102 Boyz: “Unser Sound ist asozialer und skrupelloser als anderer Trap”

Es ist April 2017 und völlig legitim zu behaupten, dass Trap auch in der deutschen Rapszene mittlerweile vollständig Fuß gefasst hat. Jeder, der diese Entwicklung befürwortet und mit dem Subgenre liebäugelt, sollte mal dringend ein Auge auf Ostfriesland werfen – genauer gesagt auf Leer. Dort sind nämlich die 102 Boyz (oder zumindest ein Großteil von ihnen) aktuell gut am hustlen und “auf dem besten Weg, nach ganz oben zu kommen”, wie sie selbst sagen. Das Free Tape “Broke Youngstas”, das am 26.04. erscheint, wird konkret zeigen, wohin der Weg geht.
Wir haben die Boyz zum kurzen Interview gebeten.

THIS IS WHERE I’M FROM:
Der Großteil von uns kommt aus Leer an der holländischen Grenze, wobei Duke (Kkubas Cousin) mit seinen Jungs in Polen wohnt. Chapo ist vor sechs Jahren aus Hamburg-Harburg hergezogen.

I KNOW MY ROOTS:
Die erste Berührung mit Hiphop kam durch typischen Deutschrap wie Aggro Berlin und Frauenarzt. Die ersten Einflüsse kamen aber weniger aus Deutschland, sondern eher aus Amerika. Es fing mit Memphis-Shit an, wir sind dadurch auf Soundcloud gekommen, wo eine krasse Vielfalt an Interpreten und Genres existiert. Erste Trap Einflüsse kamen aus Chicago und Atlanta.

YOU KNOW MY STEEZ:
Wir haben uns an deutschem Untergrund Rap wie Moneymaxxx von One take one hit und an französischem Trap orientiert.

THATS MY MOF*** NAME:
102 kommt von unseren ersten Graffiti Erfahrungen, als wir noch jünger waren. Den namen haben wir über die Zeit beibehalten.

TURN MY MUSIC ON:
Bisher gibt es unser Mixtape “Drei Drei” und einige Freetracks auf YouTube und Soundcloud.

YOU SEE THE DIFFERENCE:
Unser sound ist skrupelloser und asozialer als anderer deutscher Trap. Wir schieben einfach unseren eigenen Film.

MY BRANDNEW ALBUM:
Jeder, dem wir das neue Tape gezeigt haben, hat gesagt, dass es so etwas in Deutschland noch nie gegeben hat. Im Gegensatz zum letzten Tape ist es eine ganz andere Dimension.

I KNOW WHAT I WANT:
Wir wollen nach ganz oben und sind im Moment auf dem besten Weg dahin.

LOOK INTO THE FUTURE:
Viel rumkommen, viel feiern und Geld natürlich.

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Ist mittlerweile seit 3 Jahren bei BACKSPIN und hat die Leitung der Online-Redaktion inne. All ihre Fans sind maskuline Jungs, jaja.

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