Grafi vorgestellt: Irgendwo zwischen Trap und Metal

Fernab vom Einheitsbrei der aktuell sämtliche Playlisten flutet, gibt es noch viel mehr zu entdecken. Einer von diesen Künstlern die eher eine Nische bedienen, ist Grafi. Bisher mag er vielleicht noch nicht sehr vielen Menschen ein Begriff sein. Reinhören lohnt sich hier aber definitiv. Aber wer ist dieser Grafi überhaupt und was macht seine Musik aus? Wir stellen ihn euch im Folgenden mal etwas genauer vor.

Grafi, oder auch Grafi Versace wie er sich im Social Media gerne nennt, ist ein junger Mann, der Berlin sein zu Hause nennt. Zur Musik ist er bereits mit 13 Jahren gekommen. Damals begann alles mit den ersten eigenen Texten und Beats. Da sein Freundeskreis mit dem ganzen Rapding damals nichts anfangen konnte, orientierte sich auch Grafi um. Metal wurde seine neue große Leidenschaft und er tobte sich die nächsten Jahre in verschiedenen Bands als Sänger aus. Seine alte Liebe Rapmusik verlor er trotzdem nie aus den Augen, so dass er sich seit 2012 wieder dem Produzieren und Rappen widmet.

 

Seine musikalische Vergangenheit ist aber auch heute noch präsent. Grafis Sound ist eine Mischung aus Trap, Emo, etwas Horrorcore und einer Prise Metal. Nach eigener Aussage liegt ihm vor allem die Dynamik von Stimme, Flow und Beats in seinen Songs am Herzen. Aber auch eine gewisse Tiefe in seiner Musik ist ihm wichtig. In seinen Texten verarbeitet er eigene Gedanken und Eindrücke und will dabei unter der Oberfläche graben:

„Ich will mit meinen Texten Leuten Kraft geben, die nachvollziehen und vor allem fühlen können was ich sage und damit ein bisschen Empathie und Kraft spenden.“

Wie das alles dann genau klingt, kann man auf seinen bisherigen Releases hören. Bereits 2017 veröffentlichte Grafi sein Album Geistermusik. Dieses Jahr folgte dann Unter Null, auf dem er seine Musik weiter vorantreibt und entwickelt. Das Spektrum was er dabei anbietet ist sehr breit. Er kann laut sein, sehr laut sogar. So wie auf dem Song „Stratokumuli“, auf dem er alles rausschreit was in ihm steckt. Im Kontrast dazu rappt er sich dunkel und ruhig durch die Zeilen von „Tiefer Mond“. Aber auch mit anderen Künstlern sind schon Songs entstanden. Zu seinem näheren Umfeld gehören Rapper wie Shocky, Tamas oder Moneymaxxx. Für den Moment findet Grafi vielleicht nur in seiner Nische statt. Das Potential bei einem größeren Publikum  anzukommen, ist aber definitiv vorhanden. Dafür muss er nicht mal anfangen Mainstream-Musik zu machen.

 

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