Halbjahrescharts 2017: Cedric

Halbzeit. Gerade eben war noch Winter und auch, wenn der Sommer noch immer nicht richtig in Deutschland angekommen ist, steht mit dem splash! nun schon der Jahres-Dreh- und Angelpunkt für deutschen Hip-Hop an. Und da jedes Mitglied der BACKSPIN-Gang das bisherige Jahr für sich selbst erlebt hat, gibt es auch von jedem von uns einen kleinen Beitrag rund um Highlights der ersten sechs Monate in 2017. Grenzen bei der Auswahl gab es keine, sowohl Songs, Videos und Alben, als auch Konzerte, Events, Interviews und andere Hip-Hop-Momente konnten ausgewählt werden. Viel Spaß.


 

10.
Bushidos Phantombild

Fast kein Ereignis im Deutschrap-Zirkus schafft es noch so wirklich mich zu begeistern. Die meisten Dinge werden in meinem Kopf mit einem müden „Was? Echt?“ abgehakt und vergessen. Das erste mal seit langem, dass ich lachen musste war wohl das von der Polizei in Bayern erstellte Phantombild, das einfach von einem Pressefoto Bushidos abgepaust war und mit einer Kappe und einem Bart verändert wurde. Das ist für mich nicht nur absurd, es sagt auch recht viel darüber aus, wie Rapper und Nicht-Bayerisch-Aussehende-Menschen wahrgenommen werden. Das ist ein Thema für sich, aber trotzdem war Bushidos Reaktion darauf für mich so souverän, so ignorant, wie es eigentlich nur von ihm kommen kann.

 

 

9.
Maxwells „Kohldampf“ Releasetag

 
Ich habe die 187 Strassenbande immer nur am Rand mitbekommen. Respekt hatte ich zwar schon immer vor allem, was sie sich selbst aufgebaut haben, wirklich viel gehört habe ich sie aber nicht. Um so interessanter war es für mich, beim Veröffentlichungstag von „Kohldampf“ dabei zu sein. Die ehrliche Freude darüber, seine eigenen Songs bei der Autogrammstunde zu hören, der spürbare Stolz seines Teams und allen Mitgliedern der Strassenbande, machten dieses Phänomen „187“ für mich auf einmal sehr greifbar und verständlich. Wenn dann am Ende des Abends beim Konzert irgendwann sowohl Bonez, Gzuz, LX als auch RAF auf der Bühne stehen und gemeinsam feiern, merkt man, dass 187 mehr ist als nur eine lose Gruppierung von Musikern.

 

 

8.
Casper – „Sirenen“
(Song)

 
Auch hier: Ich war nie ein großer Casper Fan. Ich kann verstehen, was ihn so groß und einzigartig macht, überzeugt hat es mich persönlich aber nie. Daher war ich auch sehr überrascht, wie großartig ich „Sirenen“, nach dem eher unspektakulären „Lang lebe der Tod“, fand. Das liegt nicht nur daran, dass der Klang so eigen ist. Ich habe bei „Sirenen“ das Gefühl, dass Casper es geschafft hat, seine Wurzeln in der Punk Szene mit seiner Liebe für Hip-Hop authentisch zu verbinden.

 

7.
Juicy Gay – „HWG“ 
(Mixtape)

 
Was hat das zu bedeuten?

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Stuttgarter Heidelberger, der in Hamburg ist, sich in der Musik zuhause fühlt und von Hannes Wader erzogen wurde Hip-Hop zu lieben.

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