin ich dann bei AOB gelandet.

Almani: Ich habe ziemlich spät angefangen zu rappen, fast als letztes bei uns. Anfangs war es nur aus Spaß, aber als dann der erste Track („2×4 für die Kamera“) so gut angekommen ist, habe ich einfach weiter gemacht. Rap gehört habe ich schon immer, aber größtenteils nur Deutschrap.

Chapo: Meine ersten Raperfahrungen habe ich mit 13 gesammelt. In der Oberschule, wo ich anfing mit Bangs damals. Die ersten Hits durch Magix Music Maker und Headset entstanden dort (lacht). Mit 15 hörte ich dann schon wieder auf. Zu dem Zeitpunkt war AOB schon gegründet. Ich widmete mich anderen Sachen, aber unterstützte meine Brüder nach wie vor. 2015 kam dann das Comeback. Bangs überredete mich weiterzumachen. Das war der Beginn der Ära Chapo AOB!

You know my steez…

Abiad: Gangster-Rap, generell Hip-Hop und vieles, was mein Umkreis und ich erlebt haben.

Almani: Inspiriert wurde ich nicht wirklich von anderen Rappern, eher von mir selbst. Das was ich erlebe, die Straßen von Neukölln zum Beispiel. Deshalb ist auch jedes einzelne Wort was ich in meinen Texten rappe zu 100 Prozent echt. Man muss sich nicht größer machen, als man ist mit Geschichten, die nicht stimmen. Das Wichtigste ist die Kredibilität.

Chapo: Durch meine große Familie und dadurch, dass ich keine älteren Geschwister habe, waren meine älteren Cousins und Onkels so etwas wie meine älteren Brüder. Durch sie kam ich überhaupt mit Rap in Kontakt. Immer lief irgendwo Ami-Rap, egal ob Tupac, Biggie, Nate Dogg, Snopp Dogg, Dr. Dre, oder P.Diddy. Als ich älter wurde, hörte ich dann nur noch Deutschrap. Sehr prägend war für mich die Aggro Berlin Zeit. Natürlich auch die Hoodrich Anfänge von Said. Und natürlich die CCN Reihe!

That’s my motherf****** name…

Abiad: A-B-I-A-D! Für die, die es noch nicht wissen: Abiad kommt aus dem Arabischen und bedeutet Weißes oder im Slang: Kokain.

Almani: Almani heisst auf arabisch und auch anderen Sprachen “Deutscher”. Ich bin komplett deutsch und wie jeder es sein sollte, auch stolz auf meine Nationalität und da ich zum Großteil mit arabischen Ausländern unterwegs bin und in dieser Gruppe oft der einzige Deutsche bin, beschreibt mich dieser Name optimal: Almani, der deutsche unter den Ausländern aka. der goldene Schwarzkopf wie Super Saiyajin. Man sollte aber auf diese Nationalitäten-Politik nicht soviel Wert legen, denn wir sind im Endeffekt alle Menschen. Und für alle die mir kommen mit: „Wieso macht dieser Deutsche da auf Kanacke?“ Ich bin NEUKÖLLNER und benehme mich auch so, denn hier ist die Nationalität unter Brüdern egal.

Chapo: Yeah mein motherfucking Name ist Chapo! Abgekupfert vom mexikanischen Drogenboss El Chapo, da dieser Name „Der Kleine/Kurze“ heißt und ich vieles mit ihm gemeinsam habe, habe ich mich für diesen Namen entschieden.

Turn my music on…

Abiad: Französischer Gangster Rap, die O.G. amerikanischen Rapper und auch eine Menge Deutscher Musik, unter anderem auch unsere eigene.

AlmaniAOB. Du wirst High von unserem Sound.

Chapo: Gebt euch auf jeden Fall AOB und Hoodrich,  denn wir werden weiterhin in Zukunft die Kopfnicker produzieren, die ihr gewohnt seid.

Yo see the difference … 

Abiad: Wie man an den letzten Songs wie „Bangs“, „GMDG“ und „Sonnenallee“ gemerkt hat, sind wir darauf aus die Wurzeln der Musik wieder ins Leben zu rufen.

Almani: Der Unterschied zwischen uns und den anderen ist, dass es AOB  schon vor der Musik gab. Wir kennen uns schon unser halbes Leben lang. Die 12-köpfige AOB Familie gibt es schon so lange. Die Musik kam erst später dazu. Das heisst, wir sind in erster Linie loyale Brüder und das wird sich durch nichts auf der Welt ändern. Wir sind keine musikalische Zweckgemeinschaft.

Chapo: Der Unterschied zu anderen Rap-Gangs ist, dass wir nicht nur eine zusammengewürfelte Rappergruppe sind, sondern auch eine Bruder-Gang, die von sechs Künstlern repräsentiert wird. Wir kennen uns alle schon jahrelang und unser Zusammenhalt ist unglaublich. Der musikalische Unterschied zu den gegenwärtigen Trends ist deutlich raus zu hören. Wir bleiben Old School.

My brand new album/mixtape…

Abiad: In naher Zukunft wird der Sampler Numero Uno erscheinen. Bisherige Tapes sind „Bangs & Tarit“, „Schall & Rauch“ und „Neukölln Unzensiert“.

Chapo: Mit „GMDG“ haben wir den ersten Kracher vom neuen AOB Album präsentiert und es wird Zeit für den nächsten Hit. Am 23.April ist es endlich soweit. „Wa okay“ wird mit einem Video veröffentlicht. Wann das Album releast, wird noch nicht verraten.

I know what I want…

Abiad: Meine Erwartungen – nonstop Action. Viele Gigs, Alben und mit meinen Brüdern aufsteigen und unseren Namen in der Szene etablieren. 

Almani: Wenn du mich so fragst, will ich alles was nur geht. Die ganze Welt, mein Hak plus 300 Prozent, aber nicht für jeden Preis. Wir gehen nicht über Leichen für den Erfolg oder verbiegen uns. Wir bleiben immer die gleichen, unabhängig von Hype, Erfolg oder Klickzahlen. Wir geben alles und versuchen es nach oben zu schaffen. Entweder es klappt oder nicht.

Chapo: Man hat nicht viele Erwartungen. Wir machen einfach unser Ding und hoffen, dass es bei den Leuten gut ankommt. Denn im Endeffekt machen wir Musik, die uns gefällt und zu uns passt. Verbiegen werden wir uns nicht, sonst hättet ihr uns auch in Videos gesehen, wie wir auf einem Bein rumspringen und abgehackt rappen. Das wird aber nicht passieren.

Look into the future…

Abiad:  Erstes Ziel ist ein fettes Konto, was danach kommt, überleg ich mir noch.

Almani: Erst der Sampler, danach die Weltherrschaft.

Chapo: In der Zukunft sehe ich mich immer noch mit meinen Brüdern lachen und Abenteuer erleben. Egal ob wir Erfolg haben werden oder nicht – im Zweifelsfall scheiße ich drauf. Wir lassen uns überraschen!

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